Zurück zur ECO-World Startseite

Haftungsausschluss
Impressum
GREEN BRANDS European Business & Biodiversity Campaign  








  Forum
 
 
HOME | Top-Nachrichten | Büro & Unternehmen alle Nachrichten
 Hier finden Sie laufend aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich Ökologie.
Stichwort    Art 
Hilfe   neue Suche  alle Pressestellen anzeigen 
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit ECO-News, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.

 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  Umweltbundesamt für Mensch und Umwelt, D-14193 Berlin
Rubrik:Büro & Unternehmen    Datum: 15.03.2012
Flasbarth: "Wir brauchen eine grüne Wirtschaft"
630.000 mehr Jobs durch konsequenten Klimaschutz bis 2020
Das Umweltbundesamt (UBA) sieht exzellente Chancen, um mit Umweltschutz die wirtschaftliche Erneuerung global voranzubringen: "Früher häufig als Kostentreiber und Wachstumsbremse verrufen, hat der Umweltschutz das Potential zum Wohlstandstreiber moderner Volkswirtschaften.", sagte UBA-Präsident Jochen Flasbarth bei der Vorstellung der UBA-Jahrespublikation "Schwerpunkte 2012" in Berlin. Würden die bisherigen Produktionsweisen mit hohem Klimagasausstoß und Rohstoffverbrauch beibehalten, brächte dies die Welt langfristig an den Rand des ökologischen und ökonomischen Kollapses. Von der UN-Konferenz für nachhaltige Entwicklung in Rio de Janeiro im Juli 2012 wünscht sich Flasbarth daher einen globalen Impuls: "Wir brauchen eine grüne Wirtschaft. Dass das auch wirtschaftliche Vorteile bringt, sehen wir in Deutschland: Deutsche Unternehmen sind weltweit führend beim Export von Umweltschutzgütern. Schon heute sind etwa zwei Millionen Menschen im Umweltschutz beschäftigt. Allein die erneuerbaren Energien haben gut 370.000 Jobs geschaffen, deren Zahl während der Finanzkrise sogar weiter gestiegen ist.", so Flasbarth. Weitere 630.000 Arbeitsplätze seien möglich, wenn das Klimaschutzziel der Bundesregierung, die Treibhausgase bis 2020 um 40 Prozent zu senken, konsequent umgesetzt werde.

Weiteres Thema der UBA-Jahrespublikation: Die Rohstoffknappheit. Weltweit nimmt der Verbrauch an natürlichen Ressourcen und die Konkurrenz um knappe Rohstoffe rasant zu. Der Bereich ist Paradebeispiel für einen Sektor, in dem Ökonomie und Ökologie Hand in Hand gehen könnten: "Für viele Rohstoffe ist der Weltmarktpreis stark gestiegen. Für Unternehmen ist es wirtschaftlich interessant, statt Gold, Kupfer oder Palladium immer wieder neu auf dem Weltmarkt einzukaufen, möglichst ressourceneffizient zu produzieren und Rohstoffe zu recyceln. Das entlastet auch die Umwelt.", so Flasbarth.

Die bisherige Strategie der Wirtschaft die Rohstoffknappheit durch möglichst günstige Vereinbarungen mit einzelnen Lieferländern zu lösen, sei viel zu kurzsichtig. Besser sei, Rohstoffe schon in der Herstellung sparsam einzusetzen und langlebige Produkte zu designen, die sich gut wiederverwenden und recyceln ließen. Die Steigerung der Rohstoffeffizienz birgt ebenfalls ein enormes Beschäftigungspotential: Bis zu 700.000 Arbeitsplätze sind bei konsequenter Umsetzung aller Materialeinsparungspotentiale im verarbeitenden Gewerbe bis 2030 möglich.

