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 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  ECO-News Deutschland, D-81371 München
Rubrik:Umwelt & Naturschutz    Datum: 28.06.2019
Zwei große Kannen für den Stadtbaum!
Hitze verlangt Hilfe der Bevölkerung
Unsere Stadtbäume haben kein leichtes Leben. Sie kämpfen mit den Schadstoffen aus der Luft, mit zu kleinen Pflanzflächen mit wenig Raum für Wurzeln, mit Salzeinsatz im Winter und mit Verletzungen durch Bauarbeiten oder Unfälle.

Jetzt erhöht der Klimawandel die bereits um drei bis fünf Grad höheren Temperaturen in der Stadt um weitere Grade und erhöht den Trockenstress der Straßenbäume zusätzlich. Das heißt, die Bäume verdunsten mehr als sie aus dem Boden nachziehen können.

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) fordert deshalb die Bevölkerung auf, gerade in Hitzeperioden den Stadtbäumen durch Extra-Kannen Wasser beim Überleben zu helfen. Die Kommunen versuchen zwar möglichst viele Stadtbäume mit Wasser zu versorgen, aber alle Bäume können nicht erreichen.

Je nach Größe des Baumes benötigt ein Straßenbaum täglich mindestens 9 bis 14 Liter. SDW-Bundesgeschäftsführer Christoph Rullmann appelliert deshalb an die BürgerInnen: "Jeder Eimer Wasser zusätzlich hilft den Bäumen, die heißen und trockenen Phasen besser zu überstehen. Vor allem die jungen Bäume sind aufgrund der kleineren Wurzeln am stärksten gefährdet."

In Zeiten des Klimawandels mit steigender Hitzebelastung in den Stadtzentren sind Stadtbäume und innerstädtische Grünflächen als natürliche Klimaanlagen überlebensnotwendig für die Bevölkerung. Bäume haben den größten positiven Einfluss auf das urbane Mikroklima. Die Laubbäume kühlen durch Verdunstung ihre Umgebung ab. Und sind effektive Schattenspender: Mit gerade einmal 15 Meter Kronendurchmesser schafft es ein einziger Laubbaum, eine Fläche von 160 m² mit seinem Schatten zu kühlen.

Hintergrundinfos zu Stadtbäumen:
Häufigste Straßenbäume in Deutschland (2014)
24 % - Linde
15 % - Ahorn
9% - Eiche
6 % - Platane
4 % - Rosskastanie

Bäume in Großstädten:
Berlin hat 438.000 Straßenbäume, davon 35 % Linden, 20 % Ahorne, 9 % Eiche und 6 % Platane.
Hamburg hat fast 250.000 Stadtbäume. Die häufigste Gattung ist die Linde, dicht gefolgt von der Eiche. Gemeinsam machen beide Gattungen mit über 100.000 Bäumen 45 % des Straßenbaumbestands aus.

Straßenbäume pro 1.000 Einwohner (2014)
Heilbronn - 198
Münster - 173
Hamburg - 132
Bremen - 124
Berlin - 123
Leipzig - 111
Köln - 69

Neuanpflanzungen:
Fachleute favorisieren für die Zukunft aufgrund der extremeren Klimabedingungen auch bisher nicht häufig gepflanzte Baumarten. Erste Untersuchungen zeigen, dass sie auch in der Lage sind, der einheimischen Insektenwelt ein Zuhause zu geben: Amberbaum, Baumhasel, Baummagnolie, Blumenesche, Buche, Edelkastanie, Eiche, Feldahorn, Ginkgo, Gleditschie, Hainbuche, Hopfenbuche, Japanische Zelkove, Judasbaum, Lederhülsenbaum, Linde, Schnurbaum, Tulpenbaum, Zierapfel oder Zierkirsche

Stadtbäume altern schneller
An den Straßen werden Bäume oft nur 60 bis 80 Jahre alt, in Parkanlagen werden auch 200 Jahre erreicht.

Pflegeintensität:
Die Pflegeintervalle der Bäume verlängern sich mit fortschreitendem Alter der Pflanzen. Jungbäume müssen alle drei bis fünf, ältere Exemplare nur etwa alle acht bis zehn Jahre sorgfältig geschnitten werden. Der Mittelwert für die Kosten der Pflege jedes Baumes beträgt dabei rund 50 Euro pro Jahr.

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) besteht seit 1947. Sie ist damit eine der ältesten deutschen Umweltschutzorganisationen. Heute sind in den 14 Landesverbänden rund 25.000 aktive Mitglieder organisiert. Ziel des Verbandes ist es, den Wald für die nachkommenden Generationen zu erhalten. Schwerpunkte der Arbeit sind der Waldschutz und die Waldpädagogik. Die Verbands- und Fachzeitschrift Unser Wald erscheint alle zwei Monate und gibt einen interessanten Einblick in den faszinierenden Wald sowie die SDW-Aktivitäten.

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