Zurück zur ECO-World Startseite

Haftungsausschluss
Impressum
Datenschutzerklärung









  Forum
 
 
HOME | Top-Nachrichten | Essen & Trinken alle Nachrichten
 Hier finden Sie laufend aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich Ökologie.
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit ECO-News, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.

Stichwort    Art 
 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  Deutsche Umwelthilfe e.V., D-78315 Radolfzell
Rubrik:Essen & Trinken    Datum: 25.04.2013
Deutsche Umwelthilfe gewinnt gegen Dosenhersteller: Getränkedosen sind nicht "grün"
Landgericht Düsseldorf bestätigt Verbrauchertäuschung durch Ball Packaging
Berlin - Getränkedosen sind nicht "grün". So lautet das heutige Urteil des Landgerichts Düsseldorf im Rechtsstreit zwischen der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH) und dem Dosenhersteller Ball Packaging (AZ 37 O 90/12). Die Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation hatte am 12. Juli 2012 Klage gegen das Unternehmen wegen Verbrauchertäuschung eingereicht. Nach Auffassung der DUH führte eine Werbekampagne des Dosenherstellers zur angeblichen Umweltfreundlichkeit der Getränkedose Verbraucher systematisch in die Irre. Durch den Aufdruck "Die Dose ist grün." direkt auf der Dose sollte der Eindruck entstehen, Getränkedosen seien ein umweltfreundliches und ökologisch verträgliches Produkt. Das Gericht gab der DUH in seinem Urteil Recht und untersagt Ball Packaging die Wiederholung der irreführenden Behauptung.

"Mit diesem erneut gescheiterten Versuch der Verbrauchertäuschung hat die Dosenindustrie ihren letzten Rest an Glaubwürdigkeit verspielt. Die Umweltauswirkungen von Getränkedosen sind deutlich höher als die von umweltfreundlichen Mehrwegflaschen - trotz hoher Rücklaufquoten durch das Einwegpfandsystem. Der Verbraucher ist gut beraten, seine Schlüsse aus diesem erfreulich klaren Urteil des Landgerichtes Düsseldorf zu ziehen und Getränke in Alu- und Weißblechdosen zu meiden", erklärt der DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch.

Bereits im September 2010 hatte der Dosenproduzent Ball Packaging irreführende Aussagen zur angeblichen Umweltfreundlichkeit von Getränkedosen zurücknehmen müssen. Damals vertrat das Unternehmen nach einer selbst in Auftrag gegebenen Studie die Meinung, dass Getränkedosen auch unter ökologischen Gesichtspunkten auf Augenhöhe mit Mehrweggebinden seien. Mit der Unterzeichnung einer Unterlassungserklärung gestand Ball Packaging ein, dass diese Behauptung in der Realität nicht haltbar ist.

Discounter und Dosenlobbyisten erhoffen sich durch die "herbeigeredete ökologische Heiligsprechung" und gleichzeitige Wiedereinlistung der Getränkedose hohe Gewinne. "Vor der Einführung des Pflichtpfandes war Deutschland einer der wichtigsten Märkte Europas. Acht Milliarden Dosen wurden hier jährlich verkauft. Heute sind es nur noch 1,4 Milliarden Dosen", erklärt der DUH-Bereichsleiter für Kreislaufwirtschaft Thomas Fischer. Er weist darauf hin, dass in Dosen kleinere Getränkeportionen zu deutlich höheren Preisen verkauft werden als in Flaschen mit größeren Füllvolumen. Es passe gut ins Bild, dass der Getränkekonzern Coca Cola aktuell in deutschen Supermärkten eine neue Dose mit nur noch 150 Milliliter Inhalt anbiete. Dabei führt die zunehmende Verkleinerung von Getränkeverpackungen tendenziell zu höheren Materialverbräuchen, weil sich das Verhältnis von Verpackungsmenge und Füllgut verschlechtert.

Die Getränkedose bleibt nach dem Gerichtsurteil was sie ist: eine unökologische Getränkeverpackung. Sie ist bereits nach einmaliger Benutzung Abfall, erfordert besonders viel Energie zur Herstellung und wird durch wenige zentralisierte Abfüllanlagen über besonders lange Entfernungen transportiert. "Dass Dosenhersteller versuchen, ihre Produkte grün zu färben, ist dreist. Aber es passt in die Zeit, denn die Umweltverträglichkeit eines Produkts ist zu einem Maßstab bei der Kaufentscheidung geworden. Das ruft Trickser und Täuscher auf den Plan, wie ich in den vergangenen Jahren vermehrt feststellen musste", erklärt Dr. Remo Klinger von der auf Umweltrecht spezialisierten Berliner Anwaltskanzlei Geulen & Klinger, der die DUH in der juristischen Auseinandersetzung vertrat.

