Zurück zur ECO-World Startseite

Haftungsausschluss
Impressum
GREEN BRANDS European Business & Biodiversity Campaign  








  Forum
 
 
HOME | Top-Nachrichten | Essen & Trinken alle Nachrichten
 Hier finden Sie laufend aktuelle Nachrichten aus dem Themenbereich Ökologie.
Stichwort    Art 
Hilfe   neue Suche  alle Pressestellen anzeigen 
Wenn Sie Meldungen zu einem bestimmten Thema suchen, steht Ihnen die Navigation links zur Verfügung. - Mit ECO-News, dem Presseverteiler der ECO-World sind Sie immer auf dem Laufenden.

 ECO-News - die grüne Presseagentur
Presse-Stelle:  ECO-News Deutschland, D-81371 München
Rubrik:Essen & Trinken    Datum: 23.02.2010
Kleinbauern machen satt und schützen Umwelt
Studie: Deutliche Absage an Monokulturen
Ann Arbor/Wien (pte/23.02.2010/13:50) - Kleine Bauernhöfe sind laut einer aktuellen Studie von Forschern der University of Michigan www.umich.edu in Ann Arbor der beste Garant für eine optimale Lebensmittelversorgung. Zudem tragen solche klein strukturierten Betriebe viel zum Erhalt der Artenvielfalt bei. Ivette Perfecto und John Vandermeer berichten im Wissenschaftsmagazin PNAS, dass es die Kleinbauern in Sachen Produktivität mit industriellem Ackerbau aufnehmen können.

"Viele tropische Wälder sind heute stark fragmentiert. Was von dem einst dichten Dschungel übrigblieb, sind nur noch Waldteile, die von landwirtschaftlichen Nutzflächen umgeben sind", so Perfecto, Professor an der School of Natural Resources and Environment. "Wenn die Biodiversität erhalten bleiben soll, muss es zwischen diesen Waldgebieten Korridore geben, damit Organismen hin- und herwandern können."


Kleinbauern für Artenvielfalt

"Bäuerliche Familienbetriebe sind eher in der Lage, nachhaltige Strukturen aufzubauen und danach zu handeln als die industrielle Landwirtschaft mit großen Monokulturen für Zuckerrohr oder Soja", erklärt Perfecto. Einige Forscher sehen in der Geschichte der Besiedelung Nordamerikas durch die Weißen Hinweise darauf, was in den Tropen geschehen wird. Die europäischen Siedler haben zunächst große Flächen abgeholzt, um den Boden für den Ackerbau aufzubereiten.

Als die industrielle Revolution die Menschen in die Städte siedeln ließ, konnten sich die Wälder wieder ausbreiten, da die landwirtschaftlichen Flächen kleiner wurden. Das Szenario, bei dem sich der Wald wieder Terrain zurückholt, haben Wissenschaftler als "Forest Transition Model" beschrieben. Die Experten waren davon ausgegangen, dass mit dem Wachstum der Städte auch in tropischen Ländern die landwirtschaftlichen Nutzflächen zurückgehen werden und damit mehr Platz für die Wälder vorhanden sein würde.


Matrix-Qualitäts-Modell soll Korridore sichern

Bei der Untersuchung von 17 Studien in Costa Rica, El Salvador, Panama, Argentinien, Brasilien und Mexiko sind Perfecto und Vandermeer zum Schluss gekommen, dass dieses Modell für die Tropen nicht geeignet ist. Zudem sei dieses Modell eine zu optimistische Vision. Vielmehr müsse darauf geachtet werden, dass in den Tropen genau festgelegte Strukturen geschaffen werden, um die Artenvielfalt zu gewährleisten.

Um der Waldfragmentierung und damit der Ausdünnung der Artenvielfalt entgegenzuwirken, ist die Schaffung von Korridoren wesentlich. Die Forscher bezeichnen diese Korridore als Matrix und legen nahe, diese so zu gestalten, dass ein Austausch von Organismen zwischen den fragmentierten Waldteilen möglich ist.


Kleinstrukturierte Landwirtschaft als einzige Chance

Die einzige Chance sieht der Wiener Humanökologe und Umweltethiker Peter Weish www.boku.ac.at in einer vielfältig, lokal angepassten kleinräumigen Form der Landwirtschaft. "Diese ist in der Lage, im Einklang mit biologischer und kultureller Vielfalt die Ernährungsbasis der Menschen zu sichern. Weltweit wächst die Einsicht, dass die Zukunftsfähigkeit der Landwirtschaft nur auf dem Weg der Ökologisierung möglich ist", erklärt der Experte im pressetext-Gespräch.

In der kleinräumigen Form der Landwirtschaft spiele auch die Gartenwirtschaft eine wesentliche Rolle, erklärt Weish. Moderne Permakultur mit ausdauernder Pflanzenbedeckung gewährleiste, dass die Böden nie lange offen und damit der Erosion ausgesetzt sind. "Solche Systeme sind in der Lage, Menschen mit Nahrungsmitteln zu versorgen und den Erhalt der Artenvielfalt zu sichern." (Ende)


Aussender: pressetext.deutschland
Redakteur: Wolfgang Weitlaner
email: weitlaner@pressetext.com
Tel. +43-1-81140-307

Diskussion

  Login


Anzeige
www.ECO-World.de

 
 
  Aktuelle News
  RSS-Feed einrichten
Keine Meldung mehr verpassen

17.02.2017
Lassen Sie es blühen Mit einer Blühpatenschaft wertvollen Lebensraum für Bienen, Hummeln & Co schaffen


Gute Luft in den eigenen vier Wänden Die VERBRAUCHER INITIATIVE e. V. über schadstoffarmes Wohnen


15.02.2017
MdEP Prof. Dr. Klaus Buchner (ÖDP) nach CETA-Abstimmung: "Schwarzer Tag für die Demokratie" Prof. Buchner: "Müssen uns jetzt auf TiSA fokussieren"


Zwischendurch statt nebenher Mit Tai Chi, Qi Gong und Jin Shin Jyutsu® den Alltag bewältigen


14.02.2017
Bio in Europa legt weiter zu Biomarkt wächst zweistellig, Biofläche steigt auf fast 13 Millionen Hektar an

Neue Initiative "Biodiversität in Standards der Lebensmittelbranche" auf der BIOFACH 2017 in Nürnberg Treffen Sie die Initiatoren am Stand auf der BIOFACH vom 15. bis 18. Februar 2017 in Halle 9-471.


Zivilgesellschaft fordert klares