Zurück zur ECO-World Startseite

Haftungsausschluss
Impressum
Storytelling statt PowerPoint European Business & Biodiversity Campaign  








  Forum
 
 
HOME | Top-Nachrichten | Essen & Trinken alle Nachrichten
 Hier finden Sie laufend aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich Ökologie.
Stichwort    Art 
Hilfe   neue Suche  alle Pressestellen anzeigen 
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit ECO-News, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.

 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  Bündnis 90/ Die Grünen Bundesvorstand, D-10115 Berlin
Rubrik:Essen & Trinken    Datum: 29.06.2010
Keine Gentechnik-Zulassung ohne unabhängige und freie Risikoforschung
Zur Abstimmung im EU-Agrarrat über die Zulassung sechs gentechnisch veränderter Maissorten und zu den Ergebnissen des Fachgesprächs erklärt Ulrike Höfken, Sprecherin für Agro-Gentechnik:

Das derzeitige EU-Gentechnik-Zulassungssystem ist zu Recht umstritten. Es ist intransparent, undemokratisch und nicht wissenschafts-, sondern wirtschaftsorientiert. Die Ungefährlichkeit dieser Produkte ist weder ausreichend erforscht noch gesichert - im Gegenteil. Zunehmend wird über Resistenzen, Gefahren durch die Pestizidwirkung für Menschen und Tiere, erhebliche Beeinträchtigung der Artenvielfalt und Verunreinigungen berichtet. Die Zulassung, so die Einschätzung unabhängiger Wissenschaftler, beruht auf Fehlentscheidungen.

Das Vorsorgeprinzip - so beklagten gestern Forscher auf unserer Tagung zum Thema Risikoforschung - wird vernachlässigt, wissenschaftliche Studien, die Risiken belegen, werden diffamiert. Schon lange wird Besserung gelobt und sogar vom EU-Umweltministerrat gefordert, nichts ist passiert. Im Gegenteil: Im Eilverfahren befördert die EU-Kommission Neuzulassungen für den Import von Gentech-Lebens- und Futtermitteln, Landwirtschaftsministerin Aigner sagt zu allem Ja und Amen.

Forschungsministerin Schavan treibt gleichzeitig die Agro-Gentechnik voran. Die Wissenschaftler kritisierten auf unserer Tagung, dass ihre Forschungsfreiheit eingeschränkt wird. Forschungsgelder fließen in die Produktentwicklung statt in die Risikoforschung, vor allem Langzeitstudien fehlen. Unabhängigen Forschern verweigern Patentinhaber wie der Gentech-Konzern Monsanto den freien Zugang zum Forschungsmaterial, selbst wenn die Produkte schon auf dem Markt sind.

Das Forschungsministerium verschließt sich seit Jahren der kritischen Diskussion über den Mitteleinsatz und die Ausrichtung der Studien.

Wir fordern die Bundesregierung auf:
  • Neuzulassungen auf Basis der derzeitigen schlechten Risikoprüfung nicht zuzustimmen,
  • als Grundlage für die Zulassungsentscheidung eine deutlich bessere Datenlage von den Antragsstellern einzufordern,
  • unabhängige Forschungsprojekte mit öffentlichen Mitteln zu unterstützen,
  • Transparenz über die von den Unternehmen gewonnenen Daten herzustellen und Forschern freien Zugang zum Forschungsmaterial zu verschaffen,
  • dem Schutz von Mensch und Natur oberste Priorität bei den Entscheidungen einzuräumen - im Nachhinein lassen sich Fehlentwicklungen bei einmal freigesetzten Organismen nicht zurückholen.


Diskussion

  Login


Anzeige
www.ECO-World.de

 
 
  Aktuelle News
  RSS-Feed einrichten
Keine Meldung mehr verpassen

24.03.2017
Ein Fahrplan weg von Kohle und Öl 'Niedrigere Kosten, mehr Jobs und sauberere Luft'


Meilenstein für den Schutz der Menschenrechte Frankreich verabschiedet Gesetz zur Unternehmenshaftung bei Menschenrechtsverletzungen - Deutschland sollte folgen

MdEP Prof. Dr. Klaus Buchner (ÖDP) zum 60. Geburtstag der Europäischen Union Buchner: EU muss transparenter und demokratischer werden


23.03.2017
Nachhaltige Entwicklung als Lebensaufgabe SEKEM Gründer Dr. Ibrahim Abouleish feiert 80. Geburtstag


Globalisierung im Krisenmodus: Zivilgesellschaft fordert Kurswechsel der G20 im Kampf gegen globale Ungerechtigkeit

Sparsam und trotzdem hell: Beleuchtung Nicht jede Lampe ist für jeden Anwendungsbereich geeignet


ÖDP zur Zeitumstellung: kein Nutzen Risiko für die Gesundheit beenden!

10 Jahre Earth Hour am 25. März ÖDP bittet: mitmachen und CO2-Fasten

21.03.2017
NGOs fordern deutsche Teilnahme an Atomverhandlungen Ab 27. März werden die Vereinten Nationen in New York über einen Verbotsvertrag beraten. Der ehemalige deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier hatte angekündigt, dass Deutschland den Verhandlungen fernbleibt.

  neue Partner