Zurück zur ECO-World Startseite

Haftungsausschluss
Impressum
Datenschutzerklärung
 








  Forum
 
 
HOME | Top-Nachrichten | Politik & Gesellschaft alle Nachrichten
 Hier finden Sie laufend aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich Ökologie.
Stichwort    Art 
Hilfe   neue Suche  alle Pressestellen anzeigen 
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit ECO-News, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.

 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP), Pablo Ziller, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Tel./Fax 030/49854050, D-10409 Berlin
Rubrik:Politik & Gesellschaft    Datum: 26.05.2016
OVG Münster sieht keinen Rechtsverstoß beim Kükenschreddern
ÖDP: Tierschutz muss vor Profitinteressen stehen!
Foto: condesign/pixabay.com
Das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen hat am 20. Mai 2016 entschieden, dass die Tötung männlicher Eintagesküken aus Legehennenrassen mit dem Tierschutzgesetz vereinbar ist. Die männlichen Tiere der spezialisierten Legehennenrassen legen keine Eier und würden bei der Mast zu wenig Fleisch ansetzen, so dass sich ihre Aufzucht nicht lohnt. Das OVG führt in seiner Begründung aus, dass das Töten also aus wirtschaftlichen Gründen erfolgt und damit ein "vernünftiger Grund" im Sinne des Tierschutzgesetzes vorliegt. Die von den Landkreisen Gütersloh und Paderborn gegen Brütereien erlassenen Untersagungsverfügungen sind danach rechtswidrig.

"Das Problem an der Entscheidung ist nicht die Auslegung des Gesetzes durch das Gericht", erklärt der Landwirtschaftsexperte der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) Klaus Wagner zu dem Urteil, "sondern das Tierschutzgesetz selbst, das eine solche Auslegung zulässt." Anders als sein Name vermuten lasse, diene das "Tierschutzgesetz" in erster Linie der Rechtfertigung von eigentlich tierschutzwidrigen Handlungen, in dem "vernünftige Gründe" gegen die ethisch gebotene Achtung vor dem Tier als Mitgeschöpf aufgewogen würden. Dazu zählen auch wirtschaftliche Gründe. "Das Tierschutzgesetz schützt also in Wirklichkeit die Wirtschaft davor, echten Tierschutz praktizieren zu müssen. Hierin liegt der eigentliche Skandal", erläutert Wagner.

Die ÖDP sieht den Gesetzgeber in der Pflicht, das Tierschutzgesetz so zu ändern, dass ethische Maßstäbe in der Frage des Tierschutzes den klaren Vorrang vor wirtschaftlichen Erwägungen bekommen. Dies gebiete schon der Umstand, dass der Tierschutz zwar im Grundgesetz verankert ist, eine dementsprechende Umsetzung dieses Verfassungsauftrages bisher aber nicht erfolgt sei. Erst auf einer solchen Grundlage könnte die Justiz wirksam gegen offensichtlich tierschutzwidrige Praktiken vorgehen, schließt der ÖDP-Politiker seine Ausführungen ab.

Diskussion

ÖDP: Tierschutz muss vor Profitinteressen stehen! (reggien am 01.06.2016 01:41:34)
Author reggien
Date 01.06.2016_01:41:34
Subject ÖDP: Tierschutz muss vor Profitinteressen stehen!
Message Und was macht die ÖDP konkret, dass das Tierschutzgesetz entsprechend geändert wird?
Login



 
 
  Aktuelle News
  RSS-Feed einrichten
Keine Meldung mehr verpassen

22.06.2018
Sauberes Wasser dank Fairtrade: Ugandische Bauern investieren in ihre Zukunft Ökologische Landwirtschaft braucht kaum mehr Fläche als konventionelle - die Gesamtbilanz ist deutlich positiv


21.06.2018
Nitrat-Urteil des EuGH & Düngegesetzgebung Benachteiligung für Wasserschützer beseitigen, legale Nitratverschmutzung stoppen

20.06.2018
Resümee der ÖDP zum Petersberger Klimadialog Jan Altnickel (ÖDP): Ambitionierte Maßnahmen zur CO2-Reduktion in Angriff nehmen!


Beitragssatz zur Pflegeversicherung steigt! Sebastian Högen (ÖDP): "Politische Flickschusterei seit Jahrzehnten"


19.06.2018
Heute in den strucTEM-Mikroskopen: wunderschöne Kirschblüten! Kleine Umwelt ganz groß: Faszination Mikrowelt #9


Sauberhafter Schulweg: Über 20.000 Kinder nehmen an der Aktion für den Umweltschutz teil Schülerinnen und Schüler gehen mit gutem Beispiel voran und sammeln achtlos weggeworfenen Müll ein


Eine Ernährungsstrategie für München Münchner Ernährungsrat gegründet


"Zurückgegebene Waren dürfen auf keinen Fall einfach vernichtet werden!" ÖDP wehrt sich gegen Wegwerfwahn im (Online-)Handel


18.06.2018
Dringende Empfehlung EU-Agrarrat sollte Entscheidung treffen, Milchpulver aus Intervention als Tierfutter zu verwerten

  neue Partner