Zurück zur ECO-World Startseite

Haftungsausschluss
Impressum
Datenschutzerklärung
 








  Forum
 
 
HOME | Top-Nachrichten | Essen & Trinken alle Nachrichten
 Hier finden Sie laufend aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich Ökologie.
Stichwort    Art 
Hilfe   neue Suche  alle Pressestellen anzeigen 
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit ECO-News, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.

 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  ECO-News Deutschland, D-81371 München
Rubrik:Essen & Trinken    Datum: 01.10.2019
Erntezeit
Einlegen und Einkochen leicht gemacht
Zur Erntedankzeit werden vor allem in ländlichen Regionen die Früchte der Erntesaison präsentiert. Doch was passiert mit Apfel, Kürbis, Karotte und Kohl, wenn die Erntedankfeste vorbei sind? Altbewährte Methoden, um Lebensmittel das ganze Jahr über haltbar zu machen, sind das Einkochen und das Einlegen. Die Initiative Zu gut für die Tonne! des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft gibt kreative Tipps für ein gutes Gelingen.

Der erste Sonntag im Oktober steht besonders in landwirtschaftlich geprägten Regionen Jahr für Jahr im Zeichen der Ernte. Für die traditionellen Erntedankumzüge werden Holzkarren aufwändig mit Stroh, Obst und Gemüse geschmückt, um so den Ertrag der Felder zu feiern. Anschließend stellt sich die Frage: Wohin mit den Früchten, die als Dekoration dienten? Damit aus der Wertschätzung keine Verschwendung wird, bieten sich altbewährte Methoden der Haltbarmachung an. Wer einlegt oder einkocht, bewahrt die Herbstfrüchte vor der Tonne.

Einkochen und Einlegen - eine Einführung
Einkochen, Einmachen oder auch Einwecken bezeichnen allesamt dieselbe Konservierungsmethode. Dabei erhitzt man Obst oder Gemüse in Gläsern in einem Einmachkochtopf oder im Backofen bei 75 bis 100 Grad. Heiße Luft und Flüssigkeit werden dadurch unter dem losen Deckel beziehungsweise dem Gummiring des Glases hervorgedrückt. Beim Abkühlen des Glasinhalts bildet sich ein Unterdruck, der das Behältnis luftdicht verschließt. Je nach Zutaten hält sich Eingemachtes einige Monate bis mehrere Jahre.

Um Lebensmittel einzulegen, braucht man zuallererst eine konservierende Flüssigkeit. Für das Selbermachen zu Hause eignet sich vor allem Essig. Doch auch mit Lösungen auf Basis von Salz, Zucker und Zitronensäure ist das Einlegen in der eigenen Küche möglich. Generell verderben eingelegte Lebensmittel zwar langsamer, Verderbnisvorgänge lassen sich jedoch nicht gänzlich stoppen. Da sich beim Einlegen von Lebensmitteln in Öl Bakterien vermehren können, die das giftige Botolinumtoxin produzieren, rät das Bundesinstitut für Risikobewertung von dieser Konservierungsmethode ab. Für den Start ist Einkochen die sicherere Variante der Konservierung.

Eine genaue Anleitung zum Einkochen und Einlegen gibt es auf der Website der Initiative Zu gut für die Tonne!.

Vorbereitung: Hygiene ist das A und O
Damit das Einkochen beziehungsweise das Einlegen gelingt und die Lebensmittel ihre maximale Haltbarkeit erlangen, sollte man auf optimale Rahmenbedingungen achten. Es empfiehlt sich, die Einmachgläser vor der Verwendung genau zu untersuchen: Schließen sie luftdicht? Ist das Verschlussgummi noch elastisch oder bereits alt und porös?

Im nächsten Schritt wird sterilisiert: Wasser aufkochen und Einmachgläser und Besteck mehrere Minuten lang heiß einlegen. Deckel und Dichtungsgummis lassen sich am besten separat in kochendem Wasser sterilisieren, in das zuvor ein Schuss Essig gegeben wurde.

