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 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  ECO-News Deutschland, D-81371 München
Rubrik:Haus & Garten    Datum: 29.02.2016
Zerspanen: Ein komplexer Fertigungsprozess
Know-how für den Heim- und Handwerker
Beim Zerspanen handelt es sich um ein Fertigungsverfahren zur Bearbeitung von festen Werkstoffen. Allgemein versteht man unter "zerspanenden Fertigungsverfahren" all diejenigen Verarbeitungsverfahren von unterschiedlichen Feststoffen (Glas, Metall, Holz, Stein), bei denen Material auf mechanische Weise herausgetrennt wird.

Das Grundprinzip
Zerspanung. Foto: beeki, Pixabay
Beim Zerspanen wird ein harter und scharfer sogenannter Trennkörper zum Herausarbeiten von Material aus einem wesentlich weicheren Werkstoff eingesetzt. Durch den Druck, mit dem der Trennkörper auf das zu bearbeitende Werkstück gepresst wird, wird Material gelöst und als Span abgeführt. Diesem Umstand ist der Name dieses Fertigungsverfahrens geschuldet. Allerdings gibt es eine große Gruppe an Fertigungsverfahren, die allesamt unter dem Begriff des Zerspanens zusammengefasst werden. Dazu gehören:
  • das Sägen,
  • Bohren,
  • Fräsen,
  • Drehen,
  • Schleifen und bedingt auch
  • Schneiden und Strahlen.
Wie sich die einzelnen Methoden des Zerspanens darstellen, soll hier weiterführend erläutert werden. Möchte man sich noch detaillierter mit diesem Thema beschäftigen, so findet man umfangreiche Informationen auf den Seiten von BMK Baumann.

Sägen
Beim Sägen ist das Prinzip einfach. Hier werden lineare Schnitte in ein Werkstück eingebracht. Das Sägeblatt - der Trennkörper - ist dabei die ganze Zeit fest mit dem Werkstück verbunden. Neben verschiedenen Arten von Handsägen gibt es diverse andere Sägetypen, die sich für unterschiedliche Einsatzzwecke eignen. Darunter Kreissägen, Kettensägen, Band- oder Bügelsägen.

Bohren
Foto: blickpixel, Pixabay
Beim Bohren werden kreisförmige Aussparungen in ein Werkstück eingebracht. Der rotierende Bohrkopf trägt meist in einem Arbeitsgang das Material ab und formt ein Loch mit definierter Länge und Durchmesser. Bei sehr weichen Feststoffen wie Holz kann man auf handbetriebene Bohrer zurückgreifen.

Fräsen
Beim Fräsen ist der Trennkörper ein rotierendes Werkzeug, welches an das fest eingespannte Werkstück herangeführt wird. Durch die Schärfe des Trennkörpers und den aufgewendeten Druck kann das Werkstück bearbeitet werden. Das Spektrum an Fräsen reicht von einfachen Profilfräsen bis hin zu sehr komplexen und technisch aufwendigen CNC-Fräsen. Solche CNC-Fräsen erlauben es dem Anwender, Werkstücke sehr frei und individuell zu gestalten. Der Einsatz von Lasern bietet darüber hinaus weitere Gestaltungsmöglichkeiten.

Drehen
Das Drehen weist eine gewisse Ähnlichkeit zum Fräsen auf. Hier wird allerdings nicht der Trennkörper sondern das Werkstück in Rotation gesetzt. Zudem können im Gegensatz zum Fräsen ausschließlich rotationssymmetrische Werkstücke hergestellt werden. Der auf dem Werkzeugschlitten befestigte Trennkörper wird an das rotierende Werkstück herangeführt und somit an gewünschter Stelle Material abgetragen. Im Gegensatz zur Metall- und Kunststoffindustrie spricht man bei einem solchen Fertigungsverfahren in der Holzindustrie von Drechseln und nicht von Drehen.

Schleifen
Anders als beim Sägen, Bohren, Fräsen und Drehen wird beim Schleifen kein Werkzeug verwendet. Das Schleifmittel in Form von Papieren oder Bürsten muss stetig erneuert werden. Beim Schleifen werden auch keine Konturen aus einem Werkstück ausgeformt sondern ausschließlich die Oberfläche bearbeitet. Der Abtrag beim Schleifen ist sehr gering, durch das Schleifen wird Oberflächen ein ebenmäßiges Aussehen verliehen, um diese beispielsweise zu lackieren. Es gibt zahlreiche verschiedene Schleifverfahren.

Schneiden und Strahlen
Um Werkstücke oder komplexe Strukturen zu bearbeiten, für die das Schleifen nicht ausreicht, gibt es die Möglichkeit des Schneidens oder Strahlens. Beim Wasserstrahlschneiden beispielsweise wird ein Abrasionsmittel (zum Beispiel Quarzsand) mit sehr hohem Druck auf ein Werkstück gestrahlt. Dies löst Oberflächenschichten ab. Beim Strahlen wird anstelle des Wassers Luft benutzt, um das Abrasionsmittel auf das Werkstück zu strahlen.


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