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Umwelt & Naturschutz   
Mexikanische Umweltaktivisten ermordet
CBG fordert Aufklärung
In Mexiko fiel der Agrar-Ingenieur und Umweltaktivist Homero Gómez González einem Mord zum Opfer. Der 50-Jährige verschwand am 13. Januar spurlos, mehr als zwei Wochen danach wurde seine Leiche in einem zur Stadt Ocampo gehörenden Wasserreservoir aufgefunden. Nach Angaben seines Bruders war Gómez González zuletzt bei einem Treffen mit dem Bürgermeister von Ocampo und Verwaltungsbeamt*innen lebend gesehen worden. Lokale Medien verdächtigen die Organisierte Kriminalität der Tat, denn diese war an den illegalen Abholzungsaktionen beteiligt, gegen die Gómez González gekämpft hatte.

Homero Gómez González entstammte einer Familie von Holzfäller*innen. Er hatte sein Leben dem Erhalt des Monarchfalters gewidmet. Dieser Schmetterlingsart kommt durch ihre Bestäubungsleistung eine wichtige Funktion in der Nahrungsmittelkette zu. Überdies hat sie wegen ihrer Schönheit und Größe Eingang in die Mythologie verschiedener indigener Kulturen gefunden. Die Monarchfalter-Population ging jedoch seit einiger Zeit drastisch zurück, nicht zuletzt durch das von der BAYER-Tochter MONSANTO produzierte Pestizid Glyphosat. Der Falter legt seine Eier nämlich ausschließlich auf den Blättern der Seidenpflanze ab, deren Bestände sich aufgrund des massiven Einsatzes dieses Herbizids um bis 80 Prozent reduzierten. Da Glyphosat die Lebensgrundlagen des Schmetterlings direkt angreift, hatte Gómez González zu Widerstand gegen MONSANTO aufgerufen.

Dann kam am 1. Februar ein zweiter Mord entdeckt. In Ocampo wurde der leblose Körper des Umweltaktivisten Raúl Hernández Romero entdeckt. Der Kopf des Mannes, den seine Frau fünf Tage vorher als vermisst gemeldet hatte, wies Anzeichen schwerer Gewalteinwirkung auf. Auch hier gibt es einen Zusammenhang mit den durch BAYER-Glyphosat bedrohten Monarchfaltern. Hernández Romero arbeitete als Tourist*innenführer im Monarchfalter-Schutzgebiet El Rosario. Die Behörden überprüfen, ob zwischen den beiden Morden ein Zusammenhang besteht.

In Mexiko werden immer wieder Aktivist*innen und kritische Journalist*innen getötet. Im Jahr 2019 waren es insgesamt 790. Viele von ihnen werden umgebracht, weil sie sich für den Erhalt der Umwelt einsetzten. Die Mörder gehören oft kriminelle Gangs oder Drogenkartellen an.

Marius Stelzmann von der Coordination gegen BAYER-Gefahren kommentiert die aktuellen Morde mit den Worten: "Bei den Morden an Homero Gómez González und Raúl Hernández Romero gibt es einen augenfälligen Zusammenhang mit den von BAYER-Glyphosat bedrohten Monarchfaltern. Damit stellt sich die Frage, wer steckt hinter diesen Verbrechen? Die CBG fordert die Einsetzung einer unabhängigen Untersuchungskommission sowie eine restlose Aufklärung dieser Verbrechen."

Das internationale Netzwerk der Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) organisiert seit 1978 erfolgreich Widerstand gegen einen der großen Konzerne der Welt. Rund um den Globus und zu allen mit der Erwirtschaftung der BAYER-Profite verbundenen Problemen. Die CBG versteht ihre Arbeit als Beispiel, um derart die Strukturen von Konzernverbrechen und Konzernwillkür konkret und verstehbar zu machen. Die CBG macht Mut gegen Konzernmacht, übt Solidarität mit Opfern und Betroffenen, informiert kontinuierlich die nationale und internationale Öffentlichkeit (u.a. mit der seit 1982 erscheinenden Zeitschrift Stichwort BAYER), organisiert Widerstand und Protest.
 
Quelle: ECO-News Deutschland, D-81371 München
http://www.cbgnetwork.org
info2@CBGnetwork.org
    

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