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Presse-Stelle:  ECO-News Deutschland, D-81371 München
Rubrik:Geld & Investment    Datum: 15.03.2016
Außergewöhnlicher Streik der EthikBank Eisenberg
Schluss mit der EU-Förderung der Konzern- und Großbanken!
Am 16. März 2016 gibt es ein außergewöhnliches Ereignis. Der Vorstand der EthikBank beteiligt sich ebenso wie sämtlichen Kolleginnen und Kollegen des Finanzinstituts aus Eisenberg an einem eintägigen Streik. Die Schalter der Bank bleiben geschlossen, die Telefone des Vorstands sind nicht erreichbar. Die EthikBanklerInnen ziehen geschlossen nach Berlin vor das Gebäude des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken. ethecon - Stiftung Ethik & Ökonomie, Kundin der EthikBank begrüßt und unterstützt diesen Streik.

Aus der Sicht von ethecon - Stiftung Ethik & Ökonomie streikt die EthikBank stellvertretend für das gesamte mittelständische Bankgewerbe. Dieses sieht sich einer Finanzpolitik der Europäischen Union (EU) ausgesetzt, die einzig den Profiten der Konzernbanken dient und für radikale Veränderung des Bankenmarktes sorgen wird. Bereits in Bälde könnten Zehntausende von Arbeitsplätzen im Bankgewerbe bedroht sein und sich das Gewicht noch mehr zu unkontrollierbaren Groß- und Konzernbanken verschieben.

Axel Köhler-Schnura, Gründungsstifter von ethecon meint dazu: "Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) und die übertriebenen Regulierungsauflagen durch die EU überfordern bereits heute die mittelständischen Banken. Nicht nur zu Lasten der mittelständischen Geldinstitute und ihrer Beschäftigten, sondern noch viel mehr zu Ungunsten der Abermillionen arbeitenden Menschen in der EU, die für ihr tägliches Leben und ihre Alterssicherung - bei rasantem Abbau staatlicher Daseinsfürsorge! - auf die Dienstleistungen der Banken angewiesen sind." Neben den wirtschaftlichen Konsequenzen für mittelständische Banken habe die bedrohliche Situation auch deutliche gesellschaftliche Verwerfungen zur Folge. Die EU fördere Umverteilung von unten nach oben, die Ultra-Reichen profitieren, die Masse der BankkundInnen hat das Nachsehen.

Die EthikBank fordert nachdrücklich von ihrem Verband, dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), statt auf Fusionen und Weltbankformat zu schielen, sich für Sicherung und Erhalt der genossenschaftlich organisierten Bankenstruktur einzusetzen. Diese investieren vor allem in die Realwirtschaft und sind nicht in Spekulationsgeschäfte und Finanzblasen verwickelt, die fast die gesamte Weltwirtschaft zum Einsturz gebracht hätten und auch heute noch die Welt in Atem halten.
Die EthikBank ist Hausbank der Stiftung ethecon. Aus gutem Grund, denn diese Bank fördert ethisch ausgerichtetes Investment, hat klare Positionen zu Profitwirtschaft um jeden Preis und stellt Transparenz über ihre Geschäfte her.
Die Stiftung hatte 2011 die Vorstände Anshu Jain und Jürgen Fitschen sowie die GroßaktionärInnen der DEUTSCHEN BANK mit dem Internationalen ethecon Black Planet Award wegen ihrer gewissenlosen kriegstreibenden, sozialfeindlichen und umweltzerstörenden Geschäfte an den Pranger gestellt. ethecon begrüßt und unterstützt den Streik der EthikBank im Interesse eines Wandels weg von profitgetriebener hin zu sozial und ökologisch ausgerichteter Wirtschaft.


ethecon - Stiftung Ethik & Ökonomie ist im Gegensatz zu den vielen Konzern-, Familien-, Kirchen-, Partei- und Staatsstiftungen eine der wenigen Stiftungen "von unten" und folgt dem Leitmotiv "Für eine Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung!". Die noch junge Stiftung sucht weitere Zustiftungen, Spenden und Fördermitglieder.

Bereits seit 2006 verleiht ethecon jährlich die beiden internationalen Positiv- und Negativ-Preise, den Internationalen ethecon Blue Planet Award für herausragenden Einsatz für Erhalt und Rettung des "Blauen Planeten" sowie der Internationalen ethecon Black Planet Award für schockierende Verantwortung für Ruin und Zerstörung der Erde. Blue Planet PreisträgerInnen waren ua. Vandana Shiva/Indien, Uri Avnery/Israel, und Jean Ziegler/Schweiz, der Black Planet Award schmähte u.a. bereits Manager und GroßaktionärInnen der Konzerne BP/Großbritannien, TEPCO/Japan und DEUTSCHE BANK/Deutschland.



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