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Presse-Stelle:  Der Spatz - Alternativer Anzeiger für Bayern, D-80999 München
Rubrik:Büro    Datum: 27.09.2000
Der Traum vom papierfreien Büro ist ausgeträumt
Ökologie spart Geld im Büro
von Norbert Suchanek


Wer erinnert sich noch: Als die ersten Personal Computer (PC) vor rund 15 Jahren auf den Markt kamen und nach und nach die simplen Schreibmaschinen verdrängten, propagierten Mar-ketingstrategen und Compu-terexperten den Traum vom papierfreien Büro. Der Computer werde die Umwelt retten, hieß es und würde Unmengen von Papier einsparen. Die Bürokommunikation, Geschäftsbriefe: Alles würde nur noch elektronisch in Bits und Byts existieren. Weit gefehlt!

Heute wird so viel Papier im Büro und Zuhause verschwendet wie noch nie. Es ist ja auch so einfach geworden, einen Brief, einen Text schnell noch mal, in vierfacher Ausfertigung, vielleicht diesmal in einer anderen Schriftart auszudrucken. Die Natur geht dabei den Bach hinunter, denn obwohl tatsächlich immer mehr Recycling-Papier zum Einsatz kommt, hat sich gleichzeitig auch der Verbrauch von "normalem" Holzfaser- oder Spezial-Papier für die verschiedensten Laser- oder Tintenstrahldrucker kräftig erhöht - und eine Ende ist nicht abzusehen.
Der Traum vom papierfreien Büro ist ausgeträumt und vergessen. Nun wird mit einem weiteren Zuwachs das Papierverbrauchs um fünfzig Prozent in den nächsten 20 Jahren gerechnet. Um diese Nachfrage zu decken, entstehen bereits in vielen Ländern die ersten Papier- und Zellstoffplantagen aus gen-manipulierten superschnell wachsenden "Frankenstein-Bäumen". Deshalb ist der erste Schritt hin zu einem ökologischen Büro, eine Überprüfung des persönlichen Papierverbrauchs.

Ökologisch handeln spart Geld im Büro

Einfache Tintenstrahldrucker, die mit Normal-Recycling-Papier auskommen, sind ökologischer als andere Drucker. Sei verbrauchen weniger Energie als Laserdrucker während des Betriebs und haben auch zu ihrer Herstellung weniger Energie und Ressourcen verbraucht. Darüberhinaus lassen sich inzwischen die Druckerpatronen fast aller Tintenstrahlgeräte nachfüllen. Ich selbst verwende seit drei Jahren immer dieselbe Druckerpatrone, die man offiziell gar nicht nachfüllen kann. Aber ich habe einfach ein winziges Loch in das Gehäuse gebohrt, in das sich die Spezialtinte für den Drucker bequem hineinspritzen läßt. Keine Angst: Die Tinte läuft nicht wieder raus, da sie von einem in dem Gehäuse befindlichen "Schwamm" festgehalten wird. Ein Stückchen Klebeband dichtet das Gehäuse außerdem zur Sicherheit ab. Statt alle acht Wochen jedesmal etwa 60 Mark für eine neue Druckerpatrone auszugeben, muß ich nun lediglich 8 Mark für die Tinte berappen.

Einheimisches Holz spart Energie

Ein beim Thema "Ökologie im Büro" nur selten auftauchender Aspekt sind die Büromöbel. Wie muß der Bürostuhl sein, damit das ökologische Gewissen beruhigt ist? Welcher Schreibtisch ist umweltfreundlicher? Hier gilt der Grundsatz wie bei allen anderen Möbelstücken: Einheimische Hölzer sind unschlagbar in der Ökobilanz, und Massivholz ist zwar teurer, aber langlebiger als Spanplatten. Weil besonders die Herstellung chromblitzender, metallischer Büromöbel - vom Erzabbau beispielsweise in Regenwaldgebieten bis hin zum hohen Energieeinsatz - alles andere als umweltfreundlich ist, haben sie in einem echten Öko-Büro nichts verloren. Produkte wie ein jüngst in den "Eco-News" beworbenes "Büromöbelsystem auf der Höhe dieser Zeit", das unter anderem aus "eloxiertem Aluminium-Strangprofil und Plat-tenauflagen aus Magnesium-Druckguß" besteht, bekommen deshalb bei kritischer, ganzheitlicher Betrachtungsweise keine gute Öko-Bilanz. Da hilft auch nicht der Hinweis, das Möbel könne nach Gebrauch und Sortentrennung vollständig recycelt werden. Wer bringt schon seine teuer bezahlten Alu-Möbel nach Gebrauch zum Recycling zurück zum Hersteller? Im besten Fall werden sie irgendwann per Kleinanzeigenmarkt weiterverkauft oder landen auf dem Sperrmüll. Die Umwelt, die für die Aluminiumproduktion umgegraben, verseucht, unter Wasser gesetzt (Staudämme für Stromproduktion) wurde, läßt sich durch das Recycling nicht wiederherstellen. Vermeiden ist immer besser als Wiederverwertung! Und schließlich sollte ein Möbelstück - und erst Recht ein Öko-Möbel - generell kein Wegwerf- oder Recycling-Artikel sein, sondern lange halten. Mit den Wörtern "umweltfreundlich" oder "ökologisch" wird aber leider auch im Büro-möbelsektor allzu oft Schindluder getrieben, weil es dafür noch kein Öko-Siegel gibt.


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