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Presse-Stelle:  ECO-News Deutschland, D-81371 München
Rubrik:Umwelt & Naturschutz    Datum: 02.02.2024
"Erhalt der Moore ist wichtig für den Klimaschutz, die Biodiversität und einen gesunden Wasserhaushalt"
Moorschutzprogramm des Landes bei der Stiftung Natur und Umwelt (SNU) bündelt Maßnahmen in Rheinland-Pfalz - Moorkataster wird aufgebaut
Moore sind Lebensräume, Wasserspeicher und Klimaschützer - an die besonderen Eigenschaften und die akute Bedrohung von Feuchtgebieten erinnert seit 1997 der Internationale Tag der Feuchtgebiete jährlich am 2. Februar.

"Moore gehören zu den wertvollsten Ökosystemen in Rheinland-Pfalz. Sie sind Lebensraum für seltene, hoch spezialisierte Pflanzen und Tiere und dienen damit der Sicherung der Biodiversität. Die Moorgebiete tragen in besonderer Weise auch zur Wasserspeicherung und zum Wasserrückhalt bei. Zudem sind in ihnen große Mengen CO2 gespeichert", erklärte Umwelt- und Klimaschutzministerin Katrin Eder. Fallen Moore trocken, weil beispielsweise durch den Klimawandel Niederschläge ausbleiben oder alte Gräben sie entwässern, entweicht das in ihnen gebundene CO2 in die Atmosphäre.

Seit 2023 setzt die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz (SNU) im Auftrag der Umweltministerin das Moorschutzprogramm des Landes um. Zu diesem Zweck sind zwei Personalstellen neu geschaffen worden. Aktivitäten im Moorschutz werden hier zentral gebündelt und mit fachlicher Expertise Projekte im ganzen Land koordiniert und begleitet. Oberstes Ziel ist dabei die Wiedervernässung von Mooren und weiteren Feuchtgebieten, denn nur nasse Moore können ihre vielseitigen Funktionen erfüllen. Erreicht wird dies beispielsweise, indem Entwässerungsgräben verschlossen und verfüllt werden. Aber auch das Einzugsgebiet eines Moores muss für eine erfolgreiche Wiedervernässung mitgedacht werden, um die Wasserversorgung in diesen ganz besonderen Feuchtgebieten langfristig zu stabilisieren.

Ein Moorkataster, verbunden mit umfangreichen moorkundlichen Erhebungen, wird parallel dazu aufgebaut. Es dient künftig als wichtige Planungsgrundlage, indem es einen Überblick über die Verbreitung und den Zustand der Moore und über mögliche Handlungserfordernisse verschafft.

Um den Herausforderungen des Moorschutzes aus möglichst vielen Blickwinkeln zu begegnen, wurde zudem eine interdisziplinäre "Begleitende Fachgruppe" im Umweltministerium eingerichtet. Die Arbeit der Moorschutzstelle wird so von Expertinnen und Experten der Naturschutz-, Wasserwirtschafts-, Bodenschutz- und Forstverwaltung unterstützt, sei es durch die Bereitstellung von Grundlagendaten oder über den fachlichen Austausch zu den vielfältigen Fragestellungen und Aufgabenfeldern.

Da zahlreiche Moore und Feuchtgebiete in Rheinland-Pfalz im Wald liegen, arbeiten das Moorschutzprogramm und Landesforsten bei der Umsetzung der Moorschutzprojekte Hand in Hand. Dabei kann man bereits auf einige gemeinsam durchgeführte Projekte zurückblicken und auf den dabei gewonnenen Erfahrungen aufbauen. So werden seit 2011 in der Betreuung der SNU etliche Moore und Feuchtgebiete in Eifel und Hunsrück renaturiert.

Neben diesen Regionen möchte das Moorschutzprogramm in Zukunft auch weitere Gebiete im Land in den Fokus nehmen, die in Sachen Moorschutz bisher weniger Beachtung fanden. Denn auch die Waldmoore in der Pfalz und im Westerwald, die ausgedehnten Moorgebiete in der Westpfälzischen Moorniederung und die Niedermoore in den verlandeten Flussschlingen entlang des Rheins sollen in Zukunft wieder nasser werden - was für ein gesundes Moor so wichtig ist.

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