Zurück zur ECO-World Startseite

Haftungsausschluss
Impressum
Datenschutzerklärung
 








  Forum
 
 
HOME | Top-Nachrichten | Essen & Trinken alle Nachrichten
 Hier finden Sie laufend aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich Ökologie.
Stichwort    Art 
Hilfe   neue Suche  alle Pressestellen anzeigen 
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit ECO-News, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.

 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  ECO-News Deutschland, D-81371 München
Rubrik:Essen & Trinken    Datum: 16.11.2020
Mit Steuermilliarden Umwelt- und Klimaprobleme lösen
Naturland und LBV zum Treffen der EU-Agrarminister*innen: nachhaltige Landwirtschaft stärken
GAP-Gelder sind Steuergelder. In den nächsten sieben Jahren gibt jeder EU-Bürger pro Jahr 124 Euro Steuergelder für die Gemeinsame Europäische Agrarpolitik (GAP) aus. "Das Geld der europäischen Steuerzahler sollte effektiv für die Umwelt und eine enkeltaugliche Landwirtschaft ausgegeben werden", fordern der LBV-Vorsitzende Dr. Norbert Schäffer und Naturland Präsident Hubert Heigl gemeinsam mit Blick auf die an diesem Montag stattfindende Videokonferenz der europäischen Agrarminister*innen.

Die Mehrheit der EU-Bürgerinnen und Bürger sind der Ansicht, dass die GAP in der Hauptsache für eine intakte Umwelt und für einen Beitrag im Kampf gegen die Klimakatastrophe sorgen sollte. Dies fand eine von der EU-Kommission im Sommer 2020 durchgeführte Umfrage zur Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik heraus. "Die berechtigten Sorgen der EU-Bürger werden ignoriert, da die GAP-Gelder nach wie vor kaum in effektive Naturschutzmaßnahmen und ökologisch ganzheitliche Ansätze investiert werden. Die GAP sorgt so weder für eine enkeltaugliche Landwirtschaft, noch für eine intakte Umwelt. So geht das Artensterben ungehindert weiter und viele Landwirtinnen und Landwirte müssen weiterhin um ihre Existenz kämpfen", kritisiert der LBV-Vorsitzende Schäffer.

Wettbewerb um Umweltleistungen fördern
Naturschützer*innen und Öko-Landwirt*innen sind sich einig: Die GAP muss für Mitgliedsstaaten und Landwirte einen Anreiz schaffen, mehr für die Umwelt zu tun. Dafür ist es unabdingbar, dass auf europäischer Ebene ehrgeizige Ziele vorgegeben werden, sonst werden diejenigen Mitgliedsstaaten den Kurs bestimmen, die einen geringen Umweltanspruch an die GAP haben. "Statt eines Unterbietungswettlaufs zwischen den Mitgliedstaaten brauchen wir einen Wettbewerb um Umweltleistungen", fordert Schäffer. "Nur so kann es gelingen, den Weg für eine Landwirtschaft zu ebnen, die auf den drei Säulen aus gesellschaftlicher Akzeptanz, Ökologie und Ökonomie ruht", so Heigl weiter.

LBV und Naturland sind der Meinung, dass die Architektur der GAP so angelegt sein muss, dass sie den Wettbewerb um Umweltleistungen fördert und nicht ausbremst. Für Mitgliedstaaten und Landwirt*innen muss es sich lohnen, die freiwilligen Umweltmaßnahmen schrittweise auszubauen. "Es kann nicht sein, dass ein großer Teil der Mittel, wie vom Parlament vorgeschlagen, von Anfang an für die Direktzahlungen reserviert wird. Hier fordern wir die deutsche Ratspräsidentschaft auf, dafür einzutreten, dass ein großer Teil der Gelder für den Ausbau effektiver Naturschutzmaßnahmen und eine Stärkung des Öko-Landbaus mit seinem ganzheitlichen, am ökologischen Gesamtsystem orientierten Ansatz genutzt wird", fordert Naturland Präsident Heigl.

Für Naturschützer*innen und Öko-Landwirt*innen ist es nicht nachvollziehbar, dass die EU-Agrarminister bei ihren Vorschlägen zur GAP den Green Deal der EU-Kommissen komplett ignorieren. Denn die Ziele des Green Deals, den Ökolandbau in den EU-Mitgliedsstaaten bis 2030 auf 25 Prozent auszuweiten, den Pestizid- und Antibiotikaeinsatz zu halbieren und die Biodiversität zu steigern, sind mit den bisherigen Vorschlägen zur GAP nicht zu erreichen. "Artensterben und Klimakatastrophe warten nicht. Wir müssen den Kurs jetzt ändern und nicht erst 2027 mit der nächsten GAP-Reform. Die GAP muss jetzt zum zentralen Instrument zur Umsetzung des Green Deals werden", sagt Heigl. "Wir fordern die Mitgliedstaaten auf, hier massiv nachzubessern, oder wir benötigen einen sofortigen Neustart", so Schäffer.

Naturland und LBV - Gemeinsam für mehr Biodiversität
Die Förderung der Biodiversität in der Landwirtschaft ist das gemeinsame Ziel von Naturland und dem LBV. Im Rahmen ihrer im vergangenen Jahr geschlossenen Partnerschaft arbeiten beide Verbände gemeinsam am Aufbau einer Biodiversitätsberatung für die rund 4.000 Naturland Betriebe in Deutschland. Insgesamt ist Naturland mit rund 70.000 Bauern und Bäuerinnen weltweit einer der bedeutendsten Öko-Verbände. Der LBV ist der älteste unabhängige Naturschutzverband Bayerns und setzt sich seit über 111 Jahren für den Erhalt der Artenvielfalt ein. Mit über 100.000 Unterstützer*innen schützt der LBV die biologische Vielfalt vor Ort.

Diskussion

  Login



 
 
  Aktuelle News
  RSS-Feed einrichten
Keine Meldung mehr verpassen

23.11.2020
10 Tipps, wenn Sie im Freien übernachten Das Schlafen unter freiem Himmel ist ein Abenteuer, mit dem Sie dem Alltag hervorragend entfliehen können.


Changemaker in Sachen Nachhaltigkeit Dopper ist die weltweit erste Marke für wiederverwendbare Flaschen, welche die branchenweit beste Nachhaltigkeitszertifizierung für das gesamte Flaschensortiment erhalten hat.


22.11.2020
Gefühlsverletzungen ganzheitlich heilen Die OGE-Methode stellt den verlassenen Menschen und seine Emotionen in den Mittelpunkt der Behandlung


21.11.2020
Kompost, Biotonne oder Restmüll? VERBRAUCHER INITIATIVE zur richtigen Mülltrennung


20.11.2020
"Invisible Waste: Abfälle, die wir nicht sehen - schau genau hin!" Europäische Woche der Abfallvermeidung 2020 startet zum elften Mal

19.11.2020
Agentur Bloom ist klimaneutral Bis Ende 2021 will Bloom mindestens weitere fünf Unternehmen davon überzeugen, ebenfalls klimaneutral zu werden.


Produzenten und Händler wollen nachhaltiger verpacken INVERTO-Studie: Verpackungen sollen umweltfreundlicher werden / Mehrheit der Verbraucher würde Mehrkosten akzeptieren


Einschwingen ins Kollektiv-Unbewusste Thomas Künne und Karin Maria Zimmer führen durch heilsame Archetypen-Meditationen


18.11.2020
Verpackungsmüll: Onlinemarktplätze müssen besser kontrolliert werden Onlineplattformen sollen bei Einhaltung des Verpackungsgesetzes mitarbeiten

  neue Partner