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Presse-Stelle:  Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP), Pablo Ziller, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Tel./Fax 030/49854050, D-10409 Berlin
Rubrik:Politik & Gesellschaft    Datum: 14.02.2018
Die Menschheit verschläft den Klimaschutz
Agnes Becker (ÖDP): "Meeresspiegelanstieg bedroht uns alle!"
Neueste wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass der Meeresspiegel weltweit bis zum Ende dieses Jahrhunderts noch stärker ansteigen könnte als bisher vermutet. Eine neue Studie hält eine Verdopplung des bisher prognostizierten Anstiegs für möglich. Die wissenschaftlich unumstrittene Ursache dafür ist der vom Menschen durch den Ausstoß von Treibhausgasen verursachte Klimawandel. "Das ist eine alarmierende Erkenntnis, nicht nur für die Küstenregionen der Welt!", so Agnes Becker, kommissarische Bundesvorsitzende der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP).

Bisher ging man davon aus, dass der Meeresspiegel bis zum Jahr 2100 um 30 Zentimeter ansteigen könnte. Die aktuelle Untersuchung einer Gruppe von Wissenschaftlern um den Geophysiker Steve Nerem prognostiziert mehr als 65 Zentimeter. Und dennoch halten die US-Forscher ihre Studie noch immer für zu optimistisch: Der Anstieg könnte noch deutlich höher ausfallen. Zudem ist der Anstieg regional sehr unterschiedlich und kann demnach auch weit darüber liegen oder sogar unter das heutige Niveau sinken. Auch ein regionales Absinken des Meeresspiegels verursacht indes große Probleme.

Agnes Becker ist angesichts dieser Erkenntnisse sehr enttäuscht über den aktuell von Union und SPD vorgelegten Koalitionsvertrag. Dieser erwähnt nicht mit einem Wort die Problematik rund um den Anstieg des Meeresspiegels, welcher vor allem in Norddeutschland gravierende Folgen haben wird. Allgemein ist im Koalitionsvertrag sehr wenig Konkretes zum deutschen Klimaschutz zu lesen, während andere Passagen ausgesprochen detailreich sind. "Es fehlt an einer klimapolitischen Vision, welche ohne eine grundlegende Reform unseres Steuersystems kaum gedacht werden kann", so Becker.

Die ÖDP fordert eine höhere Besteuerung von klimaschädlichem Verhalten und umgekehrt steuerliche Vorteile für ressourcenschonendes Wirtschaften oder einen klimaschonenden Lebensstil. Dies wäre, so Becker, der Einstieg in eine klimaschonendere Wirtschaftsform. Becker: "Nur mit grundlegenden Reformen in der Gegenwart wird man einen derart dramatischen Anstieg des Meeresspiegels und andere verheerende Folgen des Klimawandels zumindest abmildern können."

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