Zurück zur ECO-World Startseite

Haftungsausschluss
Impressum
GREEN BRANDS European Business & Biodiversity Campaign  








  Forum
 
 
HOME | Top-Nachrichten | Essen & Trinken alle Nachrichten
 Hier finden Sie laufend aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich Ökologie.
Stichwort    Art 
Hilfe   neue Suche  alle Pressestellen anzeigen 
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit ECO-News, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.

 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  ECO-News Deutschland, D-81371 München
Rubrik:Essen & Trinken    Datum: 28.06.2010
Verzicht auf Fleisch und Milch schützt das Klima
Experte: "Rückkehr zum Sonntagsbraten wäre ideal"
Potsdam (pte/28.06.2010/13:55) - Wenn die Menschen weniger Fleisch und Milch konsumieren als bisher und die Landwirtschaft mehr auf Klimaschutz achtet, reduziert das bis 2055 den Methan- und Lachgasausstoß der Landwirtschaft um über vier Fünftel. Zu diesem Schluss kommen Forscher vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) www.pik-potsdam.de im Fachmagazin "Global Environmental Change". "Was wir im Supermarkt einkaufen entscheidet am meisten darüber, wie viele Treibhausgase die Landwirtschaft ausstößt", so Studienleiter Alexander Popp im pressetext-Interview.

In Computermodellen verglichen die Forscher verschiedene Zukunftsszenarien, die Entwicklungen wie etwa den erwarteten Bevölkerungsanstieg berücksichtigen. Verglichen mit einem Szenario der weiteren Bedarfszunahme für Fleisch- und Milchprodukte, kann ein Verzicht darauf Erstaunliches bewirken, so das Ergebnis. Bis zum Jahr 2055 könnten die Emissionen von Lachgas und Methan um 84 Prozent vermindert werden, wenn alle zehn Jahre der Bedarf dafür pro Person um jeweils ein Viertel vermindert wird. Einen geringeren Effekt hätten technische Verbesserungen der Landwirtschaft wie optimierte Fütterungs- und Düngepraxis.

Kuhmagen erwärmt das Klima

Es gibt direkte und indirekte Gründe, warum zu viel Fleisch und Milch dem Klima schaden. Teilweise werden Treibhausgase direkt verursacht. "Die Verdauung der Kühe produziert viel Methan, jedoch auch die Lagerung der Gülle und ihre Einbringung auf die Felder. Weiters ist auch das Futtermaterial beteiligt, das bei dem indirekten Weg über die Kuh viel schlechtere Energieeffizienz aufweist als wenn es der Mensch direkt verzehren würde", erklärt Popp.

Daneben gibt es indirekte negative Folgen des Milch- und Fleischverzehrs, die besonders zum CO2-Ausstoß beitragen. Dazu gehört in erster Linie die Veränderung der Landnutzung wie etwa die Abholzung der Tropenwälder (pressetext berichtete: pressetext.com/news/091009018/ ). "Rechnet man diesen Faktor mit ein, so ist die Landwirtschaft für bis zu einem Drittel des vom Menschen verursachten Treibhausgas-Ausstoßes verantwortlich", so der Potsdamer Forscher.

Umstellung der Speisekarte in der Kantine

Klimabewusste Konsumenten halten sich bei Käse, Milch und Fleisch zurück, so Popp. "Es geht nicht um Totalverzicht, sondern um eine Rücknahme. Ideal wäre es, den Fleischkonsum wieder wie früher auf den Sonntagsbraten zu verringern statt täglich in der Kantine Rind, Schwein oder Huhn zu essen."

Bevor globale strategische Maßnahmen ergriffen werden, müssen allerdings noch einige Ungereimtheiten gelöst werden. Dazu gehört etwa der Aspekt der Gerechtigkeit. "Die Industrieländer mit hohem Einkommen haben einen besonders hohen Fleisch- und Milchkonsum, im Gegensatz zu Entwicklungsländern wie Bangladesh", erklärt der Forscher. Zudem müssen sinnvolle Alternativen für die Proteinzufuhr gefunden werden.

Originalartikel unter dx.doi.org/10.1016/j.gloenvcha.2010.02.001 (Ende)


Aussender: pressetext.deutschland
Redakteur: Johannes Pernsteiner
email: pernsteiner@pressetext.com
Tel. +43-1-81140-316

Diskussion

  Login


Anzeige
www.ECO-World.de

 
 
  Aktuelle News
  RSS-Feed einrichten
Keine Meldung mehr verpassen

26.07.2016
Organisationen protestieren: Finanzministerium torpediert Auflagen für Unternehmen zur Einhaltung von Menschenrechten Gemeinsame Pressemitteilung: Amnesty International, Brot für die Welt, Germanwatch und MISEREOR

Invasion der Blutsauger Was hilft gegen Mücken, Zecken & Co.?

Gut für die Schultüte Eltern kennen ihre Kinder genau und wissen, was gut ankommt.

Großes Hoffest am Gut Riem - ökologisch & familienfreundlich Am 18. September 2016 wird am Gut Riem beim großen Ökologischen Hoffest wieder gefeiert.

Atomstrom unbezahlbar - Solarstrom immer preiswerter Atomstrom wird, wenn die Folgekosten der Müll-Lagerung mit berechnet werden, für die Konzerne unbezahlbar.

Vegane Garten-Kochschule mit Sebastian Copien Heute: Mangold. Die ungewöhnliche Pflanze ist mehr als ein Spinat-Ersatz


Ein Team-Event mit Herz und Gemüse Food Special: Rezepte zum Ausprobieren und Genießen


Weiterbildung "Wellness- und Spamanagement" feiert Jubiläum Wer sich für den nächsten Oktoberstart anmeldet, erhält 10 Prozent Jubiläumsrabatt auf die Studiengebühren.


22.07.2016
Elektroschrott: Rücknahme durch Handel notwendiger Schritt Anlässlich des Stichtags für die Rücknahme von Elektroschrott durch den Handel am 24.07.2016 erklärt Peter Meiwald, Sprecher für Umweltpolitik:

  neue Partner