Essen & Trinken
Gesundheit & Wellness
Mode & Kosmetik
Familie & Kind
Einrichten & Wohnen
Haus & Garten
Geld & Investment
Mobilität & Reisen
Politik & Gesellschaft
Büro & Unternehmen
Einkaufen online & Versandhandel
Job & Karriere
Umwelt & Naturschutz
Energie & Technik
News
Service
News
kostenlos
abonnieren
Mediadaten
Login
für Kunden
Premium-Zugang
Kontakt
News
Info
Über
News
weitere
News
Nachhaltig Wirtschaften
Haftungsausschluss
Impressum
Datenschutzerklärung
Forum
Diskutieren Sie mit!
Infrarotheizung Kosten und Wärmewirkung
(17.04.2019 11:18:08)
Demo in München am 06.10.2018
(25.09.2018 18:15:12)
Das freut mich
(14.06.2018 13:20:31)
Ostern: Eier aus artgerechter Haltung oder vegane Alternativen
(23.03.2018 12:01:30)
Infrarotheizung Fan
(14.11.2017 09:09:49)
HOME
|
Top-Nachrichten
|
Umwelt & Naturschutz
alle Nachrichten
Hier finden Sie laufend aktuelle
Nachrichten
aus dem Themenbereich Ökologie.
Stichwort
Art
Alles
Artikel freie Autoren
Artikel Unternehmenszeitschrift
Artikel Verbandsorgan
Artikel Zeitung/Magazin
Artikelangebot
Diplomarbeit
Dissertation
Editorial
Filmclip
Interview
Kurzmeldung/Ankündigung
Pressemeldung Behörde
Pressemeldung Partei
Pressemeldung Unternehmen
Pressemeldung Verband/Verein
Produktinformationen
Reportage
Rezension
Satire/Humor
Stellenangebot
Studie
Wissenschaftlicher Beitrag
Diskutieren
plus
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit
ECO-News
, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.
ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:
Deutsche Umwelthilfe e.V., D-78315 Radolfzell
Rubrik:
Umwelt & Naturschutz
Datum:
02.09.2010
AKW-Debatte: Die Schlachten von vorgestern beenden
Neue Details zur Ausgestaltung der Laufzeitverlängerung zeigen, dass die Bundesregierung nicht nur bei der Umgehung des Bundesrats die Verfassung strapaziert - Statt um Schutz der Bevölkerung soll es in Wahrheit um Schutz der Atomkraftwerksbetreiber vor Nachrüstungen gehen - Deutsche Umwelthilfe nennt Szenarienrechnungen unseriös, weil sie den heraufziehenden Systemkonflikt zwischen Erneuerbaren Energien und allenfalls bedingt steuerbaren Atomkraftwerken ignorieren - Erneuerbare Energien werden gegenüber früheren Prognosen der Regierung ausgebremst
Berlin, 02. September 2010: Die Deutsche Umwelthilfe hat die Spitzen von Union und FDP aufgefordert, in der Energiepolitik nicht länger als Lordsiegelbewahrer der marktbeherrschenden Atomkonzerne aufzutreten. Die monatelang angekündigten Energieszenarien hätten vor allem bewiesen, dass Laufzeitverlängerungen von Atomkraftwerken nicht die ökonomischen und schon gar nicht die ökologischen Vorteile erbringen, die die Regierung seit ihrem Amtsantritt immer wieder versprochen habe. Dies sei umso eindrücklicher als mit jedem Tag neue fragwürdige Details der Untersuchungsvorgaben ans Licht kämen, die einen gemeinsamen Nenner haben: Alle sollten offenbar das Potenzial der erneuerbaren Energien herunter- und die vermeintlichen Vorteile der Atomkraft heraufrechnen. Für die Durchsetzung opulenter Laufzeitverlängerungen und die Zementierung der Marktdominanz der Atomkonzerne schrecke die Regierung "offenbar auch nicht vor einem klaren Bruch der Verfassung zurück", erklärten der Leiter Politik und Presse der Deutschen Umwelthilfe, Gerd Rosenkranz und die Leiterin Klimaschutz und Energiewende, Cornelia Ziehm mit Blick auf neue Details zur von der Bundesregierung vorbereiteten Novellierung des Atomgesetzes.
