Zurück zur ECO-World Startseite

Haftungsausschluss
Impressum
Datenschutzerklärung
 








  Forum
 
 
HOME | Top-Nachrichten | Energie & Technik alle Nachrichten
 Hier finden Sie laufend aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich Ökologie.
Stichwort    Art 
Hilfe   neue Suche  alle Pressestellen anzeigen 
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit ECO-News, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.

 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  ECO-News Deutschland, D-81371 München
Rubrik:Energie & Technik    Datum: 22.04.2024
Label für emissionsreduzierten Stahl
Wichtiger erster Schritt in die Transformation der Stahlindustrie
Germanwatch begrüßt die Einführung eines Klassifizierungssystems zur Kennzeichnung von Stahl mit geringeren Emissionen / Weitere Maßnahmen zur Schaffung grüner Leitmärkte notwendig / Potential von Schrottstahl zur Emissionsreduzierung muss voll ausgeschöpft werden

© Peter H; Pixabay.com
Das von Wirtschaftsminister Habeck und der Wirtschaftsvereinigung Stahl auf der Industrie-Messe in Hannover vorgestellte Kennzeichnungssystem "Low Emission Steel Standard" (LESS) ist nach Ansicht der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch ein sinnvoller erster Schritt Richtung grüner Leitmärkte für Stahl.

Tilman von Berlepsch, Referent für klimaneutrale Industrie bei Germanwatch, lobt, dass es der Bundesregierung und dem Branchenverband gelungen ist, sich auf ein unabhängiges Klassifizierungssystem zu einigen, das sowohl die Verwendung von Schrottstahl berücksichtigt als auch die Messlatte für emissionsreduzierten Primärstahl hoch hängt. "Die Stahlindustrie zeigt, dass sie es ernst meint mit der Transformation. Jetzt muss die Politik weitergehende Instrumente für die Entstehung grüner Leitmärkte implementieren. Das neue Stahl-Label ist dafür eine gute Grundlage und es kann auch international einen Maßstab für die Zertifizierung emissionsreduzierter Stahlsorten setzen."

Weniger Emissionen, aber noch viel zu tun
Für die LESS-Klassifizierung werden sowohl die Menge an emittiertem CO2 pro Tonne Stahl als auch der prozentuale Einsatz von Schrottstahl auf einer Skala von der besten Stufe A bis D berücksichtigt. Damit sollen zwei Ziele gleichzeitig erreicht werden: zum einen die Umstellung der Primärstahlproduktion anzureizen und zum anderen die Nachfrage nach Schrottstahl anzukurbeln. Problematisch an der Verwendung dieser "gleitenden" Skala ist aus Sicht von Germanwatch, dass aus Roheisen hergestellter Primärstahl trotz höherer CO2-Emissionen ein besseres Label erhalten könnte als recycelter Sekundärstahl. Damit besteht die Gefahr, dass der klimafreundlichere Schrottstahl verdrängt wird. Für das Erreichen der Klimaziele muss aber auch das Potenzial von Schrottstahl zur Emissionsreduzierung voll ausgeschöpft werden.

Die Zusatzklasse von "Nahe-Null-Emissionen" ist eine gute Zielmarke für die Klimaneutralität in 2045. Bis dahin ist aber noch viel zu tun. Selbst die im Bau befindlichen Direktreduktionsanlagen werden aufgrund des Energiemix' zu Beginn voraussichtlich nur die zweitschlechteste Kategorie C erreichen.

Instrumente zur Schaffung grüner Leitmärkte jetzt zügig angehen
Von Berlepsch weiter: "Die Einführung des freiwilligen Klassifizierungssystems für emissionsreduzierten Stahl ist eine notwendige, aber noch keine hinreichende Bedingung dafür, dass die Transformation der Stahlindustrie gelingt. Es braucht jetzt schnellstmöglich gesetzliche Rahmenbedingungen, um die Verwendung des Stahl-Labels im Bau und in der Automobilindustrie zum Standard zu machen. Dort werden 60 Prozent des produzierten Stahls eingesetzt."

