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Presse-Stelle:  Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP), Pablo Ziller, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Tel./Fax 030/49854050, D-10409 Berlin
Rubrik:Politik & Gesellschaft    Datum: 06.03.2016
EU-Kommission darf Genehmigung für Glyphosat auf keinen Fall verlängern!
ÖDP fordert: Das Vorsorgeprinzip ernst nehmen und konsequent anwenden!
Glyphosat, das höchst umstrittene und am häufigsten genutzte Pestizid, darf nach Auffassung der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) durch die EU-Kommission nicht für weitere 15 Jahre zugelassen werden. "Wer das Vorsorgeprinzip ernst nimmt, der muss dem kleinen Wörtchen "wahrscheinlich" in der Bewertung der Weltgesundheitsorganisation Vorrang geben vor rein kommerziellen Interessen", so die Bundesvorsitzende Gabriela Schimmer-Göresz. Die Weltgesundheitsorganisation hatte Glyphosat als erbgutschädigend und wahrscheinlich krebserregend beim Menschen eingestuft. Es stehe zudem im Verdacht, ins Hormonsystem einzugreifen und die Fruchtbarkeit zu schädigen.

"Auch wenn die Untersuchung verschiedenster Stoffe, wie beispielsweise das Trinkwasser oder aktuell das "flüssige Nahrungsmittel" Bier lediglich kleine Mengen an Rückständen aufweisen, müsse Schluss sein mit der flächendeckenden Belastung der Böden, des Grundwassers, einer Vielzahl von Lebensmitteln und des letzten Gliedes in der Nahrungskette", so Schimmer-Göresz. Der Nachweis von Glyphosat im menschlichen Urin sei ein deutlicher Warnhinweis und die Schädlichkeit für die biologische Vielfalt ein deutliches Signal, um die Genehmigung so lange auszusetzen, bis die letzten offenen Fragen eindeutig geklärt seien.

Das Vorsorgeprinzip ist, so Schimmer-Göresz, eine der wichtigsten Säulen des Umweltschutzes. Eine Umsetzung des Vorsorgeprinzips erfordere, dass immer wieder neue Erkenntnisse aufgenommen und auf diese reagiert werden müsse. "Eine Genehmigung für weitere 15 Jahre Gifteinsatz auf unseren Äckern darf es nicht geben. Die frühen Warnungen müssen in einem Glyphosat-Stopp münden, damit wir nicht in einigen Jahren nicht rückholbare Lehren ziehen müssen", so Schimmer-Göresz abschließend.


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