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ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:
NürnbergMesse GmbH, D-90471 Nürnberg
Rubrik:
Mode & Kosmetik
Datum:
11.08.2010
Vivaness 2011: Naturkosmetik ist weltweit Trendsetter
Studien prognostizieren beste Zeiten für Naturkosmetik | Vive la France verte: Starker Markt für grüne Schönheitspflege
Marktforscher sind sich einig: Naturkosmetik hat eine große Zukunft vor sich. Weltweit konnte sich der Sektor auch in der Krise sehr gut behaupten und sogar Zuwächse verzeichnen. So vergrößerte sich zum Beispiel der Umsatz in Deutschland 2009 um rund 7 %.
Studien zufolge wird die Branche auch in den nächsten Jahren weiter überdurchschnittlich wachsen. Einmal im Jahr treffen sich internationale Vertreter des Marktes für natürliche Schönheitspflege in Nürnberg anlässlich der Vivaness. Vom 16. bis 19. Februar 2011 werden zum Messe-Duo BioFach und Vivaness erneut rund 2.500 Aussteller - 180 davon auf der Leitmesse für Naturkosmetik und Wellness - erwartet.
Die Zeichen stehen gut für den internationalen Wachstumsmarkt Naturkosmetik. Das bestätigen sowohl die Prognosen der Traditionshersteller als auch der vermehrte Einstieg internationaler Kosmetikfirmen. Diese investieren in eigene Naturkosmetiklinien oder eignen sich durch Übernahmen entsprechende Kompetenz an.
Zudem steigt eine Vielzahl kleiner Produzenten mit kreativen und innovativen Konzepten in den Markt ein. Deren beachtliche Erfolge zeigen: Das Potenzial ist groß und noch viele Regionen lassen sich erobern - und das weltweit. Glaubwürdigkeit und die verschiedenen Zertifizierungs-modelle zählen dabei zu den Topthemen. Internationale Richtlinien werden kontinuierlich weiterentwickelt, um den hohen Ansprüchen von Herstellern und Konsumenten gerecht zu werden.
Naturkosmetik weltweit auf Erfolgskurs
Eine aktuelle Studie aus dem Hause des internationalen Marktforschungsunternehmens Kline Group prognostiziert Naturkosmetik in Asien, Europa und den USA bis 2014 beste Chancen. Laut Kline's Global Natural Care Market Report werden die asiatischen Märkte mit zweistelligen Zuwachsraten ein Volumen von 14,8 Mrd. US-Dollar erreichen. In Europa rechnen die Marktforscher in den nächsten fünf Jahren mit einem Umsatz von über 6,3 Mrd. US-Dollar, in den USA mit 5,8 Milliarden US-Dollar. Beleg für die Stabilität des Naturkosmetiksektors in der Krise sind nicht zuletzt die in 2009 erzielten Zuwächse von 13 % in Asien, 9 % in Europa und 8 % in den USA.
Deutscher Markt weiterhin Spitzenreiter in Europa
Branchenexpertin Elfriede Dambacher, naturkosmetik konzepte, Dortmund, sieht im Wertewandel innerhalb der Gesellschaft einen der Gründe für das Ergrünen des Kosmetikmarktes. Die Naturkosmetikbranche profitiere von einer neuen Orientierung hin zu glaubwürdigen, authentischen Marken. Kunden begeistern sich heute für Produkte von Unternehmen, die Verantwortung für soziale Belange und die Umwelt übernehmen.
Der anhaltende Gesundheits- und Wellness-Trend ist eine weitere wichtige Motivation.
2009 wuchs der Umsatz mit Naturkosmetik in Deutschland um fast 7 % auf 717 Mio. EUR - 45 Mio. EUR mehr als im Vorjahr - und erreicht damit einen Anteil am Gesamtkosmetikmarkt von 5,6 %. Wie die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), Nürnberg, in ihrer aktuellen Studie zu Naturkosmetik belegt, haben Käuferreichweite und Ausgaben für zertifizierte Naturkosmetik seit 2006 um fast 50 % zugenommen. In der Vermarktung spielen dabei die preisgünstigen Handelsmarken - vor allem der Drogeriemärkte - eine entscheidende Rolle. Während die Mengennachfrage 2009 um über 11 % stieg, entwickelte sich der Umsatz mit knapp 7 % nur einstellig. Dies ist den Preiseinstiegsmarken zuzuschreiben. Großes Potenzial birgt die Kundenbindung. Derzeit ist die Loyalität der Naturkosmetikkunden noch zu gering. Es gilt aus Gelegenheitskäufern Stammkunden zu machen.
Frankreich: Dynamik im Mutterland der Kosmetik
Einer der spannendsten und dynamischsten Märkte in Europa dürfte derzeit der französische sein. Lange hat sich das Mutterland der großen weltweit bekannten Kosmetikmarken wenig für den Trend Naturkosmetik interessiert. Seit einigen Jahren weist die dortige Branche jedoch hohe zweistellige Zuwachsraten auf, der Marktanteil von Naturkosmetik am Gesamtkosmetikmarkt liegt aktuell bei etwa 3 %.
Der französische Naturkostfachhandel konnte sich in den vergangenen Jahren über die positive Entwicklung des Sortiments freuen. Über 70 % der Einzelhändler sind überzeugt: Naturkosmetik wird auch künftig zu den Wachstumssegmenten mit großen Potenzial gehören. Das hat Frankreichspezialist Dr. Burkhard Schaer, Ecozept, in seiner Studie zur Naturkosmetik in Frankreich herausgefunden. Auch beim Bedarf des Marktes an Naturkosmetikprodukten sieht knapp die Hälfte der Fachhändler noch Entwicklungsmöglichkeiten. Allerdings setzt der Handel wegen des umfangreichen Angebotes besondere Auswahlkriterien an.
So wird beispielsweise immer häufiger auf fair gehandelte Rohstoffe Wert gelegt. Entscheidende Faktoren für den zügigen Ausbau des Marktes: Distribution und Kompetenz von Personal und Einkaufsstätte.
Zertifizierung schafft Glaubwürdigkeit
Die fünf Gründungsmitglieder und Labelgeber des Cosmos-Standard, der deutsche BDIH, die französischen Cosmebio und Ecocert, der italienische ICEA sowie die britische Soil Association haben vor kurzem die Non-Profit Dachorganisation Cosmos-Standard AISBL gegründet.
Zuvor wurden die verabschiedeten Richtlinien veröffentlicht. Damit wurde ein wichtiger Schritt zur europäischen Harmonisierung vollzogen. Nun soll die Internationalisierung dieser Richtlinien weiter vorangetrieben werden. Die Organisation steht weiteren Mitgliedern offen. Der zweite wichtige internationale Standard NaTrue macht die drei Stufen - Naturkosmetik, Naturkosmetik mit Bio-Anteil und Bio-Kosmetik in seinem Siegel nicht mehr sichtbar - die entsprechenden Sterne sind abgeschafft. In den Richtlinien und der Zertifizierung wird die Dreistufigkeit beibehalten. Gleichzeitig geht NaTrue neue Wege in der Kommunikation und macht sich fit für die Zukunft: Präsenz auf Twitter und Facebook sollen den Dialog mit den Verbrauchern stärken, über den Quick-Response-Code können umfassende Produktinformationen auf das Mobiltelefon abgerufen werden.
Ansprechpartner für Presse und Medien:
Barbara Böck, Ellen Rascher
Tel +49 (0) 9 11. 86 06-83 28
Fax +49 (0) 9 11. 86 06-82 56
ellen.rascher@nuernbergmesse.de
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