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Presse-Stelle:  ECO-News Deutschland, D-81371 München
Rubrik:Essen & Trinken    Datum: 13.05.2020
Arme Bauern spenden für die Ärmsten in Indien
Überwältigende Solidarität in Zeiten von Corona
Weltweit engagieren sich viele Menschen unermüdlich im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Andhra Pradesh ist eine Projektregion der Stiftung im Südosten Indiens, in der die meisten Menschen in großer Armut leben. Hier ist die Hilfsbereitschaft untereinander allerdings überwältigend: Bereits seit Wochen spenden viele Kleinbauern ganze Teile ihrer Ernteerträge. Dadurch können Dreiviertel des Nahrungsmittelbedarfs für besonders Bedürftige gedeckt werden.

Andhra Pradesh ist eine Projektregion der Vicente Ferrer Stiftung im Südosten Indiens, in der die meisten Menschen in großer Armut leben. Hier ist die Hilfsbereitschaft untereinander überwältigend: Bereits seit Wochen spenden viele Kleinbauern ganze Teile ihrer Ernteerträge. Foto: RDT
Indien hat den Corona-Lockdown bis zum 17. Mai verlängert. Der Luftverkehr, die Züge und die Straßen zwischen den Bundesstaaten sind nach wie vor für die Öffentlichkeit gesperrt - eine Katastrophe vor allem für die Menschen, die in den ländlichen Regionen Südostindiens in extremer Armut leben und schon seit Wochen nicht mehr mit Nahrungsmitteln und Medikamenten versorgt werden konnten. Anfang Mai hat die Zentralregierung erste Lockerung zugelassen, sodass die Stiftung ihr Corona-Hilfe-Programm vor Ort weiter ausbauen kann.

Besonders dringlich ist die Betreuung Bedürftiger in Anantapur, Andhra Pradesh: Hier sind in den letzten Wochen Tausende Wanderarbeiter gestrandet. Die meisten von ihnen kamen aus Zementfabriken und Steinbrüchen, die infolge des Corona-Shutdowns geschlossen wurden. Aktuell sind sie in Hilfslagern und Notunterkünften untergebracht, die Vicente Ferrer Stiftung Indien versorgt sie mit Nahrungsmitteln und betreut sie so gut wie möglich.

In dieser schweren humanitären Krise verdient die überwältigende Solidarität vieler Kleinbauern besondere Aufmerksamkeit: Obwohl viele von ihnen selbst nur knapp über dem Existenzminimum leben, spenden sie seit Wochen tagtäglich Körbe und Lastenwagen voller Gemüse, Obst und anderer Nahrungsmittel, teilweise sogar ganze Teile ihrer Ernteerzeugnisse, um das Elend der Menschen in Anantapur zu lindern.

Anne Ferrer, Geschäftsführerin der Vicente Ferrer Stiftung Indien, ist von der Reaktion der Bauern tief beeindruckt. "Anantapur ist einer der am schlimmsten betroffenen Bezirke in Andhra Pradesh. Mehr als 10.000 Menschen leben hier zurzeit in extremer Armut. Trotz Corona haben sich über 600 Bauern aus der Region nicht davon abhalten lassen, großzügig zu spenden", so Anne Ferrer. "Taten der Freundlichkeit, egal wie groß oder klein, geben uns in diesen Zeiten die Kraft, weiterzumachen und Widrigkeiten zu überwinden. Im Mittelpunkt all unserer Arbeit steht der Wille der Menschen, denjenigen die Hand zu reichen, die am meisten leiden".
  • Mit Unterstützung vieler Landwirte und Bauern können wir täglich 10.000 Menschen in den Armenvierteln Anantapurs mit Nahrung versorgen und sie vor dem Hungertod retten: Über das Nahrungsmittel-Verteilungsprogramm der Stiftung werden mehr als 10.000 gekochte Mahlzeiten pro Tag an besonders Bedürftige weitergegeben. Die Gesamtzahl der bisher verteilten Essensrationen übersteigt insgesamt bereits 222.000 Einheiten. Darüber hinaus haben bisher 3.054 Familien Lebensmittelpakete bestehend aus Reis, Linsen, Öl, Mehl, Chilipulver, Salz sowie Seife, erhalten
  • Wir stellen zusammen mit vielen Freiwilligen tausende Stoffmasken pro Woche her: Bis zum 4. Mai konnten bereits 1.034.910 Masken produziert werden. Diese Masken werden nicht nur in den Kunsthandwerkstätten der Stiftung genäht: 2.081 Menschen in 375 Dörfern des Projektgebiets haben mitgeholfen. Die Masken werden an Menschen in den Dorfgemeinschaften, aber auch an Mitarbeitende der Stiftung, die Aufklärungsarbeit in den Dörfern leisten, die Polizei sowie Regierungsmitarbeitende verteilt. Darüber hinaus sind mehr als 1.000 Liter Desinfektionsmittel pro Woche produziert worden.
  • Das Stiftungskrankenhaus in Bathalapalli ist eines der ersten in Andhra Pradesh, das von der Landesregierung als COVID-19-Krankenhaus ausgewiesen wurde. Da das Krankenhaus über ein Labor für mikrobiologische Untersuchungen verfügt, können hier Tests auf COVID-19 durchgeführt und COVID-19-Infizierte behandelt werden. Insgesamt verfügt Bathalapalli über 160 Betten für Menschen, die an Corona erkrankt sind.
  • Wir erstellen - auch für Analphabeten verständliche - Videos und Informationsbroschüren, die aufklären, welche Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus ergriffen werden müssen.
  • Auch während der Pandemie leisten wir Geburtshilfe in unseren Krankenhäusern und ermöglichen Schwangeren die notwendige medizinische Versorgung. Da das Stiftungskrankenhaus in Bathalapalli momentan ausschließlich Corona-Infizierte behandelt, ist die Abteilung für Geburtshilfe in die Klassenräume der Stiftungsfachschule umgezogen. Bereits in der ersten Woche (20.4.-27.4.2020) konnten 100 Kinder entbunden werden, 660 Vorsorgetermine wurden wahrgenommen.

Weitere Informationen über unsere Projektarbeit während der Pandemie sowie unsere Corona-Nothilfe finden Sie auf der Website.

Über die Vicente Ferrer Stiftung Deutschland:
Trotz großer Fortschritte sind in Indien immer noch sehr viele Menschen von extremer Armut betroffen: Geschätzte 176 Millionen Menschen mussten laut Angaben der Weltbank 2019 mit weniger als 1,90 Dollar pro Tag überleben (2). Die Vicente Ferrer Stiftung (VFS) Deutschland ist Teil der Stiftungsfamilie Vicente Ferrer, die sich bereits seit 50 Jahren für die Verbesserung der Lebensbedingungen der am stärksten Benachteiligten im ländlichen Indien einsetzt. Gemeinsam mit der Vicente Ferrer Stiftung Indien, der Fundación Vicente Ferrer Spanien sowie der Vicente Ferrer Foundation USA, werden Projekte in den Bereichen Bildung, Familie, Gesundheit, Inklusion, Landwirtschaft und Infrastruktur realisiert. Ein besonderer Fokus der Vicente Ferrer Stiftung Deutschland ist die Stärkung von Frauen. Ziel ist es, sie zu den Hauptakteurinnen in ihrem eigenen Entwicklungsprozess zu machen und gemeinsam mit ihnen den Wandel hin zu einer humaneren, gleichberechtigten Gesellschaft in Indien aktiv mitzugestalten.

Weitere Informationen über die Stiftung: www.vfstiftung.de


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