Zurück zur ECO-World Startseite

Haftungsausschluss
Impressum
Datenschutzerklärung









  Forum
 
 
HOME | Top-Nachrichten | alle Nachrichten
 Hier finden Sie laufend aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich Ökologie.
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit ECO-News, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.

Stichwort    Art 
 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  Davert Mühle Rainer Welke GmbH, D-48308 Senden
Rubrik:Essen u. Trinken    Datum: 08.11.2001
Hülsenfrüchte - Gesund und energiegeladen in die kalte Jahreszeit
Sondernewsletter Weihnachtsgeschenke
Haben wir nicht schon in frühester Kindheit, während Großmutters Märchenstunden, erfahren, dass die kleinen getrockneten Samen unseren Lieblingsfiguren das Leben schwer machten? Es waren Linsen, die das arme Aschenbrödel verlesen musste, während ihre Schwestern auf den Ball gingen. Auch die "Prinzessin auf der Erbse" wurde von einer Hülsenfrucht gequält und konnte deshalb nicht schlafen. Wie sollen wir uns unter diesen Umständen vorstellen können, dass es sich bei Erbsen, Bohnen und Linsen um Früchte handelt, aus denen sich die schmackhaftesten Gerichte zubereiten lassen?

Tatsächlich wurden Hülsenfrüchte einige Zeit sehr stiefmütterlich behandelt. Galten sie doch als schwer verdaulich und zudem zeitraubend in der Zubereitung. Ein "Arme-Leute-Essen"-Touch haftete ihnen an. Seit dem Ende der Fünfziger Jahre drohten sie in Vergessenheit zu geraten bzw. sich später - in Konservendosen eingeschlossen - unbeliebt zu machen. Heute allerdings gibt es kaum ein Feinschmecker-Restaurant, bei dem nicht wenigstens einmal Hülsenfrüchte auf der Speisekarte zu finden sind. Die Menschen im Orient und in Südamerika haben sie schon immer als Grundlage für herzhafte Gerichte geschätzt. Und so manches Rezept aus diesen Ländern hat europäische Küchenzettel um feine Spezialitäten bereichert. Wenn wir delikate Speisen aus Erbsen, Bohnen und Linsen genießen, danken es uns nicht nur unsere Sinnesorgane. Hülsenfrüchte sind eine wertvolle Grundlage der gesunden Ernährung und sollten im Interesse des eigenen Wohlbefindens häufig verzehrt werden. Entgegen aller Vorurteile machen sie - genau wie auch Getreide und Kartoffeln - nicht dick. Sie geben Energie und Kraft. In der Sportlerernährung schätzt man sie schon länger. Ein guter Beweis dafür, dass vegetarische Gerichte keineswegs Leistungsminderung zur Folge haben. Und noch etwas: Kinder gedeihen mit ihnen prächtig!

Hülsenfrüchte im Überblick

Anbau / Botanik

Hülsenfrüchte, als älteste Kulturpflanzen der Menschheit, sind auch unter der Bezeichnung " Leguminosen " bekannt. Dieser Begriff steht als Sammelbezeichnung für Pflanzen aus der Familie der Fabäceae. Deren Früchte bestehen aus einem Fruchtblatt. Ihre Samen lassen sie in einer Hülse (=Legumen) reifen.
Es gibt tropische Leguminosen, wie Erdnüsse und Johannisbrot, kleinkörnige Samen, wie Alfalfa und Bockshornklee, klassisch kennen wir sie als Erbsen, Bohnen und Linsen.

Hülsenfrüchte zählen zu den Schmetterlingsblütlern. Mit 10.000 verschiedenen Arten bilden sie die größte Familie. Sie lieben trockenes und heißes Klima, so wie sie es hauptsächlich in Asien, Nord- und Südamerika finden und gedeihen auf relativ nährstoffarmen Böden. Hülsenfrüchte sammeln Stickstoff und reichern den Boden damit an. Das geschieht durch die Anhäufung von Knöllchenbakterien an ihren Wurzeln. Durch diese kleinen "Fabriken" liefern sie dem Landwirt gratis Stickstoff und tragen so zu einer entscheidenden Bodenverbesserung bei. Bekannter sind Erbsen und Bohnen als frisches Schotengemüse. Sie stammen von der gleichen Pflanze, werden aber bereits im sogenannten Milchreifestadium gepflückt.

Trockenerbsen und -bohnen reifen voll aus und gelangen erst, wenn das Kraut abstirbt (im Totreifestadium), zur Ernte. Nach der Ernte durchlaufen die Hülsenfrüchte in der Davert Mühle einen aufwendigen Reinigungsprozeß. Weil wir ausschließlich Hülsenfrüchte aus kontrolliert biologischem Anbau verarbeiten, erreichen uns diese in der Regel so, wie sie auf den Feldern geerntet wurden. Also auch mit kleinen Steinen und Erdklumpen, Wicken und Wildkrautsamen sowie trockenen Distelblüten. Diese, wenn auch natürlichen Zutaten, haben in unseren Produkten nichts zu suchen. Um die "Spreu vom Weizen " trennen zu können, haben wir ein hochspezialisiertes Reinigungssystem aufgebaut, das unseren Qualitätsansprüchen gerecht wird.

