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Quelle:ECO-News - die grüne Presseagentur
Partner:  Baubiologie Plauen Rüdiger Weis, D-08527 Plauen
Rubrik:Haus & Garten    Datum: 19.08.2012
Schimmel im Neubau! Ist das Schicksal?
Der Bau eines Hauses ist für viele Menschen ein großer Traum. Und wer sich diesen Traum erfüllt, der wird das voraussichtlich nur einmal im Leben umsetzen. Deswegen wird viel Zeit für die Planung und Gestaltung investiert. Schließlich geht es auch um große Geldsummen. So steht natürlich auch der gesundheitliche Aspekt für viele Hausbauer im Fokus. Nur denken die wenigsten zukünftigen Hausbesitzer im Zusammenhang mit ihrem neuen Haus an Schimmelpilze. Doch wenn einige Aspekte beim Bau nicht beachtet werden, kann sich in kürzester Zeit der Schimmelpilz im neuen Zuhause ausbreiten.

Wie kann es dazu kommen? Damit Schimmelpilze im Gebäude überhaupt wachsen können, benötigen Sie ausreichend Wasser. Beim Bau von massiv gefertigten Häusern kommen einige Liter Wasser ins Gebäude. Da sind beispielhaft folgende Quellen zu nennen: Beton, Mörtel, Wandputz, Estrich u.a. So kann sich die eingebrachte Wassermenge auf ca.90 Liter pro Quadratmeter summieren, weiss der Baubiologe und Sachverständige Thomas Jockel von Biolysa e.V. zu berichten. Entscheidend ist, dass dieses Wasser auch wieder aus dem Haus entweichen kann. Und da liegt heute oft das Problem. Ein Haus wird aus wirtschaftlichen Gründen in kürzester Zeit hochgezogen und die Fenster und Türen eingebaut. Aus Energiespargründen soll die Außenhülle des Hauses möglichst dicht sein. Was aus energetischer Sicht gut ist, ist aber aus feuchtetechnischer Sicht fatal. Das Wasser aus der Bausubstanz wird an die Raumluft abgegeben und erhöht somit die Raumluftfeuchte. Wird jetzt nicht dafür gesorgt, dass die Feuchtigkeit aus dem Haus entweichen kann, kommt es innerhalb kürzester Zeit zu einer Schimmelpilzbildung. Diese Schimmelpilzbildung kann auch am Anfang unentdeckt bleiben, wenn zum Beispiel Hohlräume oder die Estrichdämmung betroffen sind.

Es muss also darauf geachtet werden, dass das Haus ausreichend gelüftet wird. Auch eine technische Trocknung kann durchaus sinnvoll sein. Es gibt aber bei neuen Häusern auch andere Ursachen für Schimmelpilzbildungen. So können undichte Frisch- oder Abwasserleitungen dafür sorgen, dass Wasser in die Bausubstanz gelangt.

Sollte es zu einem Schimmelpilzschaden gekommen sein, sollten Sie unverzüglich handeln. Als erstes sollten Sie einen unabhängigen Sachverständigen oder Baubiologen zu Rate ziehen. Er kann unabhängig von wirtschaftlichen Interessen die richtigen Empfehlungen für die weitere Vorgehensweise geben und die Sanierung begleiten.

Wichtig ist, dass der Schimmelpilzbefall fach- und sachgerecht entfernt wird. Natürlich ist es auch zwingend erforderlich, die Ursache zu erkennen und zu beseitigen.

Nach der erfolgten Sanierung sollte der Baubiologe mit einer Freimessung den Sanierungserfolg überprüfen. So können Sie sicher sein, dass es keine verdeckten Gesundheitsgefahren in Ihrem neuen Zuhause durch Schimmelpilze mehr gibt.

Unterstützung und Rat kann man bei den unabhängigen Baubiologischen Beratungsstellen von Biolysa e. V. bekommen. Im Internet sind kompetente Ansprechpartner unter www.biolysa.de zu finden oder bei Baubiologie Plauen Dipl.Ing.(TU) Rüdiger Weis, Tel. 03741 472878 oder info@baubiologie-plauen.de , www.wbs-plauen.de.

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