Zurück zur ECO-World Startseite

Haftungsausschluss
Impressum
Storytelling statt PowerPoint European Business & Biodiversity Campaign  








  Forum
 
 
HOME | Top-Nachrichten | Essen & Trinken alle Nachrichten
 Hier finden Sie laufend aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich Ökologie.
Stichwort    Art 
Hilfe   neue Suche  alle Pressestellen anzeigen 
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit ECO-News, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.

 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  ECO-News Deutschland, D-81371 München
Rubrik:Essen & Trinken    Datum: 05.05.2010
Meere sind fast leergefischt
Aufwand für einen Fisch heute 17 mal höher als 1889
York/Wien (pte/05.05.2010/12:20) - Die Überfischung der Meere hat dazu geführt, dass es heute 17 mal mehr Aufwand an Energie und Ressourcen braucht, um einen Fisch zu fangen, als am Ende des 19. Jahrhunderts. Das berichten Forscher der Universität York www.york.ac.uk und Marine Conservation Society (MCS) www.mcsuk.org im Online-Journal "Nature Communications". "Der Zustand der Fischerei ist schlimmer als sogar die pessimistischsten Schätzungen bisher angenommen haben", so Studienautor Callum Roberts.

Speisefische praktisch verschwunden

Grundlage dieser Aussagen ist die Analyse historischer Daten zu den Fischfängen in England seit 1889. Es zeigte sich, dass der Bestand in den Meeren im vergangenen Jahrhundert durch die ständige Überfischung immens reduziert wurde, wobei der Rückgang 94 Prozent betragen dürfte. Besonders die beliebten Speisefische wie Kabeljau, Schellfisch und Scholle sind praktisch aus den Meeren verschwunden. 1937, am Höhepunkt der Überfischung, gingen sogar 14 mal mehr Fische in die Schleppnetze als heute.

Interessant war auch der Vergleich dieser Daten mit der Größe und Anzahl der Fischerboote - Informationen, die Rückschlüsse über den Aufwand an Energie und Technik erlauben. Heute ist der Aufwand demnach 500 mal höher, um einen Heilbutt zu fischen als zu Beginn der Aufzeichnungen. Ein Schellfisch erfordert heute 100-fache Ressourcen, andere wie Scholle, Katfisch, Seehecht und Lengfisch 20-fache. Durchschnittlich war der Aufwand pro Fisch zu Beginn der Aufzeichnungen 17 mal geringer.

Ähnliches Problem im Süßwasser

So drastisch konnten die Folgen der Überfischung bisher kaum dargestellt werden. "1889 fischte man mit Segelbooten. Trotz des technologischen Fortschritts und der heutigen Leistungsstärke hat die heutige Fischereiflotte weit weniger Erfolg als die noch von Segelkraft betriebene Fischerei am Ende des 19. Jahrhunderts", so Erstautorin Ruth Thurstan. Der Schaden für die Fischerei sei somit größer und habe schon früher begonnen als bisher angenommen. Bisherige Maßnahmen des Gegensteuerns würden zu kurz greifen um den derzeitigen Fischbestand zu sichern.

Die Ergebnisse dürften laut den Studienautoren nicht nur für die Meere um England, sondern auch für die meisten marinen Fischereigebiete gelten. Doch das Problem gibt es auch im Süßwasser. "In Seen und Flüssen ist die Lage ähnlich dramatisch", berichtet Mathias Jungwirth, Leiter des Instituts für Hydrobiologie und Gewässermanagement an der Wiener Universität für Bodenkultur www.wau.boku.ac.at/ihg.html im Gespräch mit pressetext. "In Flüssen ist das Grundproblem allerdings nicht die Überfischung, sondern Kraftwerke, Flussverbauungen und die Verschmutzung durch Abwässer." (Ende)


Aussender: pressetext.austria
Redakteur: Johannes Pernsteiner
email: pernsteiner@pressetext.com
Tel. +43-1-81140-316

Diskussion

  Login


Anzeige
www.ECO-World.de

 
 
  Aktuelle News
  RSS-Feed einrichten
Keine Meldung mehr verpassen

26.05.2016
Sonnenschutz für Haut und Augen Die VERBRAUCHER INITIATIVE gibt Tipps zum Sonnenschutz


OVG Münster sieht keinen Rechtsverstoß beim Kükenschreddern ÖDP: Tierschutz muss vor Profitinteressen stehen!


Nachhaltig reisen VERBRAUCHER INITIATIVE informiert über Urlaubslabels


24.05.2016
Afrika und Europa: Gemeinsam an Lösungen arbeiten! Europäische Milcherzeuger reisen nach Burkina Faso, um mit ihren dortigen Kollegen das Problem der EU-Überproduktion zu diskutieren


Rio 2016 - Warum müsst Ihr unter Olympia leiden? KINDERpressekonferenz im ZOOM Kindermuseum. Zwei Teenager aus Rio stellten sich den Fragen einer Wiener Schulklasse zu Menschenrechtsverletzungen im Schatten von Olympia in ihrer Heimatstadt Rio de Janeiro.


Die Zukunft nachhaltigen Waschens HAKA Kunz launcht das flüssige HAKA Feinwaschmittel pur - ein Förderprojekt der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)


Bauer sucht Hof - Bioboden verbindet Infoveranstaltung über die Arbeit der jungen BIOBODEN Genossenschaft am 31. Mai 2016 um 19 Uhr in der GLS Bank München


Symtome und Selbsthilfe bei Eisenmangel Der neue Kompakt-Ratgeber klärt über Ursachen und Behandlung einer der häufigsten Gesundheitsstörungen auf


Ohne Papier geht's nicht! "Recyclingpapier - Wer hat denn das genehmigt?" - Initiative Pro Recyclingpapier stellt brandaktuellen Kurzfilm vor.


  neue Partner