Zurück zur ECO-World Startseite

Haftungsausschluss
Impressum
Datenschutzerklärung
 








  Forum
 
 
HOME | Top-Nachrichten | Umwelt & Naturschutz alle Nachrichten
 Hier finden Sie laufend aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich Ökologie.
Stichwort    Art 
Hilfe   neue Suche  alle Pressestellen anzeigen 
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit ECO-News, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.

 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  ECO-News Deutschland, D-81371 München
Rubrik:Umwelt & Naturschutz    Datum: 09.09.2020
Landwirtschaft und Biodiversität brauchen gesunde Böden
Bündnis fordert mehr Bodenschutz in Deutschland und Europa
Auch in diesem Jahr führen Hitze und Trockenheit in den meisten Teilen Deutschlands den Menschen vor Augen, wie abhängig gerade Felder, Wiesen und Wälder von den elementaren Naturgrundlagen Wasser und Boden sind. Ein Bündnis aus Umweltbehörden, Wissenschaft und Verbänden zeigt nun auf, was zu tun wäre, um der Klimakrise zu begegnen und stellt Schritte für mehr Bodenschutz vor. Die Kommission für Bodenschutz beim Umweltbundesamt (KBU), der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Bundesverband Boden (BVB), die Deutsche Bodenkundliche Gesellschaft (DBG), das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz, der WWF Deutschland und die Zukunftsstiftung Landwirtschaft erklären hierzu übereinstimmend: "Die Politik ist gefordert jetzt zu handeln, um die natürlichen Verhältnisse des Bodens und seiner Lebensvielfalt zu fördern. Nur so werden Pflanzenwachstum, Biodiversität und Regionalklima nachhaltig gestärkt."

Die Beteiligten fordern von der Politik, dass die laufenden politischen Prozesse wie das Aktionsprogramm Insektenschutz, die Ackerbaustrategie, die Pestizidreduktionstrategie, die Zukunftskommission Landwirtschaft, die Zukunftsstrategie ökologischer Landbau sowie die naturschutzgerechte Ausgestaltung der künftigen gemeinsamen Agrarpolitik aufeinander abgestimmt werden müssen. "Der bislang vernachlässigte Schutz der Bodenbiodiversität, der kontinuierliche Humusaufbau und die Regeneration der Ökosystemleistungen des Bodens insgesamt müssen stärker als bisher in den Fokus rücken. Der langfristige Erhalt des Bodenlebens und der Bodenfruchtbarkeit müssen Vorrang vor kurzfristigen landwirtschaftlichen Produktivitätssteigerungen haben. Der Handlungsbedarf ist riesig, augenfällig und überfällig", so das Bündnis.

Entscheidungsträger*innen in den Parteien, Ministerien und Regierungen sind nun gefragt, auf deutscher wie europäischer Ebene Rahmenbedingungen rasch und effektiv zu verbessern und zugleich die öffentliche Aufmerksamkeit, nicht nur für die Naturgrundlage Wasser, sondern auch auf die Unverzichtbarkeit gesunder Böden und ihrer vielfältigen Leistungen im Naturhaushalt zu richten.

"Wir werden den Dialog mit all denjenigen suchen, die sich mit dem Boden beschäftigen - sei es praktisch oder theoretisch. So hoffen wir, das Bewusstsein für die Bedeutung unserer Böden zu stärken und gemeinsam mit allen Beteiligen Lösungen für den Schutz der Böden zu entwickeln", so die Vertreter*innen des Bündnisses.

Die zur Verfügung stehenden Mittel der Europäischen Agrarpolitik (GAP), derzeit pro Jahr über 50 Milliarden Euro für die ganze Europäische Union, müssten dazu so verteilt werden, dass eine standortangepasste Bodenbewirtschaftung, eine größere Fruchtfolgevielfalt, eine ganzjährige Bodenbedeckung erreicht und der Pestizid- sowie Mineral- und Wirtschaftsdünger-Einsatz reduziert werden können. Dazu gehört auch die Schaffung dauerhafter Gehölzstrukturen in ausgeräumten Agrarlandschaften sowie die Erhö€hung des Waldanteils in waldarmen Regionen.

Langfristig, so die Autor*innen, soll die Diskussion um eine EU-Bodenrahmenrichtlinie wieder aufgenommen werden, um einen wirksamen und verbindlichen Rechtsrahmen für alle Staaten der EU sicherzustellen, wie dies die EU-Wasserrahmenrichtlinie bereits für den Gewässerschutz leistet.

Erderhitzung und Extremwetterereignisse gefährden die Vitalität und Substanz der Böden weltweit. Bodenabtrag, Bergbau, Überbauung, Verdichtung, Versauerung und der übermäßige Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden setzen den Böden und den in ihm lebenden Bodenorganismen massiv zu.

Mehr Informationen:
Das Forderungspapier steht online zur Verfügung.

Das Bündnis: Die Allianz für mehr Bodenschutz und Biodiversität formierte sich anlässlich der von der Kommission Bodenschutz beim Umweltbundesamt organisierten Konferenz "Mit Alexander von Humboldt den Boden neu entdecken. Boden und Biodiversität - alles hängt mit allem zusammen" am 5. Dezember 2019, um die Bedeutung der lebendigen Böden und die Dringlichkeit des Bodenschutzes stärker in der politischen Arbeit zu verankern.

Diskussion

  Login



 
 
  Aktuelle News
  RSS-Feed einrichten
Keine Meldung mehr verpassen

18.09.2020
Geschlossene Materialkreisläufe in der Kunststoffverarbeitung mit PÖPPELMANN blue® Pöppelmann bündelt mit seiner Initiative alle Aktivitäten, die einen geschlossenen Materialkreislauf zum Ziel haben.


15.09.2020
Nachhaltigkeit im Home-Office 5 Remote Jobs, die das ermöglichen


Verkehr, Wirtschaft, Klimaflucht: Die Themen der 12. Hamburger Klimawoche Erster Bürgermeister, zwei Senatoren und die Staatssekretärin aus dem Bundesverkehrsministerium sind prominente Teilnehmer*innen am Bühnen-Programm


Europäischer Gerichtshof lehnt Überprüfung der Glyphosat-Zulassung ab Der Europäische Gerichtshof (EuGH) entscheidet: Umweltverbände können Pestizid-Zulassungen nicht überprüfen lassen.


Mit Aufforstungs- und Moorschutzprojekten den eigenen CO2-Ausstoß kompensieren: Sindelfinger Merus GmbH auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2021


Die Streaming-App für ein nachhaltiges Mindset Klimawandel, bewusster Konsum, Umweltschutz sind uns enorm wichtig und aktueller denn je. Wir können uns die Digitalisierung zu Nutze machen und uns ab sofort täglich ein nachhaltiges Mindset aufs Smartphone holen.


Beim Kauf von Elektroautos zählen Umweltschutz und Sparpotenzial Eine aktuelle YouGov-Umfrage im Auftrag der DEVK Versicherungen zeigt, welche Gründe für die Anschaffung eines Elektroautos sprechen.


Vielviel Transparenz fritz-kola veröffentlicht ersten Nachhaltigkeitsbericht der Unternehmensgeschichte.


Neue Studie bescheinigt Caravaning gute Klima-Bilanz Demnach werden beim Urlaub mit Reisemobil oder Caravan vor allem gegenüber Flugreisen und Hotelübernachtungen weniger klimaschädliche Emissionen freigesetzt.


  neue Partner