Zurück zur ECO-World Startseite

Haftungsausschluss
Impressum
Storytelling statt PowerPoint European Business & Biodiversity Campaign  








  Forum
 
 
HOME | Top-Nachrichten | Essen & Trinken alle Nachrichten
 Hier finden Sie laufend aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich Ökologie.
Stichwort    Art 
Hilfe   neue Suche  alle Pressestellen anzeigen 
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit ECO-News, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.

 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  ECO-News Deutschland, D-81371 München
Rubrik:Essen & Trinken    Datum: 16.07.2010
Größter Geflügelschlachthof in Europa genehmigt
Der Betreiber kann nach der Genehmigung zukünftig in zwei Schlachtlinien pro Woche über 2,5 Millionen Hähnchen schlachten
In drangvoller Enge: sogenannte Masthühner
Der umstrittene Geflügelschlachthof in Wietze, im Landkreis Celle, darf gebaut werden. Das Staatliche Gewerbeaufsichtsamt Lüneburg hat gestern die Genehmigung für die Errichtung und den Betrieb erteilt. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte befürchtet einen weiteren Boom von Mastanlagen.


Der Betreiber, die Celler Frischgeflügel GmbH, kann nach der Genehmigung zukünftig in zwei Schlachtlinien pro Woche über 2,5 Millionen Hähnchen schlachten. Dies entspricht 27.000 Tieren pro Stunde. Dies wäre die größte derartige Anlage in Europa.

»Wir sind empört, dass dieser hochsubventionierte Mega-Schlachthof genehmigt wurde. Es handelt sich hierbei um eine industrielle Anlage, die den Boom der intensiven Tiermast noch weiter vorantreiben wird. Dies geht auf Kosten der Tiere und der Menschen in der Region«, so Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte.

Bürger hatten sich im Vorfeld massiv gegen den Schlachthof zur Wehr gesetzt. Umwelt- und Tierschützer besetzten den Bauplatz. Ohne Erfolg: Einen Bürgerentscheid gegen den Großschlachthof lehnte der Verwaltungsausschuss der Gemeinde im Juni aus formalen Gründen ab. Um den Schlachthof auszulasten, müssen neue Mastanlagen entstehen. Neuesten Angaben zufolge sind bis zu 400 Mastställe geplant, die im Umkreis von 100 Kilometern entstehen sollen. Befürchtet werden außerdem massive Lärm- und Umweltbelastungen sowie ein hoher Wasserverbrauch, der Folgen für die Landwirtschaft und Trinkwasserversorgung der Umgebung haben könnte.

Bei der Haltung und Züchtung von Masthühnern hat die stärkste Intensivierung in der Nutztierhaltung stattgefunden. Über 400 Millionen Masthühner werden jährlich allein in Deutschland erzeugt, Tendenz steigend. Die auf Turbowachstum gezüchteten Hühner werden schon mit etwa fünf Wochen geschlachtet. Knochen, Herz und Lunge können mit dem extremen Fleischzuwachs nicht mithalten. Dazu kommt die hohe Besatzdichte. Die einseitige Zucht und die drangvolle Enge führen zu schweren Krankheiten, Verletzungen und Verhaltensstörungen. 12 Millionen Masthühnchen sterben jedes Jahr in Deutschland schon während der Mast.

Verantwortung für diese Fehlentwicklung tragen nach Ansicht des Bundesverbandes die Politiker, da sie die tierquälerische Haltung der Masthühner legalisiert hätten. Erst im Juni vergangenen Jahres habe der Bundesrat gesetzlich bindende Vorgaben zur Masthühnerhaltung beschlossen, wonach gegen Ende der Mast bis zu 25 Hühner auf einen Quadratmeter gehalten werden dürfen. »Der Verbraucher hat es in der Hand, solches Tierleid zu beenden, indem er diese Qualprodukte nicht mehr kauft. Eine gesunde und genussvolle Lebensweise ist heute ohne tierliche Produkte möglich. Es ist auch im Sinne des Klimaschutzes und der Verteilungsgerechtigkeit unbedingt notwendig, neue Wege in der Ernährung zu gehen«, so Simons.


Film- und Fotomaterial, das die Zustände in Mastanlagen dokumentiert, liegt vor.
Informationen auch unter: www.masthuehner.de


Kontakt:
Pressestelle - Stephanie Elsner,
Tel.: 05237 - 2319790,
E-Mail: elsner@tierrechte.de

Diskussion

  Login


Anzeige
www.ECO-World.de

 
 
  Aktuelle News
  RSS-Feed einrichten
Keine Meldung mehr verpassen

22.09.2017
ÖDP gegen Fracking Dr. Claudius Moseler: "Nur erneuerbare Energien sind saubere Energien!"


21.09.2017
ÖDP kritisiert grüne Politik und "grünes" Programm Wer Ökologie, Demokratie und Familie stärken will, wählt ÖDP


MdEP Prof. Dr. Klaus Buchner (ÖDP) über vorläufige Inkraftsetzung von CETA Buchner: "Vorgehen der EU ist undemokratisch und schafft vollendete Tatsachen


20.09.2017
Tierwohl und Umweltschutz dürfen sich nicht ausschließen Universität Hohenheim präsentiert Forschungsarbeiten für Tierhaltung, die Tier und Umwelt genügt


ÖDP fordert Maßnahmen für menschenwürdige und bedarfsgerechte Pflege Union und SPD entdecken erst unter öffentlichem Druck die Pflege als Wahlkampfthema


19.09.2017
Unternehmenskultur als Zukunftsgestalter begreifen Offene Preisverleihung mit Abendveranstaltung am 14. November 2017 in Berlin


Let's go - Familien, Kids und Kitas Schule fürs Leben bekommt UN-Auszeichnung


11. Dienstwagen-Check unter deutschen Spitzenpolitikern Deutsche Umwelthilfe vergibt neunzehn "Grüne Karten"


Abgasskandal: ÖDP fordert klare Ansage an die Automobilindustrie Dr. Claudius Moseler: "Wachsweiche Antworten der Politik lösen die Probleme nicht"


  neue Partner