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Energie & Technik   
Obsoleszenz - Von der Kunst, die Dinge so herzustellen, dass sie möglichst kurz nach Ende der Garantiezeit unbrauchbar werden
Oder... wie eine erfolgreiche Gegenstrategie aussehen kann
Im April 2013 veröffentlichte die Berliner Arge Regio GmbH eine, von den Grünen in Auftrag gegebene, Studie. Im Kern geht es hierbei um eine, von vielen Herstellern gerne genutzte sehr "spezielle" Produktstrategie, die auf dem Grundgedanken der >Obsoleszenz< basiert. Diese Strategie führt dazu, dass Elektronikprodukte schneller schad- oder fehlerhaft werden und nicht mehr im vollen Umfang nutzbar sind und zudem mit Absicht so gebaut werden, dass sie im Fall der Fälle nicht reparabel sind.

Ein sehr aktuelles Thema, welches auch zusehends mehr Unmut bei den Verbrauchern hervorruft. Allerorts zeigen sich auch die Medien interessiert und regen ihrerseits mehr und mehr zum Nachdenken an. Gerade bei akkubetriebenen Elektro-Kleingeräten, wie Zahnbürsten, Rasierern, Schermaschinen und Navigationsgeräten ist es, alleine dank der Technologie der Akkus, quasi vorprogrammiert, dass diese Geräte nach zwei bis drei Jahren den Geist aufgeben und im "Idealfall" genau nach Ablauf der Garantie auf dem Recyclinghof landen. Viel unnützer Müll und Elektroschrott für unsere Umwelt und klingelnde Kassen für die Hersteller. Schließlich kosten diese hochwertigen Elektro-Kleingeräte schon mal über 200 €.

Doch jetzt gibt es Abhilfe!

Der 44-jährige Frank Bräuer aus Hamburg hat diese Problematik als Marktlücke für sich entdeckt, als seine eigene Akku-Zahnbürste vor 4 Jahren kaputt ging. Jetzt hätte er sich eigentlich eine Neue kaufen müssen, wenn er auf die gewohnte komfortable Zahnreinigung nicht verzichten wollte.

Er wollte nicht verzichten, aber genauso wenig eine neue Zahnbürste kaufen, da sehr offensichtlich wieder einmal nur der Akku das Problem war. Er öffnete mit einem etwas improvisierten selbstangefertigten Sonderwerkzeug das Gerät und besah sich dessen Innenleben. Er fand ein Akkupack vor, welches sich weder vom Hersteller, noch im Fachhandel oder irgendwo im Internet beschaffen lies.

Was nun? Neugierig und als studierter Multimediadesigner auch mit dem Internet bestens vertraut, begann Frank Bräuer zu recherchieren, wo man nun ein solches Akkupack herbekommen könnte. Nach einem knappen Monat Recherche fand er einen Lieferanten, der nicht nur in der Lage war die Akkus wie gewünscht zu konfektionieren sondern auch mit der Fertigung von einem Einzelstück einverstanden war.

Als die Zahnbürste dann wieder schnurrte, kam der Tüftler auf die Idee, dass vielleicht doch auch andere Mitbürger ähnliche Probleme haben könnten. Er erstellte ein Serviceangebot für den Akkutausch und stellte es auf EBay online. Die ersten Wochen passierte wenig, doch nach und nach wurde die Nachfrage immer größer.

Heute bietet Frank Bräuer verschiedene Akkutausch-Services auf EBay, Amazon und über seinen eigenen Onlineshop (www.akkutauschen.de) an. Hinzu kommen Akkus für diverse Elektro-Kleingeräte, die mit Anleitung zum Selbereinlöten an Bastler in der ganzen Welt vertrieben werden. Angeboten werden die Serviceleistungen mittlerweile u.a. für Zahnbürsten, Rasierer, Schermaschinen, Navigationsgeräte sowie auf Anfrage, auch für alle anderen akkubetriebenen Kleingeräte, die sich bei genauem Hinsehen und mit der notwendigen Erfahrung dann doch alle irgendwie öffnen lassen.

Mittlerweile werden jeden Monat viele hundert Geräte bearbeitet und mit neuen Akkus bestückt. Viel hat sich seit der ersten Bastelei an der eigenen Zahnbürste von damals getan. Eigene Prüf- und Messverfahren wurden entwickelt, div. Sonderwerkzeuge selbst hergestellt und professionelles Equipment zur Reparatur angeschafft.

Der heutige Stand ist der, dass bereits über 10.000 Kleingeräte aus ganz Europa den Weg in die Firma "akkutauschen.de" von Herrn Bräuer gefunden haben und hier wieder fit gemacht wurden. Seine eigentliche Tätigkeit als Multimediadesigner hat Frank Bräuer schon lange absolut reduziert, um der Nachfrage überhaupt noch gerecht werden zu können. Doch neben dem unerwartet großen Erfolg freut er sich sehr, dass er mit seiner Arbeit einen Beitrag für die Reduzierung von Elektroschrott und somit etwas für die Umwelt tun kann.

Und auch die Kunden freuen sich!

Nur einen Bruchteil des Kaufpreises eines Neugerätes zahlen Sie für den Tauschservice und erhalten dafür ihr Gerät mit einem neuen und oft sogar leistungsstärkeren Akku zurück. Und die Kunden können nun Ihr Gerät auch noch viele weitere Jahre nutzen.

Und wenn der Akku, der oft durch die vielen kurzen Ladezyklen stark beansprucht wird und dann entsprechend auch wieder nur zwei bis drei Jahre hält, versagt, wissen sie ja, an wen sie sich wenden müssen, um den Weg zum Recyclinghof noch möglichst lange hinauszuzögern.
 
Quelle: ECO-News Deutschland, D-81371 München
http://www.akkutauschen.de
info@akkutauschen.de
    

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