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Rubrik:Umwelt & Naturschutz    Datum: 15.05.2017
Tennet eröffnet eine falsche Planung
HGÜ SUEDLINK ist eine Sackgasse für die Energiewende
Die Energiewende für Atomausstieg und Klimaschutz erfordert den Aufbau dezentraler und regionaler Strukturen, technisch und wirtschaftlich. Die Planung der HGÜ SUEDLINK berücksichtigt Dezentralität und Regionalität nicht. Der BUND Naturschutz fordert seit 2012 eine Strategische Umweltverträglichkeitsprüfung und die Alternativenprüfung eines dezentralen Energiekonzeptes für Deutschland und Bayern. Dies wurde nie untersucht. Der BUND Naturschutz lehnt daher die vorgelegte Planung der HGÜ SUEDLINK ab.

"Atomausstieg und Klimaschutz benötigen Erneuerbare Energien wie Wind und Sonne. Wir ernten Wind- und Sonnenstrom dezentral, regional und lokal. Also erfordert die nachhaltige Umsetzung der Energiewende vor allem regionale Konzepte und Akteure. Eigenstromnutzung, Projekte der Bürgerenergiegesellschaften, Kommunale Unternehmen - das sind die wichtigen Themen," so Franz Zang, Vorsitzender der Kreisgruppe Bad Kissingen des BUND Naturschutz in
Bayern e.V.

"Die Trasse SUEDLINK der TenneT, ob als Freileitung oder als Erdkabel, ist der falsche Weg und führt uns nicht auf den Weg der Energiewende. Mit den nun geplanten Erdkabeln werden uns massive Umwelteingriffe aufgezwungen. Umwelteingriffe ohne nachhaltige Rechtfertigung, aber verbunden mit gravierenden Naturzerstörungen. Wir werden uns in Unterfranken dagegen wehren, vor allem politisch. Und wir werden prüfen müssen, wann wir welche rechtlichen Schritte ergreifen müssen", warnt Richard Mergner, Landesbeauftragter des BUND Naturschutz in Bayern.

Der aktuellen Planung von SUEDLINK liegt die Novelle des Bundesbedarfsplanausbaugesetzes, auch Gesetz der Energieleitungen genannt, vom Dezember 2015 zugrunde. Dies beruht auf dem Netzentwicklungsplan 2024 der Bundesnetzagentur am Bundeswirtschaftsministerium.

"Die Planung von SUEDLINK berücksichtigt in keiner Weise die Klimaschutzziele der Klimakonferenz von Paris in 2015. Die Planungsgrundlagen verfehlen das internationale Ziel, die globale Klimaerwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Das Klimaschutzabkommen von Paris 2015 fordert nationale Aktionspläne. Der BUND Naturschutz fordert als nationalen Aktionsplan für Deutschland den Kohleausstieg bis spätestens 2030. 100 Prozent Erneuerbare Energien müssen bis vor dem Jahr 2035 erreicht werden. Dies wird mit SUEDLINK nicht gelingen", so Dr. Herbert Barthel, Referent für Energie und Klimaschutz beim BUND Naturschutz in Bayern e.V.

Nach einem sogenannten "Bürgerdialog" legte die TenneT nun einen Trassenkorridor von ca. 1000 Meter Breite vor, mit 2 - 3 parallelen alternativen Trassenkorridoren. Die mit der Antragskonferenz nun eröffnete Bundesfachplanung soll bis ca. 2018 final einen Trassenkorridor festlegen. Die dann folgenden Planfeststellungsverfahren sollen hieraus bis Ende 2020 die konkreten 30 Meter breiten Arbeitskorridore für das Erdkabel festlegen, rechtswirksam fixiert in einem Planfeststellungsbeschluss.

HGÜ SUEDLINK ignoriert aktuelle Fachstudien. Die Energiewende erfordert eine andere Organisation des Strommarktes und des Stromnetzbetriebs, wie (1) die VDE-Studie "zellularer Ansatz" von 2015, die zeigt, dass 100-Prozent Erneuerbare Energien eine deutlich andere Stromnetzstruktur als bisherige Netzentwicklungspläne aufweisen sollten, wie (2) die aktuelle VDE-Studie "Regionale Flexibilitätsmärkte", die zeigt, dass mit regionalen Ausgleichsmechanismen und flexibel aufeinander abgestimmtem Betrieb von Einspeisungen bzw. "Demand Side Management" ein deutlicher Abbau von Engpässen, und mit Kappung von Spitzen, eine Minderung des Übertragungs-Netzausbaus erfolgen kann und wie (3) die Studie von FAU Erlangen mit Prognos AG von 2016, die belegt, dass eine dezentrale Organisation von Strommärkten in Zellen eine Minderung der Gesamtkosten bietet; mit unterschiedlichen Stromknotenpreisen kann ein weitgehender Verzicht auf neue Gleichstromtrassen erreicht werden.

Der BUND Naturschutz fordert eine Strategische Umweltverträglichkeitsprüfung mit folgenden Eckpunkten: zellularer Ansatz mit regionalem Ausgleich, virtuelle Kraftwerke, Energietransport stofflicher Energieträger (Wasserstoff, Methan, .) hergestellt mit Überschüssen aus Erneuerbaren Energien Strom, flexibler und Strom-geführter Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplung zur Rückverstromung dieser stofflichen Energieträger, regionales Strommanagement mit regionalen Flexibilitätsmärkten, regionalen Stromanbietern, regionalen Bilanzkreisen, Optimierung der 110 Kilovolt-Hochspannungs-Verteilnetze. Aus Sicht des BUND Naturschutz fehlt der Planung der TenneT zu SUEDLINK ohne solch eine Alternativenprüfung die politische Legitimität.

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