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Presse-Stelle:  Ökologisch-Demokratische Partei Bundesverband, D-97070 Würzburg
Rubrik:Politik & Gesellschaft    Datum: 04.05.2013
ÖDP eröffnet Wahlkampf und wählt Spitzenteam
Frankenberger will bayerische Regierungsparteien auf die Oppositionsbank schicken
Die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) eröffnet den Bundestagswahlkampf und wählt ein sechs-köpfiges Spitzenteam zur Bundestagswahl.
132 Delegierten wählten folgende Personen in das Spitzenteam: den hamburgischen Landesvorsitzenden Volker Behrendt (124 Stimmen), den Bundesvorsitzenden der ÖDP, Sebastian Frankenberger (119), die Baden-Württembergerin Verena Föttinger (119), die Oberpfälzerin und Spitzenkandidatin der bayerischen ÖDP, Claudia Wiest (116), die Oberbayerin Christiane Lüst (115) und die stellvertretende Bundesvorsitzende Susann Mai (110) . "Wir wollen die Verantwortung auf viele Schultern verteilen", sagt der Bundesvorsitzende der ÖDP, Sebastian Frankenberger. Außerdem repräsentiere das Spitzenteam die personelle Vielfalt in der ÖDP: Aus dem Süden Deutschlands, aus dem Norden, Frauen und Männer mit unterschiedlichen Berufen. "Wir können stolz darauf sein, dass sich so viele sympathische und authentische Menschen in der ÖDP engagieren," sagt Frankenberger.
Als originelles Werbemittel anlässlich der Amigo-Affären bei den bayerischen Landtagsparteien präsentierte die ÖDP in Bayern ein Schafkopf-Kartenspiel, auf dem die Politiker Seehofer, Söder, Zeil und Ude abgebildet sind. "Die Wähler können nun endlich mal die Politiker aussortieren, die keiner mehr sehen möchte," begründet Frankenberger das Werbemittel. In seiner Wahlkampfrede sagte Frankenberger, dass die ÖDP in den bayerischen Landtag einziehen werde und die Regierungsparteien auf die Oppositionsplätze verweisen werde. "Nur mit uns wird authentische Politik im Landtag gemacht, weil wir keine Firmenspenden annehmen. Amigo-Wirtschaft hat bei uns keine Chance," ist sich der ÖDP-Chef sicher und spielt auf die aktuellen Affären im bayerischen Landtag an.
Des Weiteren verabschiedeten die Delegierten einen Antrag zum Verbot von Plastiktüten. "Wir wollen ein Zeichen setzen gegen die Müllberge und gegen die Verschwendung von Rohstoffen," begründet Bernd Richter, Antragsteller und Landesvorsitzender der ÖDP in Baden-Württemberg.
Außerdem sprach sich die ÖDP mit großer Mehrheit für die Einführung des sog. "schwedischen Modells" aus, das die Inanspruchnahme sexueller Dienste gegen Bezahlung unter Strafe stellt. "Mit dieser Entscheidung haben wir hier ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen. Wir sagen konkret, was wir im Namen der Menschenwürde nicht dulden," begründet Martin Eichler, Antragsteller und Bezirksvorsitzender der ÖDP in Oberfranken den Antrag. "Alle anderen Parteien lavieren sich um das Thema herum, die ÖDP aber sagt, dass wir uns dagegen engagieren, dass jährlich tausende von Frauen sexuell ausgebeutet werden."

Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP)
www.ödp.de
presse@oedp.de
Tel. 0171/6112971



Diskussion

Authentische Politik mit Frankenberger? (Felix Staratschek am 06.05.2013 01:20:08)
Author Felix Staratschek
Date 06.05.2013_01:20:08
Subject Authentische Politik mit Frankenberger?
Message Wie will die ÖDP "authentische Politik im Landtag" machen, wenn die mit einem Spitzenkandidaten antritt, der auf mich wie ein Lügner wirkt. Und die Lüge besteht darin, dass er eine Verfassungsbeschwerde vom Verein "Mehr Demokratie" bewirbt, mit der Aussage, die ÖDP wolle mit diesem Verein zusammen einen Volksentscheid über ESM und Fiskalpakt erreichen. Und über 37.000 Unterstützer dieser Aktion wollten das auch, weil diese dem Formular glaubten, wo drauf stand: "Solange die Bevölkerung nicht in bundesweiten Volksentscheiden "Ja" zum ESM gesagt hat, dürfen diese Verträge nicht ratifiziert werden." Damit wurde der Eindruck erweckt, das über die ESM und Fiskalpakt abgestimmt werden soll. Aber mir liegt ein Text von "Mehr Demokratie" vor, der das Gegenteil sagt, und dass steht auch sinngemäß als einzige eingeklagte Forderung auf Seite 102 der Verfassungsbeschwerde:
"Wir fordern einen Volksentscheid in Zusammenhang mit ESM und Fiskalpakt, nicht über die Verträge, Die politischen Folgen sind so weitreichend, dass es einer Volksabstimmung über eine neu gefasste Verfassung bedarf." Das habe ich Sebastian Frankenberger im November 2012 in Erding vorgelesen. Aber er lässt sich nicht von der unwahren Behauptung abbringen, es ginge eine Abstimmung über den ESM! Das Gegenteil ist der Fall! "Mehr Demokratie" will, dass das Grundgesetz gegen eine Verfassung antritt, die ESM, Fiskalpakt und anderen Mechanismen Tür und Tor öffnet, um künftig den Ausverkauf der Staaten noch leichter erledigen zu können. ÖDP, Piratenpartei und Freie Wähler sind auf diese Finte des Pseudo- Demokratie- Vereins herein gefallen. Aber bei der ÖDP wiegt es am schwersten. Ich war als Beobachter zum Bundesparteitag der ÖDP nach Coburg gefahren und habe, um die ÖDP- Basis auf diese Problematik aufmerksam zu machen, ein Flugblatt verteilt, wo ich in Frageform von Sebastian Frankenberger antworten eingefordert habe. Ich wollte dass die ÖDP- Basis endlich diese Irreführung bemerkt und Frankenberger auffordert, die ÖDP aus der Unterstützerliste der Verfassungsbeschwerde herauszunehmen. Aber der ÖDP- Basis ist der faule Friede wichtiger, als die wahrhaftige Politik. damit wirkt die ÖDP auf mich wie eine Miniausgabe einer etablierten Partei und ist für mich, solange diese die Grundgesetzgefährdung weiter unterstützt, keine wertetragende wählbare Partei mehr. Ich muss mich wohl zur Bundestagswahl nach einer anderen sonstigen Partei umsehen, wie der Tierschutzpartei oder Familienpartei. Die ÖDP ist leider Sebastian Frankenberger verfallen und solange dieser Zustand andauert, kann man diese Partei vergessen.
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