Inhaltsstoffe

Hülsenfrüchte sollten keinesfalls auf unserem Speiseplan fehlen. Schon gar nicht im Winter, wenn das Angebot an frischem Gemüse nicht so reichhaltig ist. Nicht nur wegen des kräftigen Geschmacks, sondern vor allem wegen ihres hohen gesundheitlichen Wertes.

Kaum eine Pflanze liefert soviel Eiweiß. Der Ballaststoffanteil mit der großen Bedeutung für eine intakte Darmtätigkeit ist enorm und ebenfalls keineswegs unbedeutend sind die mitgelieferten Mineralstoffe, wie Eisen, Phosphor, Kalium, Magnesium und Calcium.

Hülsenfrüchte enthalten (mit Ausnahme der Sojabohne) kaum Fett. Alles in allem sind sie ernährungsphysiologisch sehr wertvoll. Einige kleine Tipps führen zu einer weiteren Aufwertung ihrer Inhaltsstoffe. Beispielsweise die Kombination mit Getreidegerichten ist nicht nur geschmacklich attraktiv, sondern sie erhöht zudem noch die Eiweißverwertbarkeit. Eine gleichzeitige Aufnahme von Vitamin C führt dazu, dass auch ihr Eisen richtig verwertet wird.

Hülsenfrüchte aus kontrolliert biologischem Anbau verfügen über zwei wesentliche Vorzüge: sie sind besonders aromatisch und weisen so gut wie keine Schadstoffrückstände auf. Zudem bietet der konventionelle Handel oftmals geschälte Ware an.

Da sich gerade in der Schale wichtige Inhaltsstoffe verbergen, sind diese Produkte nicht mehr vollwertig. An eine Keimfähigkeit ist gar nicht zu denken. Und dabei läßt sich gerade durch Keimung die Menge an Vitaminen noch steigern.

Leider finden sich in Hülsenfrüchten auch unerwünschte Stoffe. Diese werden jedoch durch ausreichende Erhitzung oder Keimung zerstört bzw. abgebaut. Das bedeutet für die menschliche Ernährung lediglich, dass Hülsenfrüchte niemals unerhitzt (bzw. ungekeimt) verzehrt werden dürfen.

Ein unerfreuliches Thema, welches immer wieder mit Hülsenfrüchten in Verbindung gebracht wird, sind die unliebsamen Blähungen. Sie entstehen dadurch, dass im Darm die in den Leguminosen enthaltenen Mehrfachzucker, wie Raffinose, Stachyose und Verbacose, durch Mikroorganismen abgebaut werden. Sie sorgen für die Bildung von Gasen, die die berühmten Winde produzieren. Da Hülsenfrüchte nun mal eine harte Schale und damit eine große Menge an unverdaulichen Bestandteilen liefern, ist die Darmreaktion nicht komplett vermeidbar. Aber durch regelmäßigen Genuss gewöhnt der Körper sich allmählich an die Störenfriede. Er muss in dieser Richtung trainiert werden. Schließlich bekommt man spätestens nach der fünften Bergtour auch keinen Muskelkater mehr...

Ein Keimen der Hülsenfrüchte vermindert übrigens auch die Bildung von flatulenzfördernden Gasen.

Verwendungstipps:

Hülsenfrüchte sind das ganze Jahr über erhältlich. Es handelt sich um Samen mit besonders langer Lagerfähigkeit, zudem sind sie unproblematisch in der Zubereitung. Jedenfalls, solange man einige wenige Grundregeln beachtet: Vor der Verwendung sollten sie gründlich gewaschen werden, falls sich Schmutz oder ungenießbare Samen doch durch eine Reinigungsstufe gemogelt haben.

Mit Ausnahme der Linsen müssen Hülsenfrüchte vor dem Kochen eingeweicht werden. Die Einweichdauer sollte 6 -12 Std. betragen und ist abhängig vom Alter der Samen bzw. auch vom Härtegrad des Wassers. Es sollte kalt sein und kann bei Erbsen und Bohnen aus kontrolliert biologischem Anbau auch gleichzeitig als Kochwasser verwendet werden. So gehen Vitamine und Mineralstoffe nicht verloren. Eine Bildung von Schaum ist während des Garens völlig normal. Er läßt sich abschöpfen oder durch Zugabe von 1 TL Öl reduzieren.

Muss unter Umständen während des Kochvorgangs noch Wasser nachgegossen werden, so empfiehlt es sich, heißes Wasser zu verwenden, da kaltes die Samen "abschreckt" und sie sich nicht mehr weich kochen lassen.

Bei besonders sensiblen Verdauungsorganen ist es hilfreich, die Hülsenfrüchte nach dem eigentlichen Garprozeß noch 1 - 2 Std. ohne direkte Hitzezufuhr nachquellen zu lassen.

Das richtige Würzen ist bei Hülsenfrüchten extrem wichtig:

Salz: sollte erst nach der Garzeit ins Kochwasser gegeben werden. Sonst kochen sie nicht weich. Das gilt vor allem für Erbsen

Säuren: runden den Geschmack harmonisch ab (z. B. Zitronensaft, Apfelessig...)

