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Presse-Stelle:  Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP), Pablo Ziller, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Tel./Fax 030/49854050, D-10409 Berlin
Rubrik:Politik & Gesellschaft    Datum: 04.12.2018
Klimaschutz funktioniert nicht ohne Abkehr vom Wachstumswahn!
ÖDP-Vorsitzender fordert Umsetzung der deutschen Klimaziele
Christoph Raabs, Bundesvorsitzender der ÖDP. Foto: ÖDP Bundespressestelle.
Kohleausstieg, Agrar- und Verkehrswende sowie die Beendigung des Wachstums- und Konsumwahnsinns - diese Hauptziele sieht Christoph Raabs, Bundesvorsitzender der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP), als unverzichtbare Grundvoraussetzungen bei der Bekämpfung des immer dramatischer werdenden weltweiten Klimawandels an. Nach dem Auftakt der Klimakonferenz im polnischen Kattowitz und vor dem Hintergrund großer Demonstrationen für einen raschen Kohleausstieg in Deutschland, sorgt sich Raabs um die Vorbildfunktion Deutschlands auf der internationalen Bühne im Bereich Klima- und Umweltschutz: "Wir dürfen uns nicht weiter klimapolitisch blamieren und müssen daher in Deutschland sofort Maßnahmen ergreifen, um die selbstgesteckten Klimaziele, nämlich eine Senkung der Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent im Vergleich zu 1990, noch zu erreichen", so Raabs.


Obwohl die amtierende Bundesregierung in ihrem Koalitionsvertrag betont, an den deutschen Klimazielen festhalten zu wollen, ist nach jetzigem Stand ein deutliches Verfehlen kaum mehr zu verhindern. Raabs zählt aus Sicht der ÖDP Maßnahmen auf, die eine rasche Reduktion der CO2-Emissionen nach sich ziehen würden, und somit die Klimaziele wieder greifbar werden ließen. Dazu gehörten u.a. die umgehende Abschaltung alter Braunkohlekraftwerke, ein einheitliches Tempolimit auf deutschen Autobahnen, ein massiver Ausbau von Stromspeichern, die Nutzung von Windgasanlagen sowie eine gerechte Besteuerung von Kerosin und Schiffsdiesel.

Noch wesentlicher ist für Raabs jedoch die Einsicht, dass die Menschheit ohne ein Infragestellen des westlichen Konsumverhaltens die anstehenden Probleme nicht meistern wird können. "Wenn wir die Produktion von kurzlebigen Produkten oder das unnötige Hin- und Herfahren von Gütern nicht eindämmen, werden wir angesichts weiter steigender Weltbevölkerung die Wende hin zu einer klimaneutralen Gesellschaft keinesfalls schaffen", so Raabs. Daher hält er eine progressiv steigende Besteuerung von klimaschädlichen Wirtschaftsaktivitäten für dringend geboten. "Wir brauchen den Umbau hin zu einer sozial-ökologischen Marktwirtschaft und eine Abkopplung der Wohlfahrtssysteme vom Wirtschaftswachstum", sagt Christoph Raabs abschließend.

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