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Presse-Stelle:  ECO-News Deutschland, D-81371 München
Rubrik:Umwelt & Naturschutz    Datum: 08.05.2019
Mikroplastik stoppen - jetzt!
Initiative Ocean Now! startet zum Schutz der Ozeane das Fotoprojekt "In Your Face"
Mehr über Möglichkeiten, Kunststoffabfälle abzufangen, bevor sie im Ozean landen, lesen Sie im kommenden forum Nachhaltig Wirtschaften 2/2019.
Ocean.Now! startet mit prominenten Gesichtern wie dem Wissenschaftsjournalisten Ranga Yogeshwar und der #FridaysForFuture-Aktivistin Luisa Neubauer das künstlerische Projekt "In Your Face".

Die Aktion richtet sich gegen die Verwendung von Mikroplastik in Kosmetik. Bis zum "UN World Oceans Day" (8.6.2019) werden über einen Zeitraum von vier Wochen wechselnde Fotos von VIPs mit Mikroplastik im Gesicht online auf ocean-now.org/inyourface und offline in Berliner Kinos und an Bus- und S-Bahn-Haltestellen zu sehen sein.

Mit dem Kunstwerk 'Microplastics II' von Swaantje Güntzel soll auf die Dringlichkeit des Problems hingewiesen werden. © Henriette Pogoda
Die Inszenierung lehnt sich an das Kunstwerk "Microplastics II" von Swaantje Güntzel an, einer Hamburger Künstlerin, die sich seit 10 Jahren der Verschmutzung der Meere widmet (siehe Foto oben). Die Protagonisten tragen Mikroplastik im Gesicht, das weltweit an Stränden und in Meeren von engagierten Freiwilligen eigenhändig gesammelt wurde.

Die Verwendung von Mikroplastik in Kosmetik wirkt sich nicht nur schädlich auf die Gesundheit von Menschen aus, sondern auch auf die Tier- und Umwelt sowie den Ozean. "In Walen und Delfinen sammelt sich das Mikroplastik durch die Nahrung an und kann das Immunsystem schädigen und ganze Populationen schwächen", so Meeresbiologe David Pfender (Whale and Dolphin Conservation).

Das Projekt "In Your Face" macht auf die globalen Umweltprobleme durch Mikroplastik aufmerksam. "Mit dem Kunstwerk "Microplastics II" von Swaantje Güntzel möchten wir auf die Dringlichkeit des Problems hinweisen. Die Politik sollte nach dem Vorsorgeprinzip handeln und sofort die gesetzliche Definition von Mikroplastik überarbeiten. Auch flüssige Polymere müssen zukünftig darunter fallen", so Meike Schützek, Mitgründerin des Ozeanschutzkollektivs Ocean. Now!

Zum Abschluss des Projektes werden die Initiator*innen Mitte Juni einen Offenen Brief sowie bestehende Petitionen zum Schutz der Ozeane und gegen Mikroplastik gemeinsam mit Bündnispartner*innen, wie der Whale and Dolphin Conservation, Zero Waste Berlin e.V. und Plasticontrol, an die Bundesumweltministerin Svenja Schulze übergeben.

Das Fotoprojekt von Ocean. Now! richtet sich an die Entscheidungsträger*innen in Politik und Wirtschaft und fordert sie dazu auf, Mikroplastik gesetzlich zu verbieten. Übergangsweise sollte es zumindest verschärfte Regeln für die Verwendung von Mikroplastik in Kosmetik geben.

Ein Verbot von festem Mikroplastik wird zurzeit in der EU und heute auch im Bundestag diskutiert. Die Umsetzung wird jedoch langwierig sein und im Detail von der Gesetzgebung der einzelnen Mitgliedstaaten abhängen. Nicht erfasst ist bislang flüssiges Mikroplastik, das ebenfalls die Ozeane belastet. Ein freiwilliger Verzicht der Kosmetikindustrie auf diesen Ersatzstoff zeigt derzeit kaum Wirkung. Deshalb erhöht Ocean.Now! den Druck: "Wir rufen die Politik dazu auf, umgehend stärkere Anreize für einen Verzicht auf flüssiges Mikroplastik zu schaffen", erklärt Meike Schützek.

Hintergrundinformationen:

Über Ocean. Now!:
"Ocean. Now!" ist ein Ozeanschutzkollektiv, das den Schutz der Ozeane voranbringen will. Es arbeitet mit dem Medium Kunst, um den Ozeanschutz gesamtgesellschaftlich zu beschleunigen. Das Klimaschutzziel 14 "Sustainable Development Goal 14 (SDG 14)" des Pariser Klimaabkommens bildet dabei den Rahmen für seine Arbeit.

Über Swaantje Güntzel:
Die Hamburger Künstlerin Swaantje Güntzel (geboren 1972 in Soest) widmet sich seit 10 Jahren dem globalen Plastikproblem. Güntzels Hauptanliegen ist es, die anthropogene Verschmutzung der Meere und die Präsenz von Plastik in unserem Alltag mit den Mitteln der Kunst sichtbar zu machen und ins Bewusstsein der Betrachter zu holen.


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