Zurück zur ECO-World Startseite

Haftungsausschluss
Impressum
Datenschutzerklärung
 








  Forum
 
 
HOME | Top-Nachrichten | Politik & Gesellschaft alle Nachrichten
 Hier finden Sie laufend aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich Ökologie.
Stichwort    Art 
Hilfe   neue Suche  alle Pressestellen anzeigen 
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit ECO-News, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.

 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  Umweltbundesamt für Mensch und Umwelt, D-06844 Dessau-Roßlau
Rubrik:Politik & Gesellschaft    Datum: 12.11.2018
Bund stärkt Beziehungen zwischen Stadt und Land
Fördermaßnahme "Stadt-Land-Plus" des Forschungsministeriums gestartet
Stadt und Land sind für viele Menschen Gegensätze. Wohn-, Arbeits-, und Konsumsituationen unterscheiden sich häufig gravierend. Jedoch sind Stadt und Land eng miteinander verwoben, etwa bei den täglichen Verkehrs- und Warenströmen. Daher muss den Regionen an einer engen Verzahnung von Stadt und Umland gelegen sein - nicht zuletzt mit Blick auf das Schaffen bezahlbaren Wohnungsraums. In der Praxis sind jedoch häufig Probleme zwischen Kommunen, Kirchturmdenken oder noch unzureichendes Wissen um die gegenseitige Abhängigkeit zu beobachten. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) startet daher die Fördermaßnahme "Stadt-Land-Plus" und unterstützt bereits zwölf Verbundprojekte aus Wissenschaft und Praxis deutschlandweit in der Umsetzung neuer Ideen.

Das Ziel der Fördermaßnahme "Stadt-Land-Plus" ist eine nachhaltige Entwicklung von Regionen deutschlandweit. Verschiedene Akteure und Wissenschaftsdisziplinen arbeiten dafür eng zusammen. Schwerpunkte sind eine nachhaltige Förderung von regionaler Kreislaufwirtschaft, die Qualität des Landmanagements und die Verbesserung des Interessenausgleichs zwischen Stadt, Umland und ländlichem Raum. So wird im Bodenseekreis geforscht, wie Grünabfälle aus der kommunalen Landschaftspflege in einem speziellen Verfahren in Aktivkohle gewandelt werden können. Ziel ist es, das gewonnene Produkt regional, zum Beispiel zur Abwasserreinigung in Klärwerken zu verwerten. Im Verflechtungsraum Leipzig-Halle wird versucht einem ungeordneten Wachstum von Wohnstandorten in der Fläche entgegenzuwirken. In einem kooperativen Beteiligungs- und Aushandlungsprozess mit den Umlandkommunen ist ein integriertes Flächenmanagement und Wohnflächenkonzept das Ziel. Dieses soll unter anderem als Grundlage für Handlungsempfehlungen der Landes- und Regionalplanung dienen. Wie in allen Vorhaben stehen die Ergebnisse und Instrumente auch anderen Regionen deutschlandweit zur Verfügung.

Zum heutigen Auftakt sagt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek via Twitter: "Gut leben und arbeiten im ganzen Land - dies ist eine Mission der Hightech-Strategie 2025 der Bundesregierung. Mit der Fördermaßnahme Stadt-Land-Plus arbeiten wir an der Mission, indem wir ein nachhaltiges Landmanagement und gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land in den Blick nehmen." Unter dem Motto "Stadt-Land-Plus: Gemeinsam mehr erreichen für starke Regionen", kommen insgesamt zwölf Forschungsverbünde jeweils mit Partnern aus Wissenschaft, der kommunalen Praxis, Unternehmen und weiteren Akteuren in Berlin zusammen. Auf der zweitägigen Konferenz werden die Weichen für die Zusammenarbeit der nächsten fünf Jahre praxisorientierter Forschung gestellt.

Das vom Umweltbundesamt (UBA) koordinierte Querschnittsvorhaben zu "Stadt-Land-Plus" fördert die interdisziplinäre Forschungsarbeit und vernetzt die Verbundprojekte miteinander. Weitere Aufgabe der nächsten fünf Jahre ist es, die Forschung zu Querschnittsthemen zu ergänzen und neue Erkenntnisse auch auf europäischer Ebene in den Fachdialog einzuspeisen. Partner sind Institut Raum & Energie aus Wedel sowie Stadtland GmbH aus Leipzig. UBA-Präsidentin Maria Krautzberger betont den Forschungsschwerpunkt und die bundespolitische Relevanz: "Das Querschnittsvorhaben hat unter anderem zur Aufgabe, aktuelle bundespolitisch relevante Fragestellungen mitzudenken und die Forschung der Verbünde diesbezüglich zu unterstützen. Dafür bieten wir in den nächsten Jahren Workshops, Webinare und Fachgespräche zu unterschiedlichen Querschnittsthemen. Stadt-Land-Plus soll nicht nur einen Mehrwert in den beteiligten Regionen leisten, sondern zukünftig die Rahmenbedingungen für eine regionale nachhaltige Raumentwicklung deutschlandweit verbessern."

