Zurück zur ECO-World Startseite

Haftungsausschluss
Impressum
GREEN BRANDS European Business & Biodiversity Campaign  








  Forum
 
 
HOME | Top-Nachrichten | Einrichten & Wohnen alle Nachrichten
 Hier finden Sie laufend aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich Ökologie.
Stichwort    Art 
Hilfe   neue Suche  alle Pressestellen anzeigen 
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit ECO-News, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.

 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  Umweltbundesamt für Mensch und Umwelt, D-06844 Dessau-Roßlau
Rubrik:Einrichten & Wohnen    Datum: 21.11.2017
Reparaturen von Haushaltsgeräten sollten steuerlich absetzbar sein
UBA legt zur Europäischen Woche der Abfallvermeidung 7-Punkte-Strategie gegen Obsoleszenz vor
Auch Reparaturen außerhalb des Haushalts sollten steuerlich absetzbar sein. Dies schlug das Umweltbundesamt (UBA) zum Start der Europäischen Woche der Abfallvermeidung (EWAV) vor. "Wenn der Handwerker ins Haus kommt und die Waschmaschine oder den Fernseher schon vor Ort reparieren kann, ist das steuerlich absetzbar. Dasselbe sollte gelten, wenn er das Gerät zur Reparatur mitnehmen muss", so Maria Krautzberger, Präsidentin des UBA. Der Vorschlag ist Teil einer 7-Punkte-Strategie des UBA gegen Obsoleszenz, die neben steuerlichen Instrumenten auch auf das Design von Produkten und die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Reparatur abzielt, um einem vorzeitigen Austausch von Produkten entgegen zu wirken.

Kurze Produktlebensdauern und kurze Produktnutzung sind eine Belastung für die Umwelt. Bei der Produktion von neuen Produkten werden wertvolle, nur begrenzt verfügbare Rohstoffe verbraucht. Der Abbau von Rohstoffen, Transportprozesse und die Produktion können mit teilweise erheblichen Umweltbelastungen verbunden sein. Zudem entstehen im Produktionsprozess zusätzliche Treibhausgasemissionen. Nicht zuletzt wachsen die Abfallberge durch die vielen früher entsorgten Konsumprodukte.

Um dem vorzeitigen Austausch von Produkten entgegenzuwirken, schlägt das UBA eine 7-Punkte-Strategie vor, die eine lange Produktlebensdauer und die Reparatur stärken sowie das Konsumverhalten der Verbraucherinnen und Verbraucher auf längere Haltbarkeit und Reparierbarkeit der Produkte hin lenken sollen. Diese basiert auf dem bereits veröffentlichten UBA-Positionspapier "Strategien gegen Obsoleszenz" und fokussiert auf sieben Maßnahmen, für welche jetzt eine Umsetzung erfolgen sollte:

  1. Längere Haltbarkeit und einfachere Reparierbarkeit: Mindestanforderungen für Reparierbarkeit und Langlebigkeit unter der EU-Ökodesign-Richtlinie umsetzen
  2. Angaben zu Reparierbarkeit und Reparaturservices sowie Verfügbarkeit von Ersatzteilen bei Produktkauf
  3. Verpflichtende Garantieangabe für Produkte
  4. Zugang zu Reparaturanleitungen, Ersatzteilen und Diagnosesoftware für unabhängige Reparaturbetriebe sicher stellen
  5. Ermäßigter Mehrwertsteuersatz für Reparaturdienstleistungen
  6. Steuerliche Absetzbarkeit von Reparaturen auch außerhalb des Haushalts
  7. Stärkung der Wertschätzung für Produkt

Die Gründe für Obsoleszenz sind vielfältig. Oft entsteht der Wunsch für ein neues Produkt, weil das "alte" aus der Mode gekommen ist. Oder weil Hard- und Software nicht mehr aktuell oder miteinander kompatibel sind. Doch auch entstehende Defekte durch mangelnde Leistungsfähigkeit von Materialien und Komponenten können eine Weiternutzung verhindern und einen Neukauf auslösen. Insbesondere dann, wenn die Reparatur des Gerätes zu teuer ist oder zu aufwendig erscheint.

"Umso wichtiger ist es, Reparaturservice verbrauchernah zu gestalten und bereits beim Design des Produktes an die Reparaturmöglichkeiten zu denken. Dafür sollte die Ökodesignrichtlinie der EU Vorgaben machen. Vorreiter ist hier das Umweltzeichen Blauer Engel, bei welchem wir Anforderungen zu Reparierbarkeit und Lebensdauer vor allem bei Elektro- und Elektronikprodukten bereits umsetzen", betont Krautzberger.

Das UBA stellt die 7-Punkte-Strategie zur Europäischen Woche der Abfallvermeidung vor. Die diesjährige EWAV steht unter dem Motto "Gib Dingen ein zweites Leben!" und soll Bürgerinnen und Bürgern Mut machen, mehr zu reparieren und Produkte länger zu nutzen. Außerdem soll aufzeigt werden, wie Produkte länger haltbar gemacht werden können. Vom 18. bis zum 26. November 2017 zeigen mehr als 1.000 Veranstaltungen in ganz Deutschland, wie das gehen kann.

Diskussion

  Login


Anzeige
www.ECO-World.de

 
 
  Aktuelle News
  RSS-Feed einrichten
Keine Meldung mehr verpassen

19.01.2018
Münchens Papiermüll-Pyramiden: 114 Millionen Papierhandtücher jährlich allein in Schulen, Kitas und Ämtern


18.01.2018
Echtes Engagement im Klimaschutz JOSERA petfood geht mit Carbon Tanzania und myclimate einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung klimaneutrale Produktion.


Trecker sind auf dem Weg zur Demo in Berlin Die ersten Bauern und Bäuerinnen sind gestartet. Für eine Agrarpolitik, die Mut macht

17.01.2018
Becker (ÖDP): "Am kommenden Samstag für Tierwohl und Agrarwende auf die Straße gehen!" ÖDP ruft zu großer Beteiligung an "Wir haben es satt"-Demo in Berlin auf


Das Bett aus Zirbenholz - wie kam es zu dem Hype? Massivholz ist sicher das beste und gesündeste Material für alle Wohn und Arbeitsräume, die Möbelmacher empfehlen Hartholz aus Franken und erklären den Zirbenhype im Nachhaltigkeitsblog


MdEP Buchner (ÖDP) setzt Menschenrechtsklausel bei Dual-use-Exporten durch Buchner: "Keine Überwachungstechnik für Diktatoren"


16.01.2018
Welt-Bio-Bewegung fordert Regulierung neuartiger Gentechnik Richtungsentscheidung beim Europäischen Gerichtshof am 18.1. erwartet

GLS Bank sucht auf BIOFACH bestes Nachwuchsunternehmen Attraktives Beratungs, Marketing- und Finanzierungspaket zu gewinnen. Einsendeschluss ist der 26. Januar 2018.


Weites Land mit kurzen Wegen Mobilitätsstrategien für den ländlichen Raum: Tagung der Evangelischen Akademie Loccum vom 15. bis 16. Februar 2018

  neue Partner