Zurück zur ECO-World Startseite

Haftungsausschluss
Impressum
Storytelling statt PowerPoint European Business & Biodiversity Campaign  








  Forum
 
 
HOME | Top-Nachrichten | Essen & Trinken alle Nachrichten
 Hier finden Sie laufend aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich Ökologie.
Stichwort    Art 
Hilfe   neue Suche  alle Pressestellen anzeigen 
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit ECO-News, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.

 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  ECO-News Deutschland, D-81371 München
Rubrik:Essen & Trinken    Datum: 22.05.2010
Meeresfische könnten bis 2050 verschwunden sein
Katastrophe ohne fundamentale Restrukturierung der Fischerei
New York/Wien (pte/22.05.2010/13:55) - Ohne fundamentale Neuordnung der weltweiten Fischerei droht 2050 der totale Kollaps der Meeresfischbestände. Zu diesem Schluss kommen UN-Experten. "Wenn die verschiedenen Schätzungen, die wir erhalten haben, wahr werden, sind die Meeresfische in 40 Jahren verschwunden", so Pavan Sukhdev, Direktor des UNO-Umweltprogrammes UNEP www.unep.org.

Ein Green Economy Report, der im Laufe des kommenden Jahres veröffentlicht werden soll, schlägt neben der Verringerung der Fangflotte auch die Einrichtung großer mariner Schutzzonen vor, die vom kommerziellen Fischfang ausgeschlossen sind. Derzeit fischen rund 35 Mio. Menschen in 20 Mio. Booten in den Weltmeeren. 170 Mio. Jobs hängen direkt und indirekt mit dem Sektor Fischerei zusammen. Finanziell abhängig davon sind rund 520 Mio. Menschen.

"Die Fischfangflotte ist um 50 bis 60 Prozent höher als sie sein soll", so Sukhdev. Nach Angaben der UNO sind 30 Prozent der Fangreviere bereits ausgefischt. Das bedeutet, dass die Fischvorkommen dort weniger als zehn Prozent des ursprünglichen Bestands ausmachen. Ein falscher Ansatz sei die immer noch existierende staatliche Förderung bzw. Unterstützung von immer größeren Fangschiffen. Acht Mrd. Dollar wären notwendig, um die weltweite Fischerei nachhaltiger zu gestalten. Die Investition würde dann dazu führen, dass 112 Mio. Tonnen Fische zum Fang stehen.

Rasches Handeln erforderlich

"Das sind drastische Zahlen und eine drastische Formulierung, die insbesondere besorgniserregend ist, da sie von UNEP kommt, wo aufgrund der vielen Mitgliedsstaaten in Erklärungen oft nur moderate oder abgeschwächte Formulierungen zustande kommen", meint der Biologe Christian Wild, Leiter der Coral Reef Ecology Arbeitsgruppe am GeoBio-Center München www.palmuc.de/core, gegenüber pressetext.

"Umso dringender erscheint die Notwendigkeit schnellen Handelns auf allen Ebenen von der Gesetzgebung über die Einrichtung von marinen Schutzgebieten, Anreize für nachhaltige Fischerei, Fangquoten, Verbesserung der Schutzqualität und -kontrolle, Schaffung von alternativen Einkommensquellen, individuelle Verhaltensänderungen beim Konsum, um dieser gegenzusteuern", so Wild.

"Mensch und Meer stehen heute an einem Scheideweg - zunehmend gibt es regionale Bemühungen die katastrophalen Folgen der Überfischung einzudämmen und einen neuen Weg einzuschlagen, der zum Wiederaufbau der Bestände führt. Dies muss jetzt auch auf globaler Basis versucht werden", meint der Biologe Boris Worm, Leiter des Worm Lab Marine Conservation Biology an der Dalhousie University wormlab.biology.dal.ca/media.php , im pressetext-Interview.

Weitreichende Problematik

"Nur 0,5 Prozent der Meeresfläche sind derzeit vor der industriellen Ausbeutung geschützt. Das ist ein Armutszeugnis angesichts der Verpflichtung der Regierungen bis 2012 ein weltumspannendes Netzwerk von Schutzgebieten aufzubauen", so Greenpeace-Meeresbiologin Antje Helms www.greenpeace.at gegenüber pressetext. "Aus Sicht von Greenpeace müssen mindestens 40 Prozent der Meere zur Sperrzone werden." Für die Industrie hieße das: Finger weg von ökologisch sensiblen Gebieten und überfischten Beständen.

"Das Problem geht weit über das Leerfischen der Meere hinaus und umfasst die ökosystemzerstörenden Fischereimethoden, die die Meeresböden zerpflügen und die Meeresbodenbewohner entwurzeln und zermalmen", erklärt Michael Stachowitsch, Meeresbiologe an der Universität Wien www.marine.univie.ac.at , gegenüber pressetext. "Es geht allerdings nicht nur um die Bestände von Nutzfischen, denn gesunde Meere sind unsere wichtigste Widerstandskraft gegen den Klimawandel", ergänzt Helms. (Ende)


Aussender: pressetext.austria
Redakteur: Wolfgang Weitlaner
email: weitlaner@pressetext.com
Tel. +43-1-81140-307

Diskussion

  Login


Anzeige
www.ECO-World.de

 
 
  Aktuelle News
  RSS-Feed einrichten
Keine Meldung mehr verpassen

07.12.2016
Von Mensch zu Mensch - Creativhotel Luise feiert 60 Jahre Jubiläum in Erlangen Umweltfreundlich, sozial und kreativ geht Hotelierfamilie Förtsch in die Zukunft


Steinheilkunde in der TCM Wirkung und Anwendung der wichtigsten Heilsteine bei Beschwerden und Krankheiten


06.12.2016
Urteil bestätigt: Deutschland steigt aus der Atomkraft aus Das ist ein guter Tag für die Energiewende.

Bittere Nachricht zu Nikolaus Schokolade bleibt unfair


Teilerfolg für Atomkonzerne Bürger zahlen die Zeche

Die Atomkonzerne sind bereits entschädigt - viel zu stark Schon in der Atommüllfrage ist vom Verursacherprinzip abgewichen worden

Kundenorientierung für lokale Unternehmen bei Seitentitel und Seitenbeschreibung Grundlegendes damit Ihre Zielgruppe auf Ihren Link im Internet klickt


05.12.2016
Betriebliches Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement entwickeln - Ressourcen schonen Fernstudium an der Universität Koblenz-Landau im Sommersemester 2017. Anmeldeschluss ist der 15. März 2017.


Wenn das Leben siegt, wird es keine Verlierer mehr geben Eine Solidaritätsbotschaft an Standing Rock aus dem Friedensforschungszentrum Tamera, von Martin Winiecki


  neue Partner
 
fischerwerke GmbH & Co. KG
EIN UNTERNEHMEN DER UNTERNEHMENSGRUPPE FISCHER