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Presse-Stelle:  Bündnis 90/ Die Grünen Bundesvorstand, D-10115 Berlin
Rubrik:Politik & Gesellschaft    Datum: 11.03.2019
Dr. Bettina Hoffmann und Steffi Lemke zum Start der UN-Umweltversammlung
Ziel muss Eintragsstopp von Plastikmüll in die Weltmeere bis 2030 sein
Im Folgenden finden Sie Zitate von Dr. Bettina Hoffmann, Sprecherin für Umweltpolitik, und Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik, zum Start der UN-Umweltversammlung.

Dr. Bettina Hoffmann, Sprecherin für Umweltpolitik:

"Wenn Frau Schulze ihr Bekenntnis zu einer globalen Konvention gegen Plastikmüll glaubhaft unterfüttern will, muss sie in Deutschland und auf internationaler Ebene jetzt auch entsprechend handeln. Es reicht nicht aus, eine langfristige Vision für eine Kreislaufwirtschaft im Kopf zu haben, nötig sind konkrete Schritte dahin. Das Ziel einer UN-Konvention gegen Plastikmüll muss sein, den Eintrag von Plastikmüll in die Weltmeere bis 2030 zu stoppen. Ebenfalls in eine solche Konvention gehören verbindliche nationale Ziele zur Minderung des Eintrags von Plastik in die Umwelt. Deutschland ist das europäische Schlusslicht bei der Vermeidung von Plastikmüll. Hier brauchen wir eine gesetzlich festgelegte Trendumkehr mit dem Ziel, das Verpackungsmüll-Aufkommen pro Kopf bis 2030 zu halbieren."

Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:

"Unsere Weltmeere sind in einer historischen Krise. In einem atemberaubenden Tempo wird der Ozean zum Endlager für unseren Plastikmüll. Die Belastungsgrenze der Meere ist dabei längst erreicht. Die Überfischung schreitet weiter voran, sauerstoffarme Todeszonen - wie in der Ostsee - breiten sich aus, die Klimakrise erhitzt und versauert das Wasser. Somit droht dem größten Lebensraum unserer Welt unwiderruflich die Zerstörung. Doch Deutschland hinkt beim Meeresschutz weiter hinterher. Der Zustand der deutschen Nord- und Ostseegewässer ist schlecht - Meeresmüll belastet die deutschen Meeresgebiete großflächig und bedroht die Artenvielfalt. Die Bundesregierung muss im Kampf gegen die Plastikflut unverzüglich handeln und die europäische Plastikstrategie schon jetzt in national bindende Maßnahmen umsetzen.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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