Zurück zur ECO-World Startseite

Haftungsausschluss
Impressum
Datenschutzerklärung
 








  Forum
 
 
HOME | Top-Nachrichten | Umwelt & Naturschutz alle Nachrichten
 Hier finden Sie laufend aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich Ökologie.
Stichwort    Art 
Hilfe   neue Suche  alle Pressestellen anzeigen 
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit ECO-News, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.

 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  ECO-News Deutschland, D-81371 München
Rubrik:Umwelt & Naturschutz    Datum: 11.10.2021
Schulze: Weltnaturkonferenz in Kunming soll Naturzerstörung und Artensterben stoppen
Auftakt zu Verhandlungen für neue globale Vereinbarung
Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat zum Auftakt der 15. Weltnaturkonferenz in Kunming, China, Deutschlands Prioritäten im Einsatz gegen die weltweite Naturzerstörung und das Artensterben skizziert. Ziel sei, bis 2022 eine wirksame globale Vereinbarung zu erarbeiten zum weltweiten Schutz der Natur und zur Renaturierung zerstörter Ökosysteme. Schulze leitet die deutsche Delegation bei der Konferenz, die vor allem virtuell ausgerichtet wird. Die Konferenz wird auf Grund der Corona-Pandemie in zwei Teilen ausgetragen: Auf das hochrangige Auftakttreffen in dieser Woche folgt eine Verhandlungsphase auf Expertenebene im Winter. Im April und Mai 2022 soll dann beim zweiten Teil die globale Vereinbarung für den Schutz der Natur und ihre Vielfalt beschlossen werden.

Svenja Schulze: "Nie zuvor in der Geschichte der Menschheit hat unser Planet in so kurzer Zeit so viele Arten unwiederbringlich verloren. Im Schnitt verschwindet alle zehn Minuten eine Art. Der Verlust an biologischer Vielfalt hat längst auch wirtschaftlich gravierende Folgen. In dieser kritischen Lage kommt die Welt zusammen, um den Weg für eine neue globale Vereinbarung zu ebnen, die der Zerstörung der Ökosysteme und dem Artenverlust ein Stoppschild entgegensetzt. Die Weltnaturkonferenz ist die Chance für einen Neustart. Dabei reicht es nicht länger aus, einzelne Arten oder Gebiete unter Schutz zu stellen. Nach Jahrzehnten der Naturzerstörung müssen wir den Trend umkehren und ein Jahrzehnt der Renaturierung einleiten."

Der weltweite Zustand der biologischen Vielfalt ist dramatisch: Das Artensterben ist heute um ein Vielfaches höher als im Durchschnitt der letzten zehn Millionen Jahre. Viele Ökosysteme an Land und auf den Meeren sind verloren gegangen als Folge von Landnutzung, Umweltverschmutzung und Klimawandel. Ähnlich wie es beim Klimaschutz mit dem Pariser Klimaabkommen gelungen ist, soll die Weltnaturkonferenz im nächsten Frühjahr eine globale Vereinbarung, das sogenannte global biodiversity framework, beschließen. Der Vorsitz der Verhandlungen wird in dieser Woche offiziell an China übergeben.

Das Bundesumweltministerium verfolgt in den Verhandlungen drei Prioritäten, für die es globale Handlungsaufträge zu vereinbaren gilt: Erstens mehr und vor allem besser gemanagte Schutzgebiete. 30 Prozent der Fläche an Land und im Meer sollen bis 2030 unter Schutz gestellt werden. Das entspräche etwa einer Verdopplung der Schutzfläche an Land, einer Vervierfachung auf dem Meer. Wichtig ist dabei, dass diese Gebiete nicht nur auf dem Papier Schutz bieten. Nötig ist ein vernünftiges Management unter Einbindung der dort lebenden Bevölkerung. Dies wird Deutschland auch weiterhin mit Projekten in Entwicklungs- und Schwellenländern fördern. Zweitens muss die Naturverschmutzung insgesamt zurückgehen. Dabei geht es zum Beispiel um konkrete Reduktionsziele für Überdüngung, Pestizide oder Plastikmüll - nicht nur in Schutzgebieten, sondern überall. Drittens muss nach Jahrzehnten der Naturzerstörung mit der Weltnaturkonferenz weltweit ein Jahrzehnt der Wiederherstellung der Natur eingeläutet werden. Dafür sollen zerstörte Ökosysteme renaturiert werden. Für Deutschland heißt das etwa: Die Auen einst begradigter Flüsse werden renaturiert, trockengelegte Moore wiedervernässt und Fichtenforste wieder zu naturnahen Mischwäldern umgebaut.

