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Presse-Stelle:  ECO-News Deutschland, D-81371 München
Rubrik:Umwelt & Naturschutz    Datum: 01.02.2018
München hat die dreckigste Luft Deutschlands
Armutszeugnis für die Staatsregierung
In den letzten Jahren hieß der Spitzenreiter bei dreckiger Luft Stuttgart. Mit dem heutigen Tag hat die Landeshauptstadt München mit ihrer Messstation an der Landshuter Allee den traurigen Spitzenplatz erlangt. Vorgestern musste Bundesumweltministerin Barbara Hendricks bei EU-Umweltkommissar Karmenu Vella Versäumnisse der Bundesregierung eingestehen.

Die Bundesregierung muss daher eine Klage wegen dauerhafter Überschreitung der NO2-Grenzwerte erwarten. Anlässlich der heute vom Umweltbundesamt veröffentlichten Zahlen zur Luftqualität kommentiert der Landesbeauftragte und Sprecher des Bundesarbeitskreises Verkehr im BUND Richard Mergner: "Die heute veröffentlichten Daten zeigen, was von Umweltverbänden seit Jahren angeprangert wird. Münchner Luft ist nicht weiß - blau, sondern grau und gesundheitsgefährlich. Die Staatsregierung hat über Jahre die Gefahr für Gesundheit und Umwelt in allen bayerischen Großstädten verharmlost und ist tatenlos geblieben."

Der BUND Naturschutz fordert, dass alle Diesel-Fahrzeuge die vorgeschriebenen Stickoxid-Grenzwerte nicht nur auf dem Papier, sondern auch auf der Straße einhalten. "Die Autokonzerne sind verantwortlich dafür, dass Autos zu viele Schadstoffe ausstoßen, obwohl die technischen Möglichkeiten zur Nachrüstung längst gegeben sind. Wenn die Autokonzerne sich weigern, Filteranlagen auf ihre Kosten einzubauen, müssen sie von der Bundesregierung dazu gezwungen werden. Die Kumpanei zwischen Bundesregierung, bayerischer Staatsregierung und Autoindustrie ist unerträglich und muss zum Gesundheitsschutz der Bürger endlich beendet werden", so Mergner.

Den Brief der Umweltverbände an K. Vella finden Sie hier.

Die Daten des Umweltbundesamtes finden Sie hier.

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