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Rubrik:Umwelt & Naturschutz    Datum: 05.01.2016
Natura 2000 - Umsetzen statt aufweichen!
Rund 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 40. Naturschutztage am Bodensee verabschieden Resolution
Naturschützerinnen und Naturschützer fordern bei den 40. Naturschutztagen am Bodensee die europäischen Naturschutzrichtlinien nicht aufzuweichen. Fotoautor: Frank Müller/BUND BW
Radolfzell. Das europäische Schutzgebietsnetz Natura 2000 sichert die Zukunft der einmaligen, artenreichen Natur- und Kulturlandschaften Europas. In Baden-Württemberg gehören zu diesem Naturerbe die Wacholderheiden der Schwäbischen Alb, die badischen Rheinauenwälder oder die Moore im Allgäu. Wildkatze, Wolf und Wanderfalke sind dank der EU-Naturschutzrichtlinien wieder auf dem Vormarsch. Die rund 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 40. Naturschutztage am Bodensee haben heute in einer Resolution und mit einer Aktion die EU-Kommission sowie Politikerinnen und Politiker aus Baden-Württemberg aufgerufen, die beiden europäischen Naturschutzrichtlinien, die Natura 2000 zugrunde liegen, in ihrer derzeitigen Form zu erhalten.

"Weicht die EU-Kommission die Naturschutzrichtlinien auf, verspielt sie unser europäisches Natur- und Kulturerbe. Für Wildkatze, Wolf und Wanderfalke wäre das fatal", so Dr. Brigitte Dahlbender und Dr. Andre Baumann, die Landesvorsitzenden von BUND und NABU in Baden-Württemberg. Anfang 2016 möchte die EU-Kommission entscheiden, ob die EU die Naturschutzrichtlinien beibehält oder ob diese geschwächt werden. Derzeit führt die EU-Kommission einen "Fitnesscheck" durch, um zu überprüfen, wie effizient und wirksam die Richtlinien sind. Unter dem Vorwand von Effizienzsteigerungen versuchen insbesondere EU-kritische Staaten sowie Teile der Agrar- und Jagdlobby die Richtlinien abzuschwächen.
In einer Resolution fordern die rund 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 40. Naturschutztage am Bodensee, die EU-Naturschutzrichtlinien in ihrer jetzigen Form zu erhalten. Zugleich rufen sie die Regierungen auf, die Richtlinien strikter anzuwenden und konsequenter umzusetzen, damit sie ihre Wirkung voll entfalten können. Hierzu gehört auch, dass mehr Personal und finanzielle Mittel für den Naturschutz bereit stehen.

Die EU-Kommission hatte 2015 in einer Konsultation Verwaltungen, Naturschutzorganisationen und Wirtschaftsvertreterinnen und -vertreter in allen Mitgliedsstaaten zur Wirksamkeit der EU-Naturschutzrichtlinien befragt: 48 Prozent fanden die Richtlinien effektiv bis sehr effektiv, 47 Prozent bewerteten sie als ausreichend effektiv und nur drei Prozent gaben an, die Richtlinien seien nicht wirksam.

Die beiden Umweltverbände sehen daher keinen Grund, die Richtlinien zu verändern. Im Gegenteil: "Die Befragung zeigt klar und deutlich: Die FFH- und die Vogelschutzrichtlinie der EU sind das passende Werkzeug, um die Natur in Europa für die kommenden Generationen zu schützen und unsere internationalen Verpflichtungen zum Erhalt der Biodiversität zu erfüllen", so Brigitte Dahlbender.

"Wir fordern die Politikerinnen und Politiker auf, sich zum europäischen Naturerbe zu bekennen und sich stark zu machen für Natura 2000", sagt Andre Baumann. "Die FFH- und die Vogelschutzrichtlinien sind derzeit das wirksamste Naturschutzinstrument weltweit." Sie würden noch besser funktionieren, wenn EU, Bund und Länder den EU-Naturschutz noch besser umsetzten.


Hintergrund:
Die europäischen Naturschutzrichtlinien - die Vogelschutz- und die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie - haben bereits zur Rettung bedrohter Tierarten beigetragen. Wildkatze, Wolf und Wanderfalke geht es dank ihnen heute wieder besser. Auch wären ohne sie deutlich mehr Moore und Feuchtgebiete trockengelegt und viele Fledermausquartiere zerstört worden.
Die Forderungen des BUND und des NABU und über 120 weiterer europäischer Verbände zur besseren Umsetzung der europäischen Naturschutzrichtlinien finden mittlerweile immer mehr Unterstützerinnen und Unterstützer: Rund 520 000 Menschen in Europa sprachen sich im Rahmen der Konsultation der EU gegen eine Veränderung der Richtlinien aus.
Im Januar wird die EU-Kommission die Ergebnisse der Befragung und der Online-Konsultation bekannt geben. Die Ergebnisse führen im ersten Quartal 2016 entweder zu einer Schwächung der Richtlinien oder zu ihrer besseren Umsetzung und Finanzierung.


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