Diskussion

  Login



 
 
  Aktuelle News
  RSS-Feed einrichten
Keine Meldung mehr verpassen

19.08.2025
Sauber sog i - jetzt wird um den Titel gekämpft! Schafft "Müllbertshofen" es, den Pokal der Münchner Müllmeisterschaft - vom 13. bis 15. September 2025 - zu verteidigen?


Einstellung des ECO-Newsletters Am 19. August wird der letzte ECO-Newsletter an die AbonnentInnen verschickt


18.08.2025
Kaum Platz für Busse: Abfrage der Deutschen Umwelthilfe offenbart dringenden Nachholbedarf bei Busspuren in Großstädten

Moor-PV: Chance für Klimaschutz, Energiewende und Landwirtschaft Orientierungshilfe für landwirtschaftliche Betriebe veröffentlicht


17.08.2025
Reichling gegen neue Erdgas-Förderung BUND Naturschutz organisiert große Kundgebung direkt am Bohrplatz.


15.08.2025
Deutsche Umwelthilfe zum UN-Abkommen gegen Plastikmüll: "Rückschlag im Kampf gegen wachsende Müllberge"

Plastikkrise ungelöst: UN-Verhandlungen scheitern an Blockadehaltung einzelner Staaten UN-Mitgliedstaaten können sich auf keinen Vertragstext gegen Plastikverschmutzung einigen


Bundesregierung muss zu Klima-Verfassungsbeschwerden Stellung nehmen Klagen für ausreichenden Klimaschutz nehmen wichtige Hürde


Wasserampel als hilfreiche Orientierung bei der Wassernutzung Gemeinsam mit den Kommunalen Spitzenverbänden veröffentlicht das Hessische Landwirtschafts- und Umweltministerium den Leitfaden Wasserampel

ÖDP kritisiert Reiches Energie-Pläne Naturschutzpartei: Nicht den gleichen Fehler von Peter Altmaier wiederholen, das kostet Arbeitsplätze und den Verlust von Spitztechnologie.


14.08.2025
Kostenpunkt PV-Anlage Für wen rechnet sich die Investition wirklich?

Welt-Pferdetag am 20. August Tierschutzbund fordert verbesserten Schutz von Pferden


Hitzewelle gefährdet Leben Initiative "Grün in die Stadt" fordert: mehr Stadtgrün und die Umsetzung der 3-30-300-Regel


Messstationen melden deutschlandweit extrem hohe Ozonbelastung Deutsche Umwelthilfe fordert Maßnahmen gegen Vorläuferstoffe aus Verkehr und industrieller Tierhaltung

Kenvue fördert Produkttransparenz: Adaption des EcoBeautyScore durch Neutrogena® in Deutschland Mit der Einführung des neuen Ratings will Kenvue Menschen dabei unterstützen, nachhaltigere Gewohnheiten anzunehmen


Kein Skandal scheint groß genug: Es geht immer noch dreister ÖDP kritisiert Rheinwasser-Umleitung in NRW-Braunkohlegruben: Gesundheitsgefahr durch PFAS.


13.08.2025
100-Tage-Bilanz der Merz-Regierung Transparency Deutschland fordert Kurskorrektur

Hoyerswerda: Energiestruktur im Wandel Die Agentur für Erneuerbare Energien e. V. (AEE) zeichnet die Stadt Hoyerswerda als Energie-Kommune des Monats August 2025 aus.


ÖDP kritisiert "Rolle rückwärts beim Umweltschutz" Bio-Bauer Billmann warnt: "Entbürokratisierung, aber nicht so!"


Flexible Energie fürs Haus: SunLit Solar macht erstmals E-Autos zur Stromquelle für steckerfertige Speichersysteme Neue Vehicle-to-Load-to-Home-Funktion des SunLit EV3600 ermöglicht AC-seitige Beladung von Balkonkraftwerkspeichern über Elektrofahrzeuge