Die Arbeit zu den Querschnittsthemen beginnt auf der heutigen Konferenz. In Workshops werden Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse, Umsetzung der internationalen Nachhaltigkeitsziele auf regionaler Ebene oder Chancen der Digitalisierung diskutiert und erste projektübergreifende Kontakte geknüpft.

Weitere Informationen:
Gefördert wird das Querschnittsvorhaben vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Fördermaßnahme "Stadt-Land-Plus" als Teil der "Leitinitiative Zukunftsstadt". Die Leitinitiative Zukunftsstadt ist ein zentrales Element des BMBF Programms "Forschung für Nachhaltige Entwicklung" (FONA). Themenschwerpunkte der Fördermaßnahme "Stadt-Land-Plus" sind regionale Kreislaufwirtschaft, Qualität des Landmanagements sowie verbesserter Interessensausgleich zwischen Stadt, städtischem Umland und ländlichem Raum. Das BMBF fördert bisher 12 Forschungsverbünde sowie das Querschnittsvorhaben, weitere Vorhaben werden voraussichtlich im Jahr 2020 erwartet.

Diskussion

  Login



 
 
  Aktuelle News
  RSS-Feed einrichten
Keine Meldung mehr verpassen

05.12.2022
14 Projekte werden mit dem Bundespreis Ecodesign 2022 gewürdigt Verleihung durch Bundesumweltministerin Lemke und UBA-Präsident Messner

Ukraine: Raven und Räumen mit Repair Together Unterstützen Sie das Crowdfunding für den Wiederaufbau eines Kulturzentrums in der Region Tschernihiw


02.12.2022
"Der Antibiotikaeinsatz kann und muss drastisch reduziert werden." Zoe Mayer zum Tierarzneimittelgesetz

Wohnung entrümpeln - Upcycling und recyceln

Solarenergie in Deutschland - Statistiken & Infos in 2022 Wolfgang Gründinger vom Berliner Solarenergie-Startup Enpal im Interview


01.12.2022
Ergebnisse der 27. Weltklimakonferenz Auf der COP 27 kamen die Vertragsstaaten der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen zusammen

Umweltbundesamt veröffentlicht Ressourcenbericht 2022 Der deutsche Rohstoffkonsum pro Kopf liegt etwa 13 % über dem EU-27-Durchschnitt


Umweltbundesamt veröffentlicht Ressourcenbericht 2022 Der deutsche Rohstoffkonsum pro Kopf liegt etwa 13 % über dem EU-27-Durchschnitt


CarSharing für Unternehmen: Einfach mobil und die Kosten im Blick Best Practise: Die Bremer Sparkasse nutzt CarSharing-Autos von cambio für die betriebliche Mobilität


Unbeschwert shoppen mit dem Grünfuchs im Göttinger Advent In der Zeit vom 28.11.2022 bis zum 31.12.2022 macht der Grünfuchs den Kund*innen des Göttinger Einzelhandels das Shoppen ein bisschen leichter.


Parfüm & Co.: Düfte informiert kaufen VERBRAUCHER INITIATIVE über Bezeichnungen auf Parfüm-Flakons


30.11.2022
Planungsbeschleunigung: Gesetz beschleunigt nur Klima- und Biodiversitätskrise Auf Druck der FDP werden Bürgerrechte eingeschränkt

Unfaire Preise verschärfen Situation von Kakaobäuerinnen und Kakaobauern in Westafrika Während Schokoladenkonzerne Gewinne verzeichnen, können Kakaobäuerinnen und Kakaobauern nicht ihre Produktionskosten decken


"Der Energiecharta-Vertrag ist ein überflüssiges Relikt aus dem fossilen Zeitalter und behindert den Klimaschutz." Julia Verlinden zum Ausstieg Deutschlands aus dem Energiecharta-Vertrag

Unternehmen sollen künftig für Entsorgung von Einwegkunststoff zahlen UBA-Studie befürwortet Abgabe von bis 8,95 Euro pro Kilo Einwegplastik


29.11.2022
"Wir haben es satt!"-Demo am 21.1.23 "Gutes Essen für alle!"

Zeit, die Stimme zu erheben und endlich zu handeln? forum Nachhaltig Wirtschaften 04/2022 mit dem Schwerpunkt: Globale Ziele und Klimaschutz


buch7.de wird mit Gemeinwohl-Preis ausgezeichnet Die Gemeinwohl-Ökonomie-Bewegung (GWÖ) würdigt das besondere soziale und gesellschaftliche Engagement des sozialen Online-Buchhändlers


Unabhängige Studie des Fraunhofer IZM für G+D bestätigt die eSIM als umweltfreundliche SIM-Lösung Besonders hervorzuheben ist dabei der geringere Ausstoß von CO2-Emissionen.


Dieses eBike verändert die Welt: Werde Teil der eROCKIT Erfolgsgeschichte