Rosenkranz nannte es einen Skandal, dass weder die Gutachter noch die Regierung bei ihren Schlüssen aus den Szenarienrechnungen, den Systemkonflikt zwischen fluktuierend ins Stromnetz einspeisenden erneuerbaren Energien aus Sonne und Wind und trägen oder nur begrenzt steuerbaren Großkraftwerken thematisieren. Der Systemkonflikt wird inzwischen in einer Reihe wissenschaftlicher Gutachten - unter anderem des Sachverständigenrats für Umweltfragen (SRU) der Bundesregierung - als zentral für den Übergang in das regenerative Zeitalter erkannt. "Entweder wissen die Bundesregierung und ihre Gutachter davon nichts, dann bewegen sie sich irgendwo zwischen Ignoranz und partiellem Autismus oder sie umschiffen die Diskussion bewusst, um zu verhindern, dass die Debatte über den Vorrang der erneuerbaren Energien zu früh aufbricht", sagte Rosenkranz. Wer heute die Laufzeiten der Atomkraftwerke verlängere, müsse morgen die vorrangige Einspeisung von Ökostrom bekämpfen, weil sonst das Stromsystem nicht mehr funktioniert. Rosenkranz: "Man kann nicht, wenn vormittags der Wind kräftig weht und mittags die Sonne scheint, Atomkraftwerke abschalten und sie, wenn gegen Abend der Wind abflaut und die Sonne untergeht wieder hochfahren". Atomkraftwerke brauchen ca. 50 Stunden, um nach einer Abschaltung wieder angefahren zu werden. Sie seien deshalb nicht nur gefährlich, sondern im Übergang in das regenerative Zeitalter auch eine Bedrohung der Versorgungssicherheit. Deshalb müssten für eine Übergangszeit flexibel steuerbare Kraftwerke die trägen Großmeiler auf Basis von Uran und Kohle ersetzen. Statt die Schlachten von gestern immer und immer wieder neu auszufechten, gehe es jetzt darum, die Stromnetze umzubauen, den Stromverbrauch effizienter zu gestalten und eine neue Generation von Stromspeichern zu entwickeln.
Rosenkranz warf der Bundesregierung vor, einen bevorstehenden Einbruch des Ausbaus der erneuerbaren Energien bewusst einzukalkulieren. Ein Blick in die Szenarien zeige, dass der Ausbau schon vor dem Jahr 2020 gebremst und danach massiv heruntergefahren werden solle. Die Ausbauziele sämtlicher Szenarien für Sonne und Wind lägen deutlich unter dem, was die Bundesregierung vor nicht einmal einem Monat in ihrem Aktionsplan für erneuerbare Energien an die EU-Kommission nach Brüssel gemeldet habe. "Der angebliche Eintritt der Bundesregierung in das regenerative Zeitalter beginnt mit einer Vollbremsung", sagte Rosenkranz.
Das gesamte Energiekonzept werde, wie schon lange gemutmaßt, um die Laufzeitverlängerung herumgestrickt. Dazu passe auch die geplante Ausgestaltung des Atomgesetzes, die nach Informationen der DUH in bemerkenswerter Weise mit dem Grundgesetz kollidiert. Ziehm: "Die Verfassung und die höchstrichterliche Rechtsprechung scheinen für die Bundesregierung nicht mehr zu gelten."
Die Regierung will die AtG-Novelle in zwei Stufen novellieren. In einem ersten Schritt soll lediglich die Tabelle, in der die von jedem Reaktor noch zu produzierenden Strommengen festgelegt sind, entsprechend angepasst werden. In einem zweiten Schritt soll dann mit einem neuen Paragrafen unter anderem festgelegt werden, welche Nachrüsterfordernisse für die Laufzeitverlängerung anzusetzen sind. Es ist jedoch verfassungsrechtlich unzulässig, isoliert eine Laufzeitverlängerung zu beschließen, ohne gleichzeitig die dann fälligen Anforderungen an die Sicherheitstechnik und den Schutz vor Terrorangriffen gesetzgeberisch zu definieren. Die beabsichtigte willkürliche Aufspaltung bedeutet eine verfassungswidrige Umgehung des Bundesrates.
