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Presse-Stelle:  Umweltstiftung WWF - Deutschland, D-60591 Frankfurt
Rubrik:Naturschutz    Datum: 13.04.2000
Ausverkauf in der Apotheke Natur
Vertragsstaatenkonferenz zum Artenschutz (CITES): WWF apelliert an die Vertragsstaaten unscheinbare Arten nicht zu vergessen
Nairobi, Frankfurt a. M. 11.4.2000. Seit Montag verhandeln rund 150 Staaten in Nairobi auf der 11. Vertragsstaatenkonferenz des Washingtoner Artenschutzuebereinkommens CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora) ueber neue Regelungen zum Handel mit bedrohten Tieren und Pflanzen.

Die Umweltstiftung WWF-Deutschland appelliert an die Teilnehmerstaaten nicht nur die grossen Tiere im Blick zu haben, sondern sich auch fuer den Schutz der vielen weniger spektakulaeren Spezies einzusetzen. Bei der Konferenz in Nairobi geht es neben Elefanten und Walen auch um das gefaehrdete Moschustier und um Pflanzen wie Teufelskralle, Fruehlings-Adonisroeschen und Ginseng, die allesamt in der Medizin Verwendung finden.

Mehr als zwei Drittel der ca. 30.000 Arten die das Washingtoner Artenschutzuebereinkommen unter Schutz stellt, sind Pflanzen. Viele Heilpflanzen sind besonders stark bedroht, wie etwa der fernoestliche Ginseng, ueber dessen Aufnahme in CITES in den naechsten Tagen entschieden wird. Obgleich der groesste Teil des Bedarfs an dieser "Allheilpflanze" durch kuenstlichen Anbau gedeckt werden kann, gibt es Kundenkreise, die der Wildpflanze nach wie vor eine hoehere Heilwirkung zuschreiben und bereit sind dafuer Spitzenpreise von bis zu 750.000 DM pro Kilogramm zu bezahlen. "Die heilende Wurzel koennte sehr bald ausgestorben sein, wenn dem Raubbau nicht sofort ein Riegel vorgeschoben wird", befuerchtet Susanne Honnef, Expertin fuer Traditionelle Asiatische Medizin beim WWF-Deutschland. "Die wertvolle Apotheke der Natur, wird fuer unsere Kinder und Enkel geschlossen bleiben, wenn wir uns weiter so ruecksichtslos daraus bedienen." Ziel muesse es sein, eine nachhaltige Nutzung dieser Arten zu gewaehrleisten und klare Regelungen fuer den Handel festzulegen.


Weitere Infos im Internet unter www.wwf.de und beim WWF-Deutschland:
Susanne Honnef, Referat Artenschutz, 0171- 14 54 272
Volker Homes, Referat Artenschutz, 069 - 79144 183
Ulrike Bauer, Pressestelle, 069 - 79144 145

Achtung Bildredaktionen und TV! Foto- und Videomaterial zu vielen Themen der Artenschutzkonferenz ist vorhanden.

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Weitere Informationen unter www.wwf.de



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