Zurück zur ECO-World Startseite

Haftungsausschluss
Impressum
Datenschutzerklärung
 








  Forum
 
 
HOME | Top-Nachrichten | Energie & Technik alle Nachrichten
 Hier finden Sie laufend aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich Ökologie.
Stichwort    Art 
Hilfe   neue Suche  alle Pressestellen anzeigen 
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit ECO-News, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.

 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  ECO-News Deutschland, D-81371 München
Rubrik:Energie & Technik    Datum: 01.02.2024
Klimabilanz von Verbrennern weit schlechter als von E-Autos
Neue ifeu-Studie bestätigt den Kurs, im Verkehr vorwiegend auf batterieelektrische Antriebe zu setzen
Ein batteriebetriebenes Fahrzeug ist aus Klimaperspektive immer einem Verbrenner überlegen, selbst wenn dieser in Zukunft synthetische Kraftstoffe tankt. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des ifeu Instituts im Auftrag des Umweltbundesamts, die die Umweltwirkungen von Pkws, Lkws und Transportern mit unterschiedlichen Antrieben untersucht.

© menno de jong; Pixabay.com
Nun ist es wissenschaftlich bestätigt: Elektrisch angetriebene Fahrzeuge haben deutliche Klimavorteile gegenüber Verbrennern. Und zwar selbst dann, wenn Autos mit Verbrennungsmotoren in Zukunft mit strombasierten synthetischen Kraftstoffen - so genannten E-Fuels - betrieben werden. Das gilt für Pkws, Lkws und leichte Nutzfahrzeuge gleichermaßen.

Im Auftrag des Umweltbundesamts haben die ifeu-Forschenden die Umweltbelastung, die die drei Fahrzeugtypen bei unterschiedlichen Antriebsarten generieren, über den gesamten Lebensweg der Fahrzeuge berechnet - von der Produktion über die Nutzung bis zur Entsorgung. In der Studie berücksichtigt und verglichen wurden Verbrenner mit Benzin, Diesel oder Erdgas, Wasserstofffahrzeuge mit Brennstoffzelle sowie batterieelektrische Fahrzeuge und PlugIn-Hybride. Die Berechnung ging davon aus, dass fossile Kraftstoffe nach und nach durch E-Fuels aus erneuerbaren Stromquellen ersetzt werden und Elektrofahrzeuge mit dem sich stetig verbessernden deutschen Strommix geladen werden.

Elektroautos kurz- und langfristig die umweltfreundlichste (Auto)Wahl
Das Ergebnis: Elektrofahrzeuge, die bereits heute die geringsten Auswirkungen aufs Klima haben, schneiden langfristig auch in anderen Wirkungskategorien wie Feinstaubbelastung, Versauerung oder Ozonschädlichkeit besser ab als Verbrenner. Noch schlägt allerdings vor allem der verbleibende Anteil von Kohlestrom im Strommix bei der Umweltwirkung von Elektrofahrzeugen negativ zu Buche und verschlechtert ihre Bilanz in diesen Wirkungskategorien.

Mit der umfassenden technischen Modellierung und der auf unterschiedlichen Szenarien basierenden Berechnung bis zum Jahr 2050 ist die neue ifeu-Studie die aktuell umfangreichste Untersuchung zum Thema 'Alternative Antriebe und ihre Umweltwirkungen'.

Die Forschenden gehen davon aus, dass die Wirtschaft ab 2050 weltweit weitestgehend klimaneutral funktioniert. Das macht alle Antriebsarten in Zukunft deutlich klimafreundlicher als heute und senkt die THG-Emissionen aller Fahrzeugtypen im Vergleich zu heute um mindestens 95 Prozent. Aber auch in diesem Szenario kämen batterieelektrische Fahrzeuge mit deutlich geringeren Mengen erneuerbarer Energie aus als Fahrzeuge mit aufwändig hergestellten strombasierten synthetischen Kraftstoffen (E-Fuels). Ein Pkw (Baujahr 2030) müsste über seine gesamte Lebensdauer zwischen 70-90 Prozent vollständig erneuerbare E-Fuels tanken, um auf die gleiche Klimawirkung wie ein batterieelektrisches Fahrzeug zu kommen.

