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Presse-Stelle:  ECO-News Deutschland, D-81371 München
Rubrik:Essen & Trinken    Datum: 07.09.2015
Genießbarer Champignon oder giftiger Knollenblätterpilz?
Augen auf beim Sammeln und Zubereiten von Pilzen
In diesen Wochen sprießen Pilze wieder zahlreich aus dem Boden, vor allem, wenn das Wetter feucht-warm ist. Und so sind in Wäldern und auf Wiesen häufiger Pilzsammler zu sehen, meist mit einem Korb in der Hand, auf der Suche nach Köstlichkeiten wie Wiesenchampignons, Steinpilzen, Pfifferlingen und Maronen.

Pilzwald im Morgenlicht. © Bernd Kasper / pixelio.de
Laut Giftinformationszentrum Nord steigt die Zahl der Pilzvergiftungen alljährlich in den Monaten August bis Oktober stark an. "Damit es dazu nicht kommt, sollten im Kochtopf nur Wildpilze landen, die zu 100 Prozent bekannt und sicher zu bestimmen sind", sagt Patric Stamm vom Serviceteam der KKH Kaufmännische Krankenkasse in München. Laien sollten auf keinen Fall allein mit einem Pilzhandbuch oder einer speziellen App auf Pilzsuche gehen. Wer sich unsicher ist, fragt am besten einen geprüften Pilzsachverständigen um Rat. Sie begutachten Pilze meist kostenlos und werden durch Giftnotrufzentralen, Gesundheitsämter oder auch Forstbetriebe vermittelt.

Wer mit Bedacht und kenntnisreich Pilze sammelt und daraus eine köstliche Mahlzeit zubereitet, tut seiner Gesundheit Gutes. "Pilze sind kalorienarm, haben einen hohen Ballaststoffgehalt und sind reich an Folsäure, Vitaminen sowie Mineralstoffen wie Kalium und Phosphor", erläutert Patric Stamm.
Nachfolgend wichtige Regeln für puren, nährwerterhaltenden Pilzgenuss:
  • Nur unversehrte Pilze sammeln.
  • Pilze in luftdurchlässigen Behältern wie einem Korb sammeln, nicht in Plastikbeuteln oder im Rucksack, da sie gequetscht werden. Obendrein kann sich darin Feuchtigkeit bilden, die die Fäulnis der Pilze fördert.
  • In der Küche Erdreste und Schmutz von den Pilzen mit einer Bürste oder einem Pinsel sorgfältig entfernen, nicht waschen, da Pilze ihr Aroma verlieren.
  • Speisepilze nach dem Sammeln rasch verarbeiten, da sie durch ihren hohen Wasser- und Eiweißgehalt schnell verderben. Länger als einen Tag sollten sie daher nicht im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahrt werden.
  • Vorsicht! Nicht nur ungenießbare, sondern auch essbare Pilze können, wenn sie alt sind oder zu lange beziehungsweise falsch gelagert wurden, eine Lebensmittelvergiftung verursachen.
  • Pilze nicht roh essen, sondern vor dem Verzehr ausreichend garen. Dadurch werden eventuell enthaltene Giftstoffe in Speisepilzen unschädlich.
  • Was manch einer nicht weiß: Bleibt etwas vom Pilzgericht über, kann man es über Nacht in den Kühlschrank stellen und am nächsten Tag bedenkenlos aufwärmen und verzehren.
Einige giftige Pilze sehen essbaren Pilzen zum Verwechseln ähnlich. Paradebeispiel für Doppelgänger sind der Champignon und der grüne Knollenblätterpilz. Sollte doch mal ein giftiges Exemplar in der Pfanne gelandet sein und sich Vergiftungssymptome zeigen wie Übelkeit, Durchfall oder Erbrechen, rufen Sie sofort einen Notarzt oder Rettungsdienst. Anleitungen zu Erste Hilfe-Maßnahmen geben Giftinformationszentralen.

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