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Umwelt & Naturschutz   
"BioBall" will Projekte für biobasierte Stoffkreisläufe voranbringen
Provadis Hochschule initiiert nachhaltiges Innovationskonzept
Angesichts des Klimawandels und der weiterhin wachsenden Weltbevölkerung sind die Grenzen unserer derzeitigen, überwiegend auf fossilen Ressourcen basierten Wirtschaftsweise absehbar. Um den Strukturwandel hin zu biobasierten Stoffkreisläufen voranzutreiben, hat die Provadis Hochschule am Industriepark Höchst gemeinsam mit Partnern aus Hochschulen, Forschungsinstituten, privater und kommunaler Wirtschaft sowie der öffentlichen Verwaltung das nachhaltige Konzept "Innovationsraum Bio ökonomie im Ballungsraum - BioBall" für die Metropolregion Frankfurt/RheinMain erarbeitet. Im Rahmen der Förderrichtlinie "Innovationsräume Bioökonomie" wurde das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für eine Förderung bis zu einem Volumen von 20 Millionen Euro ausgewählt. Mit der Abwicklung dieser Förderaktivität wurde der Projektträger Jülich beauftragt.

Der Vorstand des Vereins BioBall (v.l.n.r.): Dr. Bernd Paul Rentmeister (Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH), Dr. Manfred Kircher (Kircher Advice in Bioeconomy) und Prof. Dr. Thomas Bayer (Provadis Hochschule). © 2019 Provadis Partner für Bildung und Beratung GmbH
Der "Innovationsraum BioBall" versteht sich als Treiber des Strukturwandels hin zu einer nachhaltigen, biobasierten Wirtschaft - unter den spezifischen Bedingungen einer dicht besiedelten und industrialisierten Metropolregion. Bisher kaum oder gar nicht verwertete Stoffströme, beispielsweise in der Abfall- und Landwirtschaft, sollen so erschlossen werden, dass biobasierte Stoffkreisläufe geschlossen und dadurch zugleich eine höhere Wertschöpfung erreicht werden können.

Bioökonomie als Zukunftsfaktor verstehen
"Bioökonomie ist die Zukunft unserer Wirtschaft. Mit ihr können wir Ressourcen nachhaltig nutzen und wiederverwerten. Es gibt bereits viele gute Ideen aus der Forschung, wie der Wandel hin zu einer biobasierten nachhaltigen Wirtschaftsform gelingen kann. Mir ist wichtig, dass diese Ideen bald im Alltag der Menschen ankommen. Deshalb bringen wir in der neuen Förderinitiative 'Innovationsräume Bioökonomie' Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zusammen", begründet Bundesforschungsministerin Anja Karliczek die Entscheidung für die Fördermaßnahme. "Gemeinsam werden sie aus Ideen Innovationen entwickeln. Die vier Innovationsräume werden an Textilien aus nachwachsenden Rohstoffen, der Rohstoffrückgewinnung aus Abfällen, der nachhaltigen Nutzung von Meeresorganismen und neuen Lebensmittelsystemen arbeiten".

Biogene Rohstoffe der zweiten bis vierten Generation nutzen
Biogene Ressourcen entstammen derzeit vor allem der Landwirtschaft. Die dort produzierten Produkte müssen jedoch in Zukunft noch stärker als bisher primär unserer Ernährung dienen. Der angestrebte Rohstoffwandel von fossilen zu biogenen Ressourcen kann nur dann nachhaltig gelingen, wenn er auf biogenen Rohstoffen der zweiten bis vierten Generation aufbaut - das heißt, nicht auf den Produkten selbst. Die zweite Generation umfasst die nicht-essbaren Anteile landwirtschaftlicher Biomasse (z.B. Stroh, Beerentrester). Die dritte Generation entstammt organischen Reststoff- und Abfallströmen (z.B. Lignin aus der Papierindustrie), die vierte schließlich gasförmigen Kohlenstoffquellen wie Synthesegas, Kohlenstoffdioxid oder Methan. "Wir streben mit unseren Projekten im Innovationsraum BioBall die stoffliche Verwertung der in der Metropolregion Frankfurt/RheinMain anfallenden biogenen Stoffströme der zweiten bis vierten Generation an", erklärt Prof. Dr. Thomas Bayer, Vizepräsident Forschung der Provadis Hochschule. "Gefördert werden Projekte von Akteuren des Innovationsraums, die sich über das Innovationsbündnis den gemeinsamen Regelungen verbindlich verpflichtet haben." Mit ihrem Engagement, Produkte, Verfahren und Dienstleistungen einer nachhaltigen Bioökonomie zu unterstützen, wollen die Initiatoren des Innovationsraums BioBall ein Vorbildmodell für eine nachhaltige, bioökonomische Wertschöpfung entwickeln, das national wie international anschlussfähig ist und in andere Regionen übertragen werden kann.

Weitere Informationen und Partner finden Sie online.

Die Provadis Hochschule ist ein Tochterunternehmen der Provadis Partner für Bildung und Beratung GmbH. An der im Jahr 2001 gegründeten Hochschule studieren über 1.200 Studenten in dualen und berufsbegleitenden Studiengängen mit international anerkannten Bachelor- und Masterabschlüssen. Die Hochschule bündelt ihre interdisziplinären Aktivitäten im Bereich Forschung und Projekte im Zentrum für Industrie und Nachhaltigkeit.

Provadis Partner für Bildung und Beratung GmbH ist ein Unternehmen der Infraserv-Höchst-Gruppe. Mit rund 1.400 Auszubildenden und über 4.500 Weiterbildungsteilnehmern an den Standorten Frankfurt und Marburg gehört Provadis zu den führenden Anbietern von Bildungsdienstleistungen in Hessen. Rund 400 internationale Kunden nutzen in Partnerschaften und Kooperationen das Know-how von Provadis auf den Gebieten der Aus- und Weiterbildung, der Personal- und Organisationsentwicklung und bei der Entwicklung von E-Learning-Konzepten.

 
Quelle: Provadis Partner für Bildung und Beratung GmbH, D-65926 Frankfurt
http://www.provadis.de
Jasmin.graf@infraserv.com
    

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