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Rubrik:Gesundheit & Wellness    Datum: 14.06.2019
Einzigartiger Rotbusch
Kurze Geschichte des Rotbuschtees
Das südafrikanische Nationalgetränk Rooibos-Tee (oder eingedeutscht Rotbuschtee) geht zurück auf die Völkergruppe der Khoisan, die bereits vor mehreren hundert Jahren in den Zederbergen in der Nähe von Kapstadt lebten. Seit mindestens 300 Jahren wird dort aus den nadelartigen Blättern des Rotbuschs (wissenschaftlicher Name Aspalathus linearis) ein erfrischendes Teegetränk zubereitet. Die Nadeln wurden nach der Ernte mit Hämmern bearbeitet, zum Fermentieren aufeinandergeschichtet und danach in der Sonne getrocknet. Auch heute noch wird die Ernte meist von Hand erledigt.

© miiya, pixabay.com
Die erste wissenschaftliche Erwähnung des Rooibos-Tees stammt von dem Botaniker Carl Peter Thunberg. Er beschrieb den Rotbusch als Tee- und Heilpflanze. Den Handel im großen Stil sowohl in Südafrika als auch in Europa baute zu Anfang des 20. Jahrhunderts der russische Teehändler Benjamin Ginsberg auf. Ungefähr zur gleichen Zeit begann die Erforschung des medizinischen Werts von Rotbuschtee. Seit 1930 wird Rotbusch zur gezielten Kultur und Ernte auf Feldern angebaut. Seit 1995 gibt es als Neuentwicklung auch grünen Rotbuschtee.

Positive Wirkungen von Rotbusch
Die bräunlich-rote Farbe von Rotbuschtee geht in erster Linie auf die enthaltenen Flavonoide zurück. Diese sekundären Pflanzenstoffe sowie die Mineralstoffe des Rotbuschtees sind es auch, die ihn für unsere Gesundheit so wertvoll machen. Neben Bachblüten, Homöopathie und Naturheilverfahren kann der Rotbuschtee somit ein nebenwirkungsfreier Helfer zur Förderung der Gesundheit sein.

Magen-Darm-Erkrankungen
Die Ureinwohner Südafrikas profitieren seit vielen hundert Jahren von den heilsamen Wirkungen des Rotbuschtees. In der westlichen Welt begann der Siegeszug des Rooibos-Tees als Heilmittel 1968, als erstmals die beruhigende Wirkung des Tees auf Babys mit Koliken beschrieben wurde. Für die Wirkung sind in erster Linie die Flavonoide Aspalathin und Quercetin verantwortlich. Sie wirken allgemein krampflösend, ganz besonders aber auf die Magen- und Darmmuskulatur. Die Gabe von Rotbuschtee an Babys oder auch Schwangere ist unproblematisch, da der Rooibos-Tee kein Teein bzw. Koffein und wenig Oxalsäure enthält. Damit sind bei Rotbuschtee im Unterschied zu schwarzem oder grünem Tee keine unerwünschten Nebenwirkungen wie etwa Schlafstörungen zu befürchten.
Rooibos-Tee kann auch bei Durchfallbeschwerden eingesetzt werden, da er antibakteriell wirkt und durchfallauslösende Bakterien wie Escherichia Coli dezimieren kann.

Antioxidative Wirkung
Rooibos, und hier vor allem der grüne Rooibos, wirkt antioxidativ und schützt somit Zellen vor Angriffen und Stress. Vor allem die im Rotbusch enthaltenen sekundäre Pflanzenstoffe Luteolin und Quercetin wirken stark entzündungshemmend, teils auch antiviral. Dies wirkt zum einen allgemein positiv auf das Immunsystem sowie eine Reihe von Krankheiten, die mit oxidativem Stress im Zusammenhang stehen. Dazu zählen beispielsweise Alzheimer, Krebs, Arteriosklerose, Multiple Sklerose und Diabetes. Zum zweiten ist die antioxidative Wirkung des Rotbusch einem jugendlichen und gesunden Aussehen förderlich, so machte der Rotbuschtee beispielsweise 1994 in Japan Schlagzeilen als ideales Anti-Aging-Mittel.

Für Diabetes-Patienten ist eine weitere Wirkung des Rotbuschs interessant: Rotbuschtee hemmt die Synthese von Adrenalin und Cortison, die mit dem Ansteigen des Blutzuckerspiegels in Verbindung stehen.

Herz-Kreislauf-Krankheiten
Neueste Forschungsergebnisse belegen, dass Rooibos auch bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingesetzt werden kann. Vor allem die Flavonoide Rutin und Aspalathin stabilisieren kleine Blutgefäße, stärken die Gefäßwände und verhindern das Zusammenkleben von Blutblättchen. Damit sinkt die Gefahr, dass Gefäße sich erweitern und verstopfen. Rooibos schützt somit den Körper vor Krampfadern, Thrombosen und Schlaganfällen.

Depressionen
Das im Rotbusch enthaltene Flavonoid Quercetin hat außer seiner entzündungshemmenden Wirkung auch Einfluss auf die Serotonin-Produktion und regt die Bildung des so genannten Glückshormons an. Die Synthese der Stresshormone Adrenalin und Cortison wird dagegen gehemmt. Damit kann Rotbuschtee auch eine stimmungsaufhellende Wirkung nachgesagt werden und unterstützend bei der Behandlung von Depressionen eingesetzt werden.

Entschlackung und Entgiftung
Rotbuschtee kann auch bei der Behandlung eines unausgeglichenen Säure-Basen-Haushalts hilfreich sein. Aufgrund der enthaltenen Mineralstoffe können durch den Rotbusch überflüssige Schlacken und Säuren gebunden und ausgeschieden werden. Darüber hinaus hat Rooibos-Tee einen positiven Einfluss auf Leberaktivitäten, die der Entgiftung dienen.

Osteoporose
Bei vorzeitigem Knochenschwund (Osteoporose) bauen so genannte Osteoklasten Knochensubstanz ab. Dies führt zur Schwächung des Skeletts und vermehrten Knochenbrüchen. Das im Rooibos enthaltene Flavonoid Luteolin kann die Tätigkeit der Osteoklasten hemmen und somit Knochenschwund vorbeugen und heilen. Mehr noch: Luteolin regt aktiv die Knochenneubildung an, da die knochenbildenden Osteoblasten gefördert werden.

Für Sportler
Rotbuschtee ist das ideale Getränk für Sportler: Im Unterschied zu vielen anderen Teesorten hat Rotbuschtee keine dehydrierende Wirkung und hilft somit, den Wasserhaushalt stabil zu halten. Darüber hinaus enthält der Tee viel Eisen und Mineralstoffe wie Magnesium, Calcium und Kalium. Damit können über das Schwitzen verlorengegangenen Mineralstoffe schnell wieder aufgefüllt werden.

Weitere Einsatzgebiete
Rotbusch ist auch interessant für Allergiker, da der Tee die Histaminausschüttung in den Zellen hemmt. So können allergische Reaktionen gemindert oder gar vermieden werden.

Möglicherweise hat Rooibos-Tee auch eine antifungale Wirkung: Im Tierversuch wurde er bereits erfolgreich bei der Behandlung von Pilzerkrankungen eingesetzt.

Hier finden Sie eine Übersicht über weitere nebenwirkungsarme oder -freie Hausmittel.


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