Fahrzeug-Akkus nicht so schlecht wie ihr Ruf
Außerdem hat sich die neue Studie mit der Umweltbilanz von Fahrzeug-Akkus befasst. Die ifeu-Forschenden haben Herstellung, Nutzung, Weiternutzung und Entsorgung dieser Akkus analysiert. Und kommen zu dem Ergebnis, dass deren Bilanz nicht so schlecht ist wie ihr Ruf: Über den gesamten Lebensweg betrachtet sind die Akkus für lediglich 15 bis 20 Prozent der Klimawirkung eines E-Fahrzeugs verantwortlich. Gleichzeitig gibt es noch großes Potenzial, die Ökobilanz der Akkus weiter zu verbessern. Verbesserungen bei der Nachhaltigkeit von Lieferketten und Produktionsprozessen sowie bei den Akkutechnologien und ein stark sinkender Anteil fossiler Energie in der Fertigung werden die aktuell noch hohen THG-Emissionen von Akkus massiv reduzieren. Das gilt - auch das zeigt die Studie - genauso für andere Komponenten wie Brennstoffzellen sowie die Infrastruktur von Oberleitungs- Lkws.

Die neue ifeu-Studie bestätigt den bereits in weiten Teilen von Wirtschaft und Politik eingeschlagenen Kurs, im Verkehr vorwiegend auf batterieelektrische Antriebe zu setzen. Zwar haben auch Wasserstoff und synthetische Kraftstoffe das Potenzial, die Umweltbilanz von Fahrzeugen deutlich zu verbessern - wenn der für die Herstellung notwendige Strom zukünftig weitestgehend fossilfrei erzeugt wird. Aber es steht zu erwarten, dass E-Fuels vor allem in energieintensiven Industriesektoren sowie im Schiffs- und Flugverkehr nachgefragt werden. Dass der Energiemarkt E-Fuels für den Straßenverkehr zu akzeptablen Preisen zur Verfügung stellt, gleicht einer enormen Herausforderung.

Es wird absehbar sehr viel schneller gelingen, den nationalen Strommix fossilfrei zu bestücken. Und diese Entwicklung lässt sich mit batteriebetriebenen Fahrzeugen am besten nutzen. Der treibhausgasneutrale Verkehr der Zukunft - so das Ergebnis der Studie - ist mit Elektrofahrzeugen am schnellsten umzusetzen.

Weitere Informationen
Download Gesamtstudie als PDF: "Analyse der Umweltbilanz von Kraftfahrzeugen mit alternativen Antrieben oder Kraftstoffen auf dem Weg zu einem treibhausgasneutralen Verkehr"

Über das Institut
Das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu) zählt zu den bedeutenden ökologisch ausgerichteten Forschungsinstituten in Deutschland. An den Standorten Heidelberg und Berlin sind aktuell über 100 Mitarbeiter*innen aus dem Bereich der Natur-, Ingenieurs- und Gesellschaftswissenschaften beschäftigt. In zahlreichen Forschungs- und Beratungsprojekten für nationale und internationale Auftraggeber sucht das ifeu wissenschaftlich, unabhängig, praxisnah, transdisziplinär, kreativ und ganzheitlich Antworten auf drängende Umwelt- und Nachhaltigkeitsfragen. Im Fokus stehen dabei u.a. die Gestaltung einer zukunftsorientierten Mobilität sowie Strategien für einen schonenden und effizienten Umgang mit natürlichen Ressourcen. Das Institut ist gemeinnützig, wirtschaftlich eigenständig und finanziert sich ausschließlich über projektgebundene Mittel.

