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Presse-Stelle:  ECO-News Deutschland, D-81371 München
Rubrik:Politik & Gesellschaft    Datum: 20.08.2019
Initiative beendet Unterschriftensammlung erfolgreich
BUND Berlin fordert Handlungsprogramm für effektiven Klimaschutz
Die Initiative Klimanotstand hat am heutigen Dienstag über 43 000 Unterschriften an das Berliner Abgeordnetenhaus übergeben, die das Ausrufen eines Klimanotstandes fordern. Die erfolgreiche Volksinitiative fordert das Abgeordnetenhaus auf, die Thematik öffentlich zu beraten und Anhörungen durchzuführen. Erfolgreich wären hierfür schon 20.000 gültige Unterschriften gewesen.

Robert Pörschmann, Sprecher des BUND-Arbeitskreises Klima und Erneuerbare Energien erklärt den für ehrenamtliche Klimaschutzaktivisten wichtigen Impuls:"Viele Berliner und Berlinerinnen spüren offenbar, dass der Klimanotstand bereits Realität ist. Klimaschutz muss oberste Priorität in Politik und Verwaltung haben, z.B. mit einem Klimavorbehalt und einer Man-to-the-moon Denk- und Herangehensweise, um alle Sektoren innerhalb weniger Jahre klimaneutral zu gestalten".

Matthias Krümmel, Referent für Klimaschutzpolitik des Landesverbandes freut sich über den Rückenwind, den die Volksinitiative für die Berliner Klimaschutzpolitik darstellt: "Jenseits aller Symbolpolitik wird mit der erfolgreichen Unterschriftensammlung klar, dass sich die Berlinerinnen und Berliner eine deutlich sichtbare und starke Klimaschutzpolitik wünschen und die bestehenden Ansätze massiv gestärkt werden sollen." Krümmel bemängelt dagegen, dass das Berliner Energiewendegesetz die Klimakrise mit einer Zunahme der Globaltemperatur um mehr als 2°C festschreiben wird. "Wir brauchen nicht nur ein 1,5°C Ziel im Rahmengesetz, wir müssen nun endlich massiv in die Umsetzung des Berliner Energie und Klimaschutzprogramms (BEK) kommen", so Krümmel weiter.

Das am 16. August 2019 vom BUND und anderen Umweltverbänden herausgegebene "Handlungsprogramm" der Umweltverbände, ("Klimakrise - was jetzt getan werden muss") muss auch landespolitischer Ebene in Berlin Beachtung finden und zusätzlich zum BEK umgesetzt werden. Wir rufen die Initiative Klimanotstand, ehrenamtlich Aktive der Berliner Verbände, Handwerk und Wirtschaft dazu auf, konkrete und weiterreichende Sofortmaßnahmen mit uns gemeinsam zu entwickeln und die Umsetzung zu begleiten", so Krümmel weiter.

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