Zurück zur ECO-World Startseite

Haftungsausschluss
Impressum
GREEN BRANDS European Business & Biodiversity Campaign  








  Forum
 
 
HOME | Top-Nachrichten | Essen & Trinken alle Nachrichten
 Hier finden Sie laufend aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich Ökologie.
Stichwort    Art 
Hilfe   neue Suche  alle Pressestellen anzeigen 
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit ECO-News, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.

 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  ECO-News Deutschland, D-81371 München
Rubrik:Essen & Trinken    Datum: 23.01.2012
Demo "Wir haben es satt": 23.000 Menschen verlangen von Merkel Neuausrichtung der Agrarpolitik
VerbraucherInnen, Umwelt- und TierschützerInnen, ImkerInnen, entwicklungspolitische Gruppen, Bäuerinnen und Bauern fordern Bauernhöfe statt Agrarindustrie / Bundesregierung soll Zukunft der Landwirtschaft sichern
Berlin - 23.000 Menschen haben heute in Berlin gegen Lebensmittelskandale, Gentechnik im Essen und Tierquälerei in Megaställen und für eine bäuerliche ökologische Zukunftslandwirtschaft demonstriert. VerbraucherInnen, Umwelt- und TierschützerInnen, ImkerInnen, Bäuerinnen und Bauern sowie entwicklungspolitische Gruppen zogen unter dem Motto "Wir haben es satt! - Bauernhöfe statt Agrarindustrie" zum Kanzleramt und verlangten von Bundeskanzlerin Merkel eine Neuausrichtung der Landwirtschaftspolitik. Die Veranstalter werfen der Bundesregierung vor, bei der Reform der EU-Agrarpolitik bislang Steigbügelhalter für die Agrarindustrie zu sein, statt die Forderungen der Zivilgesellschaft durchzusetzen. Die Agrarzahlungen müssten an ökologische, soziale und Tierschutzkriterien gekoppelt und für Großbetriebe gedeckelt werden. Sämtliche Subventionen für den Agrarexport seien zu stoppen. Zu der Demonstration hatte ein Bündnis aus über 90 Organisationen aus den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt-, Tier-, Verbraucherschutz und Entwicklungszusammenarbeit.


Die Nigerianerin Mariann Bassey, Sprecherin von Friends of the Earth, dem internationalen Umweltnetzwerk des BUND, mahnte: "Die Politik hat schrankenlose Spekulationen auf Lebensmittel erst möglich gemacht. Gleichzeitig ist sie für den Landraub für Futtermittel und Agrosprit in den Ländern des Südens verantwortlich. Das alles treibt die Lebensmittelpreise hoch und schließt Hungernde vom Zugang zu fruchtbarem Land und zu Lebensmitteln aus. Für das Menschenrecht auf Nahrung müssen Spekulation und der Agrospritboom ausgebremst werden. Die Europäische Agrarpolitik braucht eine Kehrtwende weg von Überproduktion und Fleischexporten."

Die Köchin, Gastronomin und Buchautorin Sarah Wiener sagte: "Jüngst wurden antibiotikaresistente Keime in Hühnerfleisch gefunden - dies ist vermutlich nur die Spitze des Eisbergs. Wir haben diese ständigen Lebensmittelskandale satt. Es ist höchste Zeit, dass endlich grundlegende Konsequenzen daraus gezogen werden. Wir müssen weg von der Agrarindustrie, hin zu einer bäuerlichen und nachhaltigen Landwirtschaft."

Der Jung-Bauer Moritz Schäfer von der jungen Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (jAbL) betonte: "Unser breiter Protest gegen die Agrogentechnik wirkt: BASF musste ihre Gentech-Kartoffel in Europa aufgeben, da die gesellschaftliche und bäuerliche Akzeptanz fehlt. Es ist auch eine schallende Ohrfeige für die Bundesregierung, denn die Amflora von der BASF war die erste Kartoffel, die es in einen Koalitionsvertrag schaffte. Auch in der EU-Agrarpolitik forciert Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner bislang die Agrarindustrie. Und das, obwohl die agrarindustriellen Strukturen Klimawandel, Hungerkrisen und das Höfesterben verschärft. Die EU- Direktzahlungen müssen an Arbeitskräfte und Umweltleistungen gebunden und nach oben gekappt werden und dürfen nicht die Agrarindustrie mästen! Dann finden sie auch gesellschaftliche Akzeptanz."

Der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Thomas Schröder, stellte fest:"Es geht um die Systemfrage: Lassen wir es weiter zu, Tiere in Haltungssysteme zu zwingen, die ihnen Schmerzen und Leid zufügen? Denn das ist heute der Alltag für Millionen von Tieren. In den Intensivhaltungen leiden sie direkt. Unter den Folgen leiden aber auch Umwelt, Bäuerinnen und Bauern sowie VerbraucherInnen. Daher braucht es den Schulterschluss gesellschaftlicher Gruppen. Wir kämpfen für mehr Tierwohl im Stall, gegen Gentechnik- Futtermittelimporte aus Übersee und für mehr Unterstützung der bäuerlichen, artgerechten Landwirtschaft."

Presse-Team:
Jochen Fritz, Kampagne "Meine Landwirtschaft", Mobil: 0171-8229719, fritz@meine-landwirtschaft.de
Reinhild Benning, BUND-Agrarexpertin: Mobil: 0175-7263779, reinhild.benning@bund.net
Yves Venedey, Campact e.V. - Pressesprecher, Mobil: 01512 6846893, venedey@campact.de

Bilder und weitere Informationen:
www.wir-haben-es-satt.de

Diskussion

  Login


Anzeige
www.ECO-World.de

 
 
  Aktuelle News
  RSS-Feed einrichten
Keine Meldung mehr verpassen

23.06.2017
ECOanlagecheck der Stufenzinsanleihe X von Energiekontor ECOreporter.de analysiert und bewertet Stufenzinsanleihe-Angebot


22.06.2017
Selbstheilung durch achtsames Spüren Dr. Isa Grüber beschreibt, wie Stress und Spannungen mithilfe des Körpergedächtnisses aufgelöst werden können


21.06.2017
Industrie 4.0: Eine Gefahr für die Zukunft der Arbeit?


20.06.2017
Der Fund for Peace startet Einführung von The Bottom 100 zur Erinnerung an den Weltflüchtlingstag Die FFP Initiative Bottom 100 rückt jene Menschen in den Mittelpunkt, die am unteren Ende der globalen "Rich-List" stehen


ÖDP unterstützt die Kampagne #RotlichtAus "Prostitution und Menschenwürde sind nicht vereinbar!"


Trauer um Ibrahim Abouleish SEKEM-Gründer kurz nach seinem 80. Geburtstag verstorben


Sonnenschutz bewusst auswählen Die VERBRAUCHER INITIATIVE zum Tag des Sonnenschutzes


19.06.2017
Klimaschutz ist Meeresschutz Meeresumwelt-Symposium befasste sich mit aktuellen Problemen der Meeresumwelt


Der New Hand Shop - ein Marktplatz für kleine, aufstrebende und noch unbekannte Marken New Hand Shop bietet Street- & Sportswear sowie verschiedene Lifestyle Produkte von kleinen Brands an


  neue Partner