Scharfe Gewürze: wie Chillipulver, Cayennepfeffer u.a. intensivieren das Aroma

Kümmel und Koriander: sorgen für eine gute Bekömmlichkeit

Kräuter: nach Möglichkeit frische verwenden

Vorsicht: die Würzmischungen sollten sich ergänzen und nicht dazu führen, dass der Eigengeschmack der Hülsenfrüchte auf der Strecke bleibt

Die Vielfältigkeit der Verwendungsmöglichkeiten lädt ein, immer wieder neue Rezepte auszuprobieren und sich überraschen zu lassen, welche Varianten für die "Energieküche" ebenso denkbar sind.

Die Palette reicht von edel schmeckenden Suppen, über herzhaft-deftige Eintöpfe und verführerisch duftenden Aufläufen bis zu scharf gewürzten Beilagen aus den fernen Ländern ihres Ursprungs, kräftigen Salaten, Püree, Brotaufstrichen und vielem mehr.

Diskussion

Um in diesem Forum diskutieren zu können, benötigen Sie eine Zugangsberechtigung...   zur Anmeldung
BesitzerInnen einer gültigen ECO-Card oder Member-Card können gleich losdiskutieren.
User-ID:
Password:



 
 
  Aktuelle News
  RSS-Feed einrichten
Keine Meldung mehr verpassen

19.08.2025
Sauber sog i - jetzt wird um den Titel gekämpft! Schafft "Müllbertshofen" es, den Pokal der Münchner Müllmeisterschaft - vom 13. bis 15. September 2025 - zu verteidigen?


Einstellung des ECO-Newsletters Am 19. August wird der letzte ECO-Newsletter an die AbonnentInnen verschickt


18.08.2025
Kaum Platz für Busse: Abfrage der Deutschen Umwelthilfe offenbart dringenden Nachholbedarf bei Busspuren in Großstädten

Moor-PV: Chance für Klimaschutz, Energiewende und Landwirtschaft Orientierungshilfe für landwirtschaftliche Betriebe veröffentlicht


17.08.2025
Reichling gegen neue Erdgas-Förderung BUND Naturschutz organisiert große Kundgebung direkt am Bohrplatz.


15.08.2025
Deutsche Umwelthilfe zum UN-Abkommen gegen Plastikmüll: "Rückschlag im Kampf gegen wachsende Müllberge"

Plastikkrise ungelöst: UN-Verhandlungen scheitern an Blockadehaltung einzelner Staaten UN-Mitgliedstaaten können sich auf keinen Vertragstext gegen Plastikverschmutzung einigen


Bundesregierung muss zu Klima-Verfassungsbeschwerden Stellung nehmen Klagen für ausreichenden Klimaschutz nehmen wichtige Hürde


Wasserampel als hilfreiche Orientierung bei der Wassernutzung Gemeinsam mit den Kommunalen Spitzenverbänden veröffentlicht das Hessische Landwirtschafts- und Umweltministerium den Leitfaden Wasserampel

ÖDP kritisiert Reiches Energie-Pläne Naturschutzpartei: Nicht den gleichen Fehler von Peter Altmaier wiederholen, das kostet Arbeitsplätze und den Verlust von Spitztechnologie.


14.08.2025
Kostenpunkt PV-Anlage Für wen rechnet sich die Investition wirklich?

Welt-Pferdetag am 20. August Tierschutzbund fordert verbesserten Schutz von Pferden


Hitzewelle gefährdet Leben Initiative "Grün in die Stadt" fordert: mehr Stadtgrün und die Umsetzung der 3-30-300-Regel


Messstationen melden deutschlandweit extrem hohe Ozonbelastung Deutsche Umwelthilfe fordert Maßnahmen gegen Vorläuferstoffe aus Verkehr und industrieller Tierhaltung

Kenvue fördert Produkttransparenz: Adaption des EcoBeautyScore durch Neutrogena® in Deutschland Mit der Einführung des neuen Ratings will Kenvue Menschen dabei unterstützen, nachhaltigere Gewohnheiten anzunehmen


Kein Skandal scheint groß genug: Es geht immer noch dreister ÖDP kritisiert Rheinwasser-Umleitung in NRW-Braunkohlegruben: Gesundheitsgefahr durch PFAS.


13.08.2025
100-Tage-Bilanz der Merz-Regierung Transparency Deutschland fordert Kurskorrektur

Hoyerswerda: Energiestruktur im Wandel Die Agentur für Erneuerbare Energien e. V. (AEE) zeichnet die Stadt Hoyerswerda als Energie-Kommune des Monats August 2025 aus.


ÖDP kritisiert "Rolle rückwärts beim Umweltschutz" Bio-Bauer Billmann warnt: "Entbürokratisierung, aber nicht so!"


Flexible Energie fürs Haus: SunLit Solar macht erstmals E-Autos zur Stromquelle für steckerfertige Speichersysteme Neue Vehicle-to-Load-to-Home-Funktion des SunLit EV3600 ermöglicht AC-seitige Beladung von Balkonkraftwerkspeichern über Elektrofahrzeuge