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Presse-Stelle:  Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V., D-81375 München
Rubrik:Umwelt & Naturschutz    Datum: 27.04.2007
NABU, GRD, GSM: Einseitige EU-Fischereipolitik bedroht Meeressäuger - EU-Ratspräsidentin Merkel muss sich für Schutz von Delfinen und Walen einsetzen
Nach Ansicht der drei Umweltverbände ist insbesondere die derzeitige EU-Fischereipolitik für die drohende Ausrottung der letzten Wale und Delfine in EU-Gewässern sowie die massive Überfischung fast sämtlicher Fischbestände verantwortlich.
In einem offenen Brief haben drei deutsche Naturschutzverbände Ratspräsidentin Angela Merkel aufgefordert, sich im Rahmen der Ratspräsidentschaft wirkungsvoll für das Überleben der bedrohten Meeressäuger in EU-Gewässern einzusetzen. Nach Ansicht der Verbände NABU (Naturschutzbund Deutschland), der Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) und der Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere (GSM) wirkt die EU durch ihre einseitig an den kurzfristigen Interessen der Fischerei orientierte Politik direkt an der Ausrottung von Walen und Delfinen mit.

Anlass ist die vom 2. bis 4. Mai in Bremen stattfindende Konferenz zu dem von der Europäischen Kommission vorgelegten Grünbuch "Die künftige Meerespolitik der EU: Eine europäische Vision für Ozeane und Meere". An dem Treffen werden außer der Bundeskanzlerin auch EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, Fischereikommissar Joe Borg, weitere hochrangige Vertreter der EU, der UNEP und anderer internationaler Institutionen teilnehmen. Die Konferenz ist der zentrale Beitrag der deutschen Ratspräsidentschaft zur künftigen Meerespolitik der EU.

"Dieses Who-is-Who-Treffen in Sachen Nutzung und Schutz der Meeresressourcen, darf sich nicht wieder in der Ausarbeitung wohl klingender, aber folgenloser Visionen erschöpfen", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. So ist nach Ansicht der drei Umweltverbände insbesondere die derzeitige EU-Fischereipolitik für die drohende Ausrottung der letzten Wale und Delfine in EU-Gewässern sowie die massive Überfischung fast sämtlicher Fischbestände verantwortlich. "Den bislang von der EU produzierten Papierbergen mit zahllosen sinnvollen Vorschlägen von Wissenschaftlern und Experten müssen endlich entsprechende Taten folgen. Sonst gibt es bald keine Meeresressourcen mehr, die man, wie auch immer, nutzen könnte", warnen GSM, GRD und NABU eindringlich.

Für Rückfragen:
Sven Koschinski, Tel. 04526-381716
Petra Deimer, GSM, Tel. 04106-4712
Ingo Ludwichowski, NABU, Tel. 0160-96230512

Im Internet zu finden unter:
www.nabu.de
www.nabu-sh.de
www.delphinschutz.org
www.gsm-ev.de



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