Zurück zur ECO-World Startseite

Haftungsausschluss
Impressum
Datenschutzerklärung
 








  Forum
 
 
HOME | Top-Nachrichten | Essen & Trinken alle Nachrichten
 Hier finden Sie laufend aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich Ökologie.
Stichwort    Art 
Hilfe   neue Suche  alle Pressestellen anzeigen 
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit ECO-News, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.

 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  ECO-News Deutschland, D-81371 München
Rubrik:Essen & Trinken    Datum: 18.11.2019
Ökologie trifft Ökonomie
Öko-Hersteller nehmen eigene Zukunftsfähigkeit unter die Lupe
Zukunftsfähigkeit. Mit welchen Konzepten gestalten wir die Zukunft erfolgreich? Können wir darauf heute überhaupt schon Antworten geben? Teilweise ja. Für den Übergang in eine soziale, nachhaltige Wirtschaftsweise brauchen wir Ressourcenschonung und soziale Verantwortung. Die Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL) hat auf ihrer Herbsttagung am 13. November 2019 in Fulda Antworten auf die Frage "Nachhaltig wirtschaften - wie zukunftsfähig sind wir?" gesucht. Denn ökonomische Grundsätze und ökologische Zielsetzungen müssen für eine nachhaltige Gestaltung der Zukunft zusammenwirken.

"Heute können sich viele Menschen aus ökonomischen Gründen nicht angemessen ernähren, andere leiden an dem Überangebot an Nahrung.", fasste Dr. Alexander Beck in seiner Eröffnung der Tagung die aktuelle ernährungsökonomische Lage zusammen. Dies ist nur einer der drängenden Gründe, warum ein Umdenken von Unternehmen auch in der Lebensmittelwirtschaft unumgänglich sei.

Auf andere Gründe ging Prof. Dr. Rene Schmidpeter von der Cologne Business School in seinem Vortrag zu Corporate Social Responsibility ein. Das Erreichen der ökologischen Belastungsgrenzen, besonders in Hinblick auf das Artensterben und den Stickstoffkreislauf, fordere ein neues Wirtschaftsparadigma. Das Gegensatzdenken müsse dem systemischen Denken weichen, denn Nachhaltigkeit und Profit seien keinesfalls Gegensätze, sondern würden sich ergänzen und gegenseitig verstärken.

Der von Schmidpeter vorgestellte systematische Ansatz vergleicht nachhaltiges Wirtschaften im Kontext des ökonomischen Fortschritts mit den Bremsen im Auto - kurzfristig betrachtet, nehmen sie Tempo heraus, doch andererseits sind die Bremsen Grundlage dafür, schneller fahren zu können und damit schneller zum Ziel zu kommen. Denn wer würde schon ohne funktionierende Bremsen das Gaspedal durchtreten?

Nachhaltiges Unternehmertum biete zudem eine gute Basis für Weiterentwicklung, denn die Bio-Branche könne Veränderungen anstoßen, wenn sie im nächsten Evolutionsschritt ihre Rolle als Innovator wieder aufgreife. Dieser Schritt zu nachhaltigem Unternehmertum verlange aber, dass wir "die Gegenwart von der Zukunft aus denken", so Schmidpeter. Die gesellschaftlichen Auswirkungen des unternehmerischen Handelns müssten der Ausgangspunkt sein, um Nachhaltigkeit in allen Unternehmensbereichen zu integrieren, und um Unternehmensethik und nachhaltige Unternehmensführung zielführend auszugestalten.

Dr. Michael Kopatz, Umweltwissenschaftler und Dozent am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie, näherte sich der Nachhaltigkeitsfrage in Politik und Gesellschaft von anderer Seite. Es brauche veränderte Rahmenbedingungen in der Lebensmittelproduktion, um das Verbraucherverhalten zu beeinflussen, denn wir müssten "die Verhältnisse ändern, dann ändert sich Verhalten", folgerte Kopatz.

Der von ihm vorgestellte Ansatz, die Ökoroutine, plädiert für klare Standards, die Wirtschaft und Verbrauchern und damit der Gesellschaft als Rahmenbedingungen für nachhaltige Entwicklung dienen. Gesetzliche Standards könnten dazu beitragen, einen Wettbewerb um innovative Lösungen zu initiieren und dazu führen, dass es sich besser anfühlt, das Richtige zu tun.
Daher sei politischer Protest die treibende Kraft und nicht privater Konsumverzicht. "Wir müssen uns über mehr Gedanken machen, als über die Verwendung des eigenen Einkommens", so sein abschließendes Statement.

Die Verbindung beider Konzepte und die Übersetzung der Theorien in den unternehmerischen Alltag leistete die anschließende Podiumsdiskussion mit AöL-Unternehmen. Evi Weichenrieder (HiPP), Liane Maxion (Naturata), Oliver Freidler (ALB-GOLD) und Andreas Swoboda (BIO BREADNESS) betonten, dass die Unternehmen der Bio-Branche nicht in der Nische bleiben dürften, wenn sie die drängenden Themen angehen wollten. Auch darüber, dass politische Aktivität - im privaten wie im unternehmerischen Alltag - dringend erforderlich ist, um die Rahmensetzung der Politik mitzugestalten, waren sich die AöL-Mitglieder auf und vor dem Podium einig.

"Wir bekommen diese Themen nicht alleine auf Ebene der Konsummoral gelöst, wir müssen noch politischer werden", forderte Dr. Alexander Beck die Teilnehmer der Tagung auf.

Die Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller ist ein Zusammenschluss von über 110 Unternehmen der Lebensmittelwirtschaft. Ihre europäischen Mitglieder erwirtschaften einen Bio-Umsatz von über 4 Milliarden Euro. Im Zentrum der Arbeit stehen die politische Interessenvertretung sowie die Förderung des Austauschs und der Kooperation der Mitglieder untereinander.

Diskussion

  Login



 
 
  Aktuelle News
  RSS-Feed einrichten
Keine Meldung mehr verpassen

06.04.2020
COVID-19: NGOs rufen Weltgesundheitsorganisation zum Verbot von weltweitem Wildtierhandel auf Verbot könnte künftige zoonotische Pandemien verhindern

Wäschehygiene - wichtig wie nie So trägt richtiges Waschen zum Gesundbleiben bei

Konjunkturpakete für die Zeit nach Corona: Klimakabinett sollte entscheidende Rolle spielen Planungen von Finanzminister Scholz sollten im Klimakabinett abgestimmt werden

Amphibienrettung 2020 erfolgreich verlaufen - trotz schwieriger Bedingungen Zwischenbilanz der jährlichen Amphibienaktion des Bund Naturschutz

"Wellness-Tipps in Krisenzeiten" Besondere Zeiten erfordern besondere (Haus-)Mittel


05.04.2020
Ernährungssicherheit Jetzt zeigt sich, dass es hoch riskant ist, dass wir uns so stark auf den Weltmarkt verlassen

04.04.2020
Klimaschutz oder Autoschutz? Ein Kommentar von Franz Alt

03.04.2020
Computer und Handy ziehen Kinder in 'Corona-Ferien' magisch an Forsa-Umfrage belegt: Mediennutzung nimmt durch Schulschließungen zu

Ostereier: Auf artgerechte Tierhaltung und unbedenkliche Farben achten Gehen Sie auch an Ostern auf Nummer sicher: Kaufen Sie Eier aus besserer Haltung und färben Sie diese selbst


  neue Partner