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Umwelt & Naturschutz   
One Planet Summit - Vom Reden ins Handeln kommen
Steffi Lembke zum Beitritt Deutschlands in die High-Ambition-Coalition zum Schutz unserer Natur
Zum Beitritt Deutschlands in die High-Ambition-Coalition zum Schutz unserer Natur im Rahmen des "One Planet Summit" erklärt Steffi Lemke, Parlamentarische Geschäftsführerin und Sprecherin für Naturschutzpolitik:

Zum Jahreswechsel hätten nahezu alle völkerrechtlich vereinbarten internationalen Ziele im Natur- und Umweltschutz erreicht sein sollen. Das ist in Deutschland komplett gescheitert. Der Beitritt der Bundesregierung in die High-Ambition-Coalition zum Schutz unseres Planeten ist dementsprechend zu bewerten: Es klingt gut und ist auch ein richtiger Schritt. Es kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass keines der selbstgesteckten nationalen Ziele zum Schutz unserer Natur durch die Bundesregierung in den vergangenen 16 Jahren zufriedenstellend erreicht wurde. Während auf internationaler Ebene immer weiter neue Lippenbekenntnisse formuliert werden, sind die eigenen Naturschutzziele krachend gescheitert. Das entbehrt jeglicher Ernsthaftigkeit und Glaubwürdigkeit.
Wir fordern die Bundesregierung auf, den Schutz unserer Natur endlich zu priorisieren und auch in anderen Politikbereichen fest zu verankern.

Naturzerstörerische Landwirtschafts- und Fischereipolitik müssen beendet werden. Wir brauchen dringend eine drastische Reduzierung des Flächenverbrauchs und ein wirksames Lieferkettengesetz gegen Entwaldung und Raubbau an unserer Natur.

Auch in der Naturschutzfinanzierung braucht es endlich einen Paradigmenwechsel - weg von kleinen Pilotprojekten, hin zu einer nachhaltigen Naturschutzfinanzierung in der Fläche. Unser grüner Vorschlag: Zehn Prozent der Gelder im Energie- und Klimafonds sollten alljährlich in naturbasierten Klimaschutz investiert werden, um die Wiederherstellung unserer Natur, wie zum Beispiel die Wiedervernässung von Mooren oder die Renaturierung von Flussauen, voranzutreiben. Gleichzeitig könnten dadurch die Klimakrise und das Arten-Aussterben bekämpft werden. Dies ist letztlich auch ein Baustein, um internationale Naturschutzziele umzusetzen, mit guten Beispiel voranzugehen und bis zum Jahr 2030 insgesamt 30 Prozent unserer Erde unter Schutz zu stellen.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher
 
Quelle: Bündnis 90/ Die Grünen Bundesvorstand, D-10115 Berlin
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