Mit der Prüfung des Risikos terroristischer Anschläge, der Prüfung und Genehmigung der Änderung baulicher Nachrüstungen und der anschließenden Überprüfung der Umsetzung der Nachrüsterfordernisse wird der den Ländern im Wege der Bundesauftragsverwaltung übertragenen Aufgabe als unmittelbare und mithin untrennbare Folge einer Laufzeitverlängerung ein neuer Inhalt und eine wesentlich andere Bedeutung und Tragweite verliehen. Damit bedarf die beabsichtigte Laufzeitverlängerung vom ersten Tag an der Zustimmung des Bundesrates. Der Begriff "moderat" ist keine verfassungsrechtliche Kategorie. Die abstrakte Diskussion um Jahreszahlen führt in die Irre. Eine Laufzeitverlängerung ist vom ersten Tag an zustimmungspflichtig.
Die von Röttgen verfolgte Verpflichtung zur Nachrüstung alter Atomkraftwerke zum Schutz gegen Terrorangriffe, soll nach Informationen der Deutschen Umwelthilfe so ausgestaltet werden, dass sie die Schutzrechte der Bevölkerung aushebelt, statt sie zu befördern. Zum einen soll danach die Pflicht zur Nachrüstung erst 10 Jahre nach Inkrafttreten des Gesetzes erfüllt werden müssen. Bis dahin dürften auch die ältesten Atomkraftwerke ohne größere Nachrüstungen weiterlaufen. Zum anderen soll der Schutz ausdrücklich als "über die erforderliche Vorsorge hinaus" gehende Maßnahme zur "weiteren Vorsorge gegen Risiken für die Allgemeinheit" ausgestaltet werden. Damit würde sich die Bundesregierung über ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts hinwegsetzen, das Terrorangriffe aus der Luft wegen der Erfahrung des 11. September 2001 gerade nicht mehr dem unentrinnbaren Restrisiko zugeordnet hat, sondern dem Gefahrenbereich, gegen den eine - von betroffenen Anwohnern von Atomkraftwerken einklagbare - Schutzpflicht des Staates besteht. Sollte es zu einer solchen Regelung kommen, wäre sie verfassungswidrig.
Schließlich setzt sich die Bundesregierung noch in einem weiteren Punkt über die Schutzrechte der Anwohner von Kernkraftwerken hinweg. Das Oberwaltungsgericht Lüneburg hat erst kürzlich in dem Verfahren zum Brennelemente-Zwischenlager Unterweser gefordert, dass bei der Ermittlung der erforderlichen Schutzmaßnahmen die größten in Betrieb befindlichen Passagierflugzeuge zugrunde gelegt werden müssen. Das Gericht verlangte dementsprechend die Berechnung der Auswirkungen eines gezielt herbeigeführten Absturzes einer Passagiergroßraummaschine vom Typ Airbus A 380. Eine Nachrüstung auf den Stand der ebenfalls schon über zwanzig Jahre alten so genannten Konvoi-Anlagen, also zum Schutz gegen kleinere Passagiermaschinen etwa vom Typ A 320 reicht mithin nicht aus.
"Offenbar will die Regierung die vom Bundesverwaltungsgericht den Bürgerinnen und Bürgern zugesprochenen Schutzrechte nun auf gesetzlichem Wege wieder aushebeln", sagt Ziehm. Das Vorgehen sei "perfide, weil es im Ergebnis bedeutet, dass der Staat seine Schutzpflichten gegenüber seinen Bürgern in eine Schutzpflicht zugunsten der Anlagenbetreiber umkehrt. Die Sicherheit der Bevölkerung wird verkauft".
Unter
www.duh.de/pressemitteilung.html?&tx_ttnews[tt_news]=2375
finden Sie das Hintergrundpapier zum Download.
Für Rückfragen:
Dr. Cornelia Ziehm, Leiterin Klimaschutz und Energiewende, Hackescher Markt 4, 10178 Berlin; Mobil: 0160 94182496; Tel.: 030 2400867-0, E-Mail: ziehm@duh.de
Dr. Gerd Rosenkranz, Leiter Politik und Presse, Hackescher Markt 4, 10178 Berlin; Mobil: 0171 5660577, Tel.: 030 2400867-21, E-Mail: rosenkranz@duh.de
Diskussion
Login
Kontakt:
Deutsche Umwelthilfe e.V.
