Zurück zur ECO-World Startseite

Haftungsausschluss
Impressum
Datenschutzerklärung
 








  Forum
 
 
HOME | Top-Nachrichten | Politik & Gesellschaft alle Nachrichten
 Hier finden Sie laufend aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich Ökologie.
Stichwort    Art 
Hilfe   neue Suche  alle Pressestellen anzeigen 
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit ECO-News, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.

 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  ECO-News Deutschland, D-81371 München
Rubrik:Politik & Gesellschaft    Datum: 09.09.2018
Nach Bangkok: Noch viel Arbeit bis zum Klimagipfel
Klarheit über Klimafinanzierung für erfolgreichen Gipfel im Dezember nötig
Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch sieht nach den endenden Klimaverhandlungen noch viel Arbeit bis zum Klimagipfel (COP 24) Anfang Dezember. In Bangkok standen die Umsetzungsregeln für das Pariser Abkommen im Mittelpunkt. "Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit", sagt Rixa Schwarz, Teamleiterin für Internationale Klimapolitik bei Germanwatch, die mit ihrem Team die Verhandlungen vor Ort beobachtet hat. "Bei einigen Themen wurden Fortschritte gemacht, aber in anderen Bereichen haben sich die Verhandler blockiert. Bis zum Klimagipfel Anfang Dezember muss noch intensiv am Text des Regelbuchs gearbeitet werden. Aber für einen erfolgreichen Gipfel in Katowice brauchen wir nicht nur ein gutes Regelbuch, sondern auch mehr Klarheit über die finanzielle Unterstützung für Klimaschutz, Klimaanpassung und den Umgang mit Klimawandelfolgen in den ärmsten Ländern."

Bis zum Klimagipfel im Dezember ist noch viel zu tun.
Foto: emmagrau, pixabay.com
Nach Einschätzung von Germanwatch gab es bei einigen zentralen Elementen der Umsetzungsregeln deutliche Fortschritte, beispielsweise bei den Vorschriften zur Transparenz der Maßnahmen für Klimaschutz und -anpassung. Bei anderen Elementen waren die politischen Differenzen aber so groß, dass noch keine konkreten Textentwürfe erarbeitet werden konnten. Schwarz: "Wenn die Verhandler heute die Textentwürfe zur Seite legen und erst im Dezember in Katowice wieder hervorholen würden, würde die Zeit zu knapp. Daher ist es wichtig, dass die Vorsitzenden der Verhandlungsgruppen den Auftrag bekommen, bis dahin weiter am Text zu arbeiten, so dass zu Beginn des Klimagipfels eine belastbare Grundlage vorliegt."

Verhandlungen zur Klimafinanzierung festgefahren
Das Ergebnis der COP 24 müsse verschiedene Themen umfassen, erläutert Schwarz: "Bislang klafft eine enorme Lücke zwischen den Pariser Klimazielen und dem, was die Staaten tatsächlich tun. Um diese Lücke zu schließen, muss in Katowice ein Paket beschlossen werden: Erstens eine Verpflichtung der Staaten die eigenen unzureichenden Klimaziele zu erhöhen, zweitens ein Sofortprogramm der Industrieländer, bereits bis 2020 mehr beim Klimaschutz zu tun, drittens Klarheit, dass die erforderliche Klimafinanzierung für arme Länder fließen wird und viertens Umsetzungsregeln, damit Klimaschutz und Klimafinanzierung transparent und vergleichbar werden." Doch die Verhandlungen zur Klimafinanzierung sind festgefahren. "Die Industrieländer müssen für verlässliche Klimafinanzierung sorgen, damit weltweit Klimaschutz und Anpassung an Klimawandelfolgen möglich wird", sagt Schwarz. "Wir erwarten vor allem auch von der EU Zusagen."

Die nächsten Gelegenheiten für Fortschritte in der internationalen Klimapolitik bieten der Global Climate Action Summit (GCAS) in San Francisco schon in der kommenden Woche und die UN-Generalversammlung mit der New York Climate Week Ende des Monats. Germanwatch erwartet in San Francisco ein starkes Signal für ehrgeizigen Klimaschutz - von Regierungen und nicht-staatlichen Akteuren gleichermaßen. Die Ministertreffen in New York zur Climate Week und dann zur Pre-COP im November sind Gelegenheiten, Kompromisse bei den politischen Knackpunkten auszuloten. Die polnische COP-Präsidentschaft wird nach Einschätzung von Germanwatch dafür eine aktivere Rolle spielen und sich in den nächsten Wochen das Vertrauen der Verhandlungsparteien erarbeiten müssen.

Rixa Schwarz: "Auch Deutschland und die EU müssen ihren Beitrag zu einer erfolgreichen COP 24 leisten. Die Bundeskanzlerin muss bis zum Klimagipfel erklären, wie die versprochene Verdopplung der deutschen Klimafinanzierung umgesetzt werden soll und entsprechende Unterstützung für den Grünen Klimafonds zusagen. Die Kohlekommission muss erste Ergebnisse vorlegen, die zeigen, dass Deutschland ernst macht mit dem Klimaschutz. Und die EU muss klar signalisieren, dass sie das unzureichende 2030-Klimaziel erhöhen wird."

Diskussion

  Login



 
 
  Aktuelle News
  RSS-Feed einrichten
Keine Meldung mehr verpassen

25.09.2018
Klimaschutz / Anpassung an den Klimawandel Bundesregierung startet neues Portal zur Vorsorge gegen Klimaschäden

Internationale Charta des Fairen Handels definiert Vision für eine gerechtere Welt Anlass ist der dritte Jahrestages der Verabschiedung der Agenda 2030


H&M: Existenzlöhne versprechen, Hungerlöhne zahlen Clean Clothes Kampagne deckt Arbeitsrechtsverletzungen und Hungerlöhne in Produktionsstätten von H&M auf


Bauern für Klimaschutz AbL unterstützt Klimaklage für bessere EU-Klimapolitik

24.09.2018
"Verrückter, weißer Bauer" Tony Rinaudo gewinnt "Alternativen Nobelpreis" Mit regenerativer Wiederaufforstung grüne Revolution weltweit möglich

Kohlekommission: Hohe Risiken bei der Finanzierung von Braunkohle-Folgeschäden Studie mahnt, Gelder für Tagebauschäden schleunigst zu sichern


35th European Photovoltaic Solar Energy Conference 'PV will play a central role in the future sustainable energy system'


Deutsche Bahn zeichnet ihre besten Lieferanten aus Rinn erhält das DB Lieferantenprädikat "Umwelt" - Presse


Friedrich Ostendorff zur Kritik des Europäischen Rechnungshofs an der EU-Agrarförderung Soziale und ökologische Kehrtwende dringend notwendig

  neue Partner