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Persönlichkeit und soziale Kompetenz stehen bei Arbeitgebern hoch im Kurs. Wie man sie entwickelt und sich erfolgreich präsentiert, zeigt ein neues Haufe Trainingsbuch
Freiburg, 14. September 2005. Das Bewerbungsgespräch verläuft gut, die fachliche Qualifikation stimmt. Als jedoch nach persönlichen Fähigkeiten gefragt wird, gerät der Kandidat ins Schwimmen. "Soft Skills wie Teamfähigkeit, Menschenkenntnis oder der Umgang mit Veränderungen sind wichtige Einstellungskriterien. Doch können viele Bewerber ihre Qualifikationen in diesem Bereich nur schwer einschätzen", berichtet Trainer und Autor Stefan Mühleisen aus der Beratungspraxis. Tatsächlich halten 93 Prozent der Unternehmen Soft Skills beim Berufseinstieg für mindestens ebenso wichtig wie Fachwissen, so das Ergebnis der Studie "SQ21 - Schlüsselqualifikationen im 21. Jahrhundert" von der Gayk Personalmarketing GmbH. In seinem Buch "Karrierefaktor Soft Skills", das in der Reihe Test & Training des Haufe Verlags erscheint, schlüsseln Mühleisen und Koautorin Nadine Oberhuber das Thema detailliert auf. Je nachdem, ob es um bestimmte Aufgaben, den Umgang mit Kollegen oder die eigene Persönlichkeit geht, unterscheiden sie methodische, soziale und Selbst-kompetenzen. Lernbereitschaft, vernetztes Denken, Umgang mit Konflikten - anhand so genannter Skill-Räder findet der Leser heraus, wo er als Bewerber punkten kann und welche Bereiche noch weiter entwickelt werden sollten. Für Unternehmen bedeuten die "weichen Fähigkeiten" bares Geld: "Personalchefs geht es weniger um ein harmonisches Miteinander, als vielmehr um einen effizienten und reibungslosen Arbeitsablauf", erläutert der Autor. Beispiel Stresstoleranz Das Telefon klingelt, der Chef kommt mit neuen Aufgaben und die Präsentation hätte eigentlich schon gestern fertig sein müssen - was die einen zu Höchstleistungen antreibt, erzeugt bei weniger nervenstarken Mitarbeitern Angst oder Denkblockaden. "Stresstoleranz wird im heutigen Berufsleben als selbstverständlich vorausgesetzt", betont Mühleisen. Sein Buch zeigt unterschiedliche Wege auf, gelassener mit dem Zeitdruck umzugehen. Darüber hinaus geben die Autoren Tipps, wie man mehr Souveränität erlangt, sich selbst besser organisiert, andere Menschen überzeugt und kreativ Probleme löst. Zusätzliche Tests finden sich auf der beiliegenden CD-ROM, zum Beispiel um die eigene Motivation und das Arbeitsverhalten richtig einzuschätzen. Hinzu kommen Infos zur Pflege von Kontakten und Netzwerken und schließlich ein "Handlungsvertrag" mit sich selbst - damit der Lektüre auch Taten folgen. Insgesamt vermittelt das Buch eine fundierte Selbsteinschätzung zu allen Soft Skills, die bei Bewerbungen eine Rolle spielen. Welche Fähigkeiten im Einzelfall besonders wichtig sind, hängt übrigens auch von der jeweiligen Unternehmenskultur ab. Während die einen Wert auf kommunikative Fähigkeiten legen, setzen andere Firmen auf starke Hierarchien und klare Organisationseinheiten. "Richten Sie ihr Augenmerk bei der Vorbereitung des Gesprächs nicht nur auf Kunden und Produkte, sondern versuchen Sie auch so viel wie möglich über Werte und Stil des Unternehmens zu erfahren", empfiehlt der Experte. "Was bei Ikea oberste Priorität hat, muss bei IBM noch lange nicht gut ankommen."
Mann beisst Hund - Agentur für Kommunikation (GBR)
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