Das Bundesumweltministerium wird in den Verhandlungen dafür eintreten, dass es für diese Anliegen ehrgeizige, messbare Ziele gibt. Damit diese Ziele nicht nur auf dem Papier stehen, sollen aus Sicht Deutschlands und der Europäischen Union auch Regeln zur Erfolgskontrolle vereinbart werden. Diese fehlen bislang noch weitgehend in den diskutierten Entwürfen. Die globalen Ziele müssen in nationale Verpflichtungen übersetzt und nach internationalen Standards überwacht und überprüft werden. In Deutschland hat das BMU mit der Einrichtung des Nationalen Monitoringzentrums zur Biodiversität in Leipzig bereits eine wichtige Voraussetzung geschaffen. Eine regelmäßige Überprüfung der global vereinbarten Ziele muss aufzeigen, wenn wir vom Pfad der Zielerreichung abweichen, und einen Mechanismus zur Beschleunigung der Umsetzungsmaßnahmen auslösen. Nötig ist ebenfalls die passende Finanzierung, die weit über die Umweltministerien hinaus erfolgen muss. Denn der Schutz unserer Lebensgrundlagen betrifft auch die Agrarpolitik, die Entwicklungspolitik, die Haushalts- und Finanzpolitik und weitere Bereiche mehr.

Die Pressekonferenz zum Auftakt der Weltnaturkonferenz finden Sie auf dem Twitter-Account des BMU.

Weitere Informationen zur Weltnaturkonferenz, der UN Biodiversity Conference (CBD) finden Sie auf der Website.

Das High Level Segment der Weltnaturkonferenz am 12. und 13. Oktober 2021 können Sie über den youtube-Kanal des CBD-Sekretariats verfolgen.

Ein BMU-BMZ Factsheet zum internationalen Schutz der biologischen Vielfalt finden Sie auf der Website.

Diskussion

  Login



 
 
  Aktuelle News
  RSS-Feed einrichten
Keine Meldung mehr verpassen

19.10.2021
Virtueller Lebenslauf für den Bundesverband Kinderhospiz Beim diesjährigen Lebenslauf liefen über 60 KAISER+KRAFT Mitarbeitende mit. Der Stuttgarter B2B-Versandhändler engagiert sich bereits seit längerer Zeit für soziale Projekte in der Region und darüber hinaus.


Wohnungswirtschaft appelliert an die Politik: Fokus auf CO2-Einsparung, Technologie-Offenheit und weitere Förderung zum Erreichen der Klimaziele unverzichtbar


BUZZ! Consulting geht mit eigener Akademie an den Start Unter dem Motto 'Learning & Development for a Better World' bietet die Beratungsgesellschaft ab sofort Beratung und Qualifizierung aus einer Hand.


ÖKOLOGISCH ABHÖRBAR BIOFACH und VIVANESS 2022 fragen nach und präsentieren neuen Nachhaltigkeits-Podcast


Plastikärmer leben im Alltag VERBRAUCHER INITIATIVE gibt Tipps für die Umstellung


18.10.2021
Leere Regale müssen das Weihnachtsfest nicht trüben Falls Lieferengpässe den Weihnachtseinkauf vermiesen, gibt es gute Alternativen, die den Beschenkten oft lange in Erinnerung bleiben.

Besserer europaweiter Tierschutz in landwirtschaftlichen Betrieben Manuela Ripa freut sich über Erfolg im Umweltausschuss des EU-Parlaments


Umweltfreundlich gärtnern Vom Schottergarten zum Artenreichtum

INTERBODEN baut mit VILIS auf Nachhaltigkeit Startschuss für neues Maßnahmenpaket zum nachhaltigen und bezahlbaren Bauen und Wohnen


15.10.2021
Kreislaufwirtschaft stärken Hessisches Umweltministerium stellt neuen Abfallwirtschaftsplan vor

Fragwürdige Vergabe für die Entwicklung des digitalen Führerscheins durch Bundesregierung Statement von Transparency Deutschland

Zu den Verordnungsentwürfen der kommenden Förderperiode der GAP in Deutschland Die kommende GAP muss gerechter und ökologischer werden - Verordnungen anpassen!

Solarwirtschaft begrüßt geplanten EE-Booster der Ampel-Sondierer Jetzt müssen die Koalitionsverhandlungen für attraktive Investitionsbedingungen und ausreichend Energiewende-Beschleunigung sorgen

Artenhilfsprogramm Feuersalamander Gemeinsames Projekt für die bedrohte Amphibienart von BN, LBV und LARS gestartet

Welternährungstag 2021 Slow Food fordert integrierte Ernährungspolitik

BÖLW zum Ergebnis der Sondierungen "In Deutschland werden zu viele Pestizide gespritzt. Artenvielfalt, Böden und Gewässer leiden darunter."

"Schluss mit neuen Schutzgebieten" Aktivist*innen veröffentlichen Manifest zur Zukunft des Naturschutzes


Städte und Gemeinden sagen Danke für getrennt gesammelten Bioabfall "Bioabfälle in der Restmülltonne sind verschwendete Ressourcen."

14.10.2021
Energiewende in Mitteldeutschland MDR WISSEN nimmt Wasserstoff unter die Lupe


Offener Brief an Parteispitzen von SPD, Grüne, FDP und CDU/CSU Initiative des Deutschen Nachhaltigkeitsrates und 14 weiterer Beiräte und Beratungsgremien der Bundesregierung