Email:
info@duh.de
Homepage:
http://www.duh.de
Druckausgabe
Aktuelle News
RSS-Feed einrichten
Keine Meldung mehr verpassen
19.08.2025
Sauber sog i - jetzt wird um den Titel gekämpft!
Schafft "Müllbertshofen" es, den Pokal der Münchner Müllmeisterschaft - vom 13. bis 15. September 2025 - zu verteidigen?
Einstellung des ECO-Newsletters
Am 19. August wird der letzte ECO-Newsletter an die AbonnentInnen verschickt
18.08.2025
Kaum Platz für Busse:
Abfrage der Deutschen Umwelthilfe offenbart dringenden Nachholbedarf bei Busspuren in Großstädten
Moor-PV: Chance für Klimaschutz, Energiewende und Landwirtschaft
Orientierungshilfe für landwirtschaftliche Betriebe veröffentlicht
17.08.2025
Reichling gegen neue Erdgas-Förderung
BUND Naturschutz organisiert große Kundgebung direkt am Bohrplatz.
15.08.2025
Deutsche Umwelthilfe zum UN-Abkommen gegen Plastikmüll:
"Rückschlag im Kampf gegen wachsende Müllberge"
Plastikkrise ungelöst: UN-Verhandlungen scheitern an Blockadehaltung einzelner Staaten
UN-Mitgliedstaaten können sich auf keinen Vertragstext gegen Plastikverschmutzung einigen
Bundesregierung muss zu Klima-Verfassungsbeschwerden Stellung nehmen
Klagen für ausreichenden Klimaschutz nehmen wichtige Hürde
Wasserampel als hilfreiche Orientierung bei der Wassernutzung
Gemeinsam mit den Kommunalen Spitzenverbänden veröffentlicht das Hessische Landwirtschafts- und Umweltministerium den Leitfaden Wasserampel
ÖDP kritisiert Reiches Energie-Pläne
Naturschutzpartei: Nicht den gleichen Fehler von Peter Altmaier wiederholen, das kostet Arbeitsplätze und den Verlust von Spitztechnologie.
14.08.2025
Kostenpunkt PV-Anlage
Für wen rechnet sich die Investition wirklich?
Welt-Pferdetag am 20. August
Tierschutzbund fordert verbesserten Schutz von Pferden
Hitzewelle gefährdet Leben
Initiative "Grün in die Stadt" fordert: mehr Stadtgrün und die Umsetzung der 3-30-300-Regel
Messstationen melden deutschlandweit extrem hohe Ozonbelastung
Deutsche Umwelthilfe fordert Maßnahmen gegen Vorläuferstoffe aus Verkehr und industrieller Tierhaltung
Kenvue fördert Produkttransparenz: Adaption des EcoBeautyScore durch Neutrogena® in Deutschland
Mit der Einführung des neuen Ratings will Kenvue Menschen dabei unterstützen, nachhaltigere Gewohnheiten anzunehmen
Kein Skandal scheint groß genug: Es geht immer noch dreister
ÖDP kritisiert Rheinwasser-Umleitung in NRW-Braunkohlegruben: Gesundheitsgefahr durch PFAS.
13.08.2025
100-Tage-Bilanz der Merz-Regierung
Transparency Deutschland fordert Kurskorrektur
Hoyerswerda: Energiestruktur im Wandel
Die Agentur für Erneuerbare Energien e. V. (AEE) zeichnet die Stadt Hoyerswerda als Energie-Kommune des Monats August 2025 aus.
ÖDP kritisiert "Rolle rückwärts beim Umweltschutz"
Bio-Bauer Billmann warnt: "Entbürokratisierung, aber nicht so!"
Flexible Energie fürs Haus: SunLit Solar macht erstmals E-Autos zur Stromquelle für steckerfertige Speichersysteme
Neue Vehicle-to-Load-to-Home-Funktion des SunLit EV3600 ermöglicht AC-seitige Beladung von Balkonkraftwerkspeichern über Elektrofahrzeuge