Herbst im Glas
Beim Einkochen und Einlegen sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt: insbesondere Obst und Gemüse lassen sich auf vielfältige Weise konservieren. Bezogen auf die Erntedankzeit bieten sich säuerliche Apfelsorten und Kürbisse besonders an.

Äpfel haben im Herbst Hochsaison. Wer jedoch das ganze Jahr über gerne regional isst, legt das Obst am besten jetzt ein. Am besten eignen sich säuerliche Sorten wie Boskoop, Braeburn und Cox Orange. Aus ihnen lässt sich beispielsweise mit Zimt und Zucker ein fruchtiges Apfelmus herstellen. Ein würziger Allrounder für alle Jahreszeiten ist zudem das Apfelchutney. Äpfel und Zwiebeln bilden dafür die Basis.

Auch der Kürbis ist im Oktober überall aus regionalem Anbau erhältlich. Man kann sein Fruchtfleisch blanchieren und einfrieren oder in Würfel geschnitten einkochen. Das Kürbisfleisch eines Hokkaido lässt sich dann auch im Frühjahr noch pürieren und als leichte Vorspeisensuppe servieren. Und ebenso wie die Kartoffel, kann auch der Kürbis als Basis für Aufläufe dienen.

Hintergrund

Die Initiative Zu gut für die Tonne!

Jährlich fallen in Deutschland entlang der gesamten Lebensmittelversorgungskette rund 12 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle an. 6 Millionen davon allein in Privathaushalten. Wie Verbraucherinnen und Verbraucher die Lebensmittelverschwendung reduzieren können, zeigt die Initiative Zu gut für die Tonne! des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) bereits seit 2012. Mit der in 2019 beschlossenen Nationalen Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung rückt das BMEL auch Verantwortliche aus Produktion, Handel und Industrie sowie Großverbraucher stärker in den Fokus. Ziel ist es, bis 2030 die Lebensmittelverschwendung in Deutschland auf Einzelhandels- und Verbraucherebene pro Kopf zu halbieren und die entlang der Produktions- und Lieferkette entstehenden Lebensmittelabfälle einschließlich Nachernteverlusten zu verringern. Unter www.zugutfuerdietonne.de finden Interessierte Fakten zur Lebensmittelverschwendung sowie Tipps zur Lebensmittellagerung und Rezepte für beste Reste.


Diskussion

  Login



 
 
  Aktuelle News
  RSS-Feed einrichten
Keine Meldung mehr verpassen

12.11.2019
800 neue Bäume im Gemeindewald Hafenlohr Für das nächste Jahr plant die DEVK weitere Aktionen


Mais - Ein ökologischer "Hidden Champion" auf dem Feld? Maisanbau steht in der Kritik, aber die positive Wirkung des Getreides auf die Bodenqualität und seine CO2-Bilanz wird unterschätzt


Insekten, Fischbratwurst und Wasserbüffelburger Kreative Food Trends für Events in Bremerhaven


Lebensmittel wertschätzen schont das Klima Die VERBRAUCHER INITIATIVE mit Tipps gegen Verschwendung


Eine Klasse für sich: Neues Radisson Blu in Zakopane setzt auf nachhaltiges Wassermanagement Dezentraler Wasserspezialist GreenLife baut mit Partner Green Water Solutions Polens größte Grauwasseranlage in Luxushotel am Tatra Nationalpark


11.11.2019
Der beste Müll ist der, der gar nicht erst entsteht Einkaufen ohne Verpackungsmüll: Das Münchner Label "Einmal ohne, bitte" erobert Deutschland


Europäische Investitionsbank muss grün werden Das Zeitalter der Fossilen ist zu Ende

World Nuclear Waste Report Endlagerung von Atommüll konfrontiert Regierungen mit unkalkulierbaren technischen, logistischen und finanziellen Risiken


Flora Incognita: Digitale Pflanzenbestimmung für alle Das Bundesumweltministerium fördert mit 2,38 Mio. Euro die Anwendung der Künstlichen Intelligenz zur Pflanzenbestimmung

  neue Partner