Das ifeu ist Mitglied im "Ecological Research Network" (Ecornet), dem Netzwerk der außeruniversitären, gemeinnützigen Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschungsinstitute in Deutschland.


Diskussion

  Login



 
 
  Aktuelle News
  RSS-Feed einrichten
Keine Meldung mehr verpassen

23.02.2024
DFGE und EcoVadis: Strategische Partnerschaft um drei Jahre verlängert DFGE baut die strategische Partnerschaft mit EcoVadis aus, um die Nachhaltigkeitsleistung von Unternehmen und deren Wertschöpfungsketten weiter zu verbessern.


22.02.2024
Modellprojekt zu Lastenrad-Mietsystemen erfolgreich abgeschlossen Positive Bilanz des Modellprojekts: Mehr Last auf dem Rad - weniger Last im Verkehr


20.02.2024
Vegan und fit: Diese Vorteile bietet pflanzliches Protein


19.02.2024
Raritätenfund in der Schwäbischen Alb: Extrem seltene Fledermaus im Weißensteiner Wald nachgewiesen


KWKG- und Offshore-Umlage für Wärmepumpen erstatten lassen Der Antrag muss dem Netzbetreiber bis zum 28. Februar vorliegen.

Deutsche Umwelthilfe unterstützt Klage von Berliner Mieter gegen absurdes Verbot von Balkonkraftwerk: Bundesregierung bremst rechtssichere, unbürokratische Anbringung weiter aus


Studie enthüllt Menschenrechtsverletzungen in Palmöl-Lieferketten - mehr als 20 Unternehmen in Deutschland betroffen Romero Initiative (CIR) fordert Einhaltung der Sorgfaltspflichten gemäß Lieferkettengesetz


Kriminalisierung von Klimaaktivist*innen in Uganda sofort stoppen Erklärung zu Repressionen gegen Klimaaktivist*innen in Uganda von Kathrin Henneberger

Anteil von Getränken in Mehrwegverpackungen leicht gesunken

Gemeinsam für 1,5 °C! MHP neuer Partner von right°


Eine echte Erfolgsgeschichte: Blockchain-Technologie für transparenten Wasserhandel Mit dem ganzheitlichen Co-design-Ansatz von Fujitsu wurde jedoch nicht nur diese Initiative erfolgreich umgesetzt.


16.02.2024
Besserer Schutz für den Balkanluchs Gemeinsame Presseinformation von EuroNatur, MES, PPNEA, ERA und KORA


KENFO: Neue Recherche zeigt fossile Investitionen des deutschen Atomfonds Alle gefundenen Öl und Gasunternehmen wollen ihre fossilen Geschäfte ausbauen und gefährden damit die Pariser Klimaziele


SDW für Vielfalt und Demokratie Gemeinsames Engagement als Krisenbewältigung

Demokratieförderung ist eine Daueraufgabe Sozialverband VdK fordert Planungssicherheit für Initiativen, die sich für politische Bildung engagieren // Verena Bentele: "In Zeiten wie diesen ist Demokratieförderung besonders wichtig"

NaturFreunde fordern Abschaffung aller Atomwaffen in Europa Uwe Hiksch: "Die Mär vom atomaren Schutzschirm war schon immer falsch"

BIOFACH und VIVANESS 2024: kollaborativ und zukunftsorientiert Rund 35.000 Fachbesucher erreichte das Messe-Duo 2024. Im Fokus standen Dialog, Interaktion und Kooperation.


Flüssiger Wasserstoff - der Motor unserer Zukunft Möglichkeiten, Risiken und Chancen für die künftige Anwendung


Change Maker gesucht: MBA Zukunftstrends und Nachhaltiges Management Starte 2024 Dein persönliches Zukunftsprogramm: Studienbeginn am 13. März


15.02.2024
Kröten, Frösche und Molche gehen jetzt in ganz Deutschland auf Partnersuche Wer sich an Geschwindigkeitsbegrenzungen hält und bremsbereit fährt, kann sie schützen