Für den Bau-Sektor sind Quoten bei der Öffentlichen Auftragsvergabe denkbar. Beim Bau von Brücken, Schieneninfrastruktur oder Windenergie könnte so ein Nachfrageimpuls nach klimafreundlichem Bau-Stahl entstehen und gleichzeitig der Klimaschutz im Verkehrs- und Energiesektor verbessert werden. Für höherwertigen Qualitätsstahl, der meistens aus der Primärroute stammt, sind Quoten in der öffentlichen Beschaffung beispielsweise für den öffentlichen Fuhrpark denkbar. Von Berlepsch: "Bahnen, Busse, Blaulicht-, Müll- und andere Nutzfahrzeuge sollten in Zukunft zu großen Teilen mit emissionsreduziertem Stahl hergestellt werden. Bis 2030 sollte mindestens die Hälfte des öffentlich beschafften Stahls die Emissionsklasse B oder höher erreicht haben."

Diskussion

Um in diesem Forum diskutieren zu können, benötigen Sie eine Zugangsberechtigung...   zur Anmeldung
BesitzerInnen einer gültigen ECO-Card oder Member-Card können gleich losdiskutieren.
User-ID:
Password:



 
 
  Aktuelle News
  RSS-Feed einrichten
Keine Meldung mehr verpassen

04.06.2024
Eigenanbau: Im Sommer Wintergemüse pflanzen VERBRAUCHER INITIATIVE zum Tag des Gartens am 9. Juni


03.06.2024
Expertenrat für Klimafragen warnt vor Zielverfehlung Bundesregierung muss zügig nachbessern, um Gesetz einzuhalten

Haushalt: Sparkurs beenden - Armut und Klimakrise gleichzeitig bekämpfen Klima-Allianz Deutschland, Diakonie Deutschland und Nationale Armutskonferenz

Expertenrat für Klimafragen: Ampel versagt beim Klimaschutz BUND-Vorsitzender Olaf Bandt zum Sondergutachten zur Prüfung der Treibhausgas-Projektionsdaten 2024

Extremwetterereignisse zeigen: Klima- und Auenschutz sind dringender denn je Dauerregen

Willkürliche Datensammlung - vollständige Kontrolle beim Saatgut AbL und IG Nachbau lehnen Erntegut-Bescheinigung für Landwirte ab

Zur angekündigten Stärkung der Transformation und von Investitionen in den Kohleregionen Kathrin Henneberger und Bernhard Herrmann

Vorsorge verbessern - Hochwasserversicherung einführen

ISC3 präsentiert Nachhaltige Chemie-Innovationen für die Prozessindustrie auf der ACHEMA International Sustainable Chemistry Collaborative Centre bringt 14 Start-ups mit innovativen Lösungen nach Frankfurt


Neuer, projektorientierter Studiengang adressiert Herausforderungen von Unternehmen zur Nachhaltigkeit Der neue Studiengang "Sustainability Studies" der Hochschule Albstadt-Sigmaringen setzt beim Bedarf der Unternehmen, der Studierenden und des Transfers an.


Oikocredit legt Impact Studie vor Umfrageergebnisse von 40.500 Befragten zur Wirkung von nachhaltigen Geldanlagen im inklusiven Finanzwesen veröffentlicht


Der nächste Schritt nevoPP ist das erste 100 % klimaneutrale Kunststoff-Abwassersystem. Es steht für konsequente Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft im Tiefbau.


01.06.2024
Positiver Wandel der Wirtschaft? - So kann's gehen forum 03/2024 mit dem Schwerpunkt "Wirtschaft im Wandel - Lieferkettengesetz, CSRD und regionale Wertschöpfung"


31.05.2024
Europawahl entscheidet auch über Schutz der Moore BUND warnt zum Welttag der Moore: Natürliche Klimaschützer in Gefahr


Gartentier des Jahres 2024: Nur noch wenige Tage, um abzustimmen!


"Mit dem neuen Naturschutzgebiet Nauberg werden einzigartige Buchenwälder bewahrt" Katrin Eder weihte Naturschutzgebiet ein

Umwelt- und Klimaschutz bleiben für Jugendliche wichtig - Bedeutung anderer Themen nimmt zu BMUV- und UBA-Jugendstudie "Zukunft? Jugend fragen! 2023"

Tausende demonstrieren in München für Klimaschutz und gegen den europäischen Rechtsruck Trotz strömendem Regen


30.05.2024
Haushalt 2025: Breites Bündnis fordert von Finanzminister Lindner Einsparungen und nachhaltige Investitionen im Verkehr Gemeinsame Pressemitteilung von ACE Auto Club Europa, BUND und Klima-Allianz Deutschland

Ökotipp: Hinaus ins Grüne -