Zurück zur ECO-World Startseite

Haftungsausschluss
Impressum
GREEN BRANDS European Business & Biodiversity Campaign  








  Forum
 
 
HOME | Top-Nachrichten | Essen & Trinken alle Nachrichten
 Hier finden Sie laufend aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich Ökologie.
Stichwort    Art 
Hilfe   neue Suche  alle Pressestellen anzeigen 
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit ECO-News, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.

 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  ECO-News Deutschland, D-81371 München
Rubrik:Essen & Trinken    Datum: 14.11.2017
Öko-Verband fordert im Rahmen einer Veranstaltung zur Weltklimakonferenz in Bonn endlich eine klare gesetzliche Regelung zugunsten "vegetarischer" und "veganer" Lebensmittel.
Im Anschluss an ihr Symposium "The role of plant based diets in global climate action" vom 10. November 2017 im Gustav-Stresemann-Institut in Bonn fordern die veranstaltenden Öko-Verbände die Teilnehmer der Weltklimakonferenz dazu auf, unverzüglich zu handeln. Es müsse alles dafür getan werden, um das vereinbarte Klimaziel, die Erderwärmung bis 2050 auf 1,5 bis max. 2 Grad Celsius zu begrenzen, auch tatsächlich noch zu erreichen. Dazu fordern die Veranstalter:
  • eine Abkehr von der Massentierhaltung
  • eine stärkere Förderung der ökologischen Landwirtschaft
  • ein verstärktes Angebot pflanzlicher Menüs in Kantinen und Mensen der öffentlichen Hand
  • den Abbau von gesetzgeberischen Barrieren zur Kennzeichnung
  • pflanzlicher Milch- und Fleischalternativen
  • ein verbraucherfreundliches Lebensmittelkennzeichnungsrecht.
Die Massentierhaltung trägt durch die Erzeugung klimaschädlicher Treibhausgase (Methan, Lachgas und CO2 massiv zur globalen Erwärmung bei. Ungebremst wird dies zwangsläufig in die Klimakatastrophe führen, so das Resümee der Veranstalter der Tagung.

Buchautor Stefan Kreuzberger und der Ernährungsreferent René Schärling von PETA Deutschland stellten beide heraus, dass die Erderwärmung nicht zu begrenzen sei, wenn die Fleisch- und Milchproduktion sowie der Konsum dieser Produkte weiter wachsen. Laut einer aktuellen Studie der Heinrich-Böll-Stiftung produzieren die 20 größten Milch- und Fleischkonzerne der Welt mehr klimaschädliche Treibhausgase als die Gesamtbevölkerung der Bundesrepublik Deutschland. Die in der Klimakonferenz verbundenen Länder sind aufgerufen, alles dafür zu tun, das weitere Wachstum der Fleisch- und Milchproduktion zu verhindern.

Wesentliches Problem sei nach Rechtsanwalt Kilian Kost auch, dass dem Verbraucher das Auffinden von pflanzlichen Fleisch- und Milchalternativen im Handel erschwert wird, weil die Hersteller zur Kennzeichnung von Alternativprodukten Begriffe verwenden müssen, die der Verbraucher nicht kennt. Die rechtlich korrekte Bezeichnung solcher Lebensmittel gehe momentan an der Realität des Verbrauchers vorbei. Dem Bürger müsse der Zugang zu pflanzlichen Produkten so leicht wie möglich gemacht werden, sind sich Matthias Beuger,
Geschäftsführer von VegOrganic e. V. und Renate Dylla von der Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller, einig. Wenn die Hersteller "pflanzlich", "vegetarisch" oder "veggie" auf ihre Verpackungen schreiben oder den Pflanzennamen voranstellen, sei eine
Verbrauchertäuschung, so auch das Ergebnis von Verbraucherbefragungen, praktisch ausgeschlossen.

Dass der Umstieg auf eine überwiegend pflanzliche Ernährung gesundheitliche Vorteile hat, erläuterte der Ökotrophologe Dr. Markus Keller von der Fachhochschule des Mittelstands in Köln. So zeigen zahlreiche epidemiologische Studien, dass Vegetarier und Veganer ein verringertes Risiko für ernährungsmitbedingte Erkrankungen, wie Übergewicht, Bluthochdruck oder Typ-2-Diabetes aufweisen. "Jede Ernährungsart hat ihre Stärken und Schwächen. Deswegen ist es wichtig, sich mit der eigenen Ernährung auseinander zu setzen und sich gut zu informieren." Hierzu seien besonders Bildungsangebote bereits in Kitas und Schulen wichtig und sinnvoll.

"Wir müssen jetzt aufhören, unsere Umwelt und unsere Lebensgrundlagen weiter zu vernichten." Darin waren sich die Teilnehmer der abschließenden offenen Podiumsdiskussion einig. Ohne eine deutliche Reduktion des Fleischkonsums seien die Klimaziele der Bundesregierung nicht mehr zu erreichen. Darin schlossen sich die Veranstalter dem Wissenschaftlichen Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz der Bundesregierung an, der diese Forderung in seinem Klimaschutzgutachten formulierte. Weitere wichtige Maßnahmen seien der sofortige Umstieg auf ökologische Landwirtschaft und die Förderung pflanzlicher Ernährungsstile. Nötig hierfür sind unter anderem eine grundlegende Reform des Lebensmittelkennzeichnungsrechts, ein Ausbau des Bildungsangebotes und ein Ausstieg aus der Massentierhaltung.

Diskussion

  Login


Anzeige
www.ECO-World.de

 
 
  Aktuelle News
  RSS-Feed einrichten
Keine Meldung mehr verpassen

21.11.2017
MdEP Prof. Dr. Klaus Buchner (ÖDP) verlangt Aufklärung über fehlerhafte Brennelemente in Gundremmingen Prof. Buchner: "Vertuschung des Betreibers RWE ist unverantwortlich"


Natürlich Natur. Aber was ist Natur? Interdisziplinäre Deutungsversuche und Handlungsoptionen. Tagung der Evangelischen Akademie Loccum vom 8. bis 10. Dezember 2017

Reparaturen von Haushaltsgeräten sollten steuerlich absetzbar sein UBA legt zur Europäischen Woche der Abfallvermeidung 7-Punkte-Strategie gegen Obsoleszenz vor


Deutschland als klimaschonende Tourismusdestination stärken Anbieter nachweislich klimaschonender Freizeit- und Urlaubsangebote sind zur Bewerbung aufgerufen.


ÖDP zum Abschluss der Bonner Weltklimakonferenz Binder (ÖDP): "Deutschland muss seinen Einfluss in der Welt unter ökologischen Gesichtspunkten wahrnehmen!"


Holzqualität: Astreiner Klang Wie wichtig die Qualität des Holzes ist, wird beim Geigenbau deutlich. Life Forestry erklärt, worauf es ankommt.


Weniger Zucker im Stiefel Die VERBRAUCHER INITIATIVE gibt Tipps für Nikoläuse


20.11.2017
Knappe Mehrheit der EU-Staaten für neues Bio-Recht Jetzt muss die Umsetzung des neuen Bio-Rechts überzeugen


Sondierung gescheitert: Umbau von Landwirtschaft und Ernährung bleibt dringend Klimakrise, Insekten- und Höfesterben sowie ernährungsbedingte Krankheiten erfordern rasche Neuorientierung

  neue Partner