Die Chemieindustrie - ein bedeutender Wirtschaftssektor in Deutschland und Motor für innovative Produkte - kann ebenfalls elementarer Baustein einer Grünen Wirtschaft sein: "Nachhaltige Lösungen ergeben sich nicht nur durch Regulierung, gerade Unternehmen können kooperativ zusammen arbeiten", so Flasbarth. Ein Beispiel ist das so genannte Chemikalienleasing. Hier verdient ein Chemikalienlieferant nicht am Verkauf möglichst vieler Chemikalien, sondern vermietet diese - etwa ein Lösemittel zur Platinenherstellung. Dieses nimmt er dann zurück, um es aufzubereiten und gegebenenfalls erneut anzubieten. Ein Chemikaliennutzer kauft also lediglich die Funktion der Chemikalie nebst fach- und umweltgerechter Entsorgung. Beim Chemikalien-Leasing verdient der Anbieter an seinem Know-how. Das entlastet die Umwelt, da ein großer Anreiz besteht, weniger Stoffe einzusetzen und den Chemieabfall und Emissionen deutlich zu verringern. Ein anderes Beispiel ist die Krankenhaushygiene, wo spezialisierte Anbieter Desinfektionsmittel wesentlich effizienter einsetzen.

Die Industriestaaten mit ihrer großen Innovationskraft ermutigt Flasbarth, Schwellen- und Entwicklungsländer beim nachhaltigen Umgang mit Chemikalien zu unterstützen: "Allein die Massenproduktion unseres Bedarfs an Kleidung und Schuhen in den Schwellen- und Entwicklungsländern verursacht erhebliche Probleme für die globale Umwelt und vor Ort. Wir wohlhabenden Länder sollten stärker dafür sorgen, dass wir mit unseren Chemieprodukten und -prozessen auf dem Weltmarkt keine Risiken exportieren, sondern nachhaltige Lösungen."

Die "Schwerpunkte 2012" können kostenlos heruntergeladen und als Print-Fassung bestellt werden unter: www.umweltbundesamt.de/uba-info-medien/4213.html

Dessau-Roßlau, 15.03.2012
(4.275 Zeichen)

Diskussion

  Login


Anzeige
www.ECO-World.de

 
 
  Aktuelle News
  RSS-Feed einrichten
Keine Meldung mehr verpassen

12.02.2016
NATRUE, der internationale Verband zur Förderung von Naturkosmetik, wird ideeller Träger der Vivaness Vivaness Pressekonferenz am 10.02.2016 mit Petra Wolf, Dr. Auma Obama, Klara Ahlers, Harald Dittmer


Schutz vor elektromagnetischen Feldern VERBRAUCHER INITIATIVE e. V. mit Tipps zu Vorsorgemaßnahmen


"Lernen heißt Erleben" VDN präsentiert Angebote für Schulen auf der didacta 2016 in Köln


11.02.2016
Fasten als Einstieg in die Vielfalt Die VERBRAUCHER INITIATIVE e. V. zur Fastenzeit


Fair-liebt schenken zum Valentinstag VERBRAUCHER INITIATIVE e. V. rät zu Präsenten aus fairem Handel


10.02.2016
"Viva um Brasil mais justo" - für ein gerechteres Brasilien Fair Trade-Orangensaft Merida der GEPA unterstützt Kleinbauern - und wird ohne Mengenausgleich produziert


Genehmigung für bayerischen Windpark Bürgerwald von Green City Energy erteilt Genehmigung für bayerischen Windpark Bürgerwald von Green City Energy erteilt


Klimaschutz und Energiewende als Navigationsziele im Verkehrssektor Diese Tagung konzentriert sich auf die Automobilität, die Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene und die Potentiale von Veränderungen Richtung Energiewende und Klimaschutz.

Auf Entdeckungsreise für seine Kunden: "Frau Wolle's Naturhaus" in Traunstein Naturwaren, Bio-Bettwaren, Möbel, Bio-Kleidung


  neue Partner
 
Hells Ferienresort Zillertal
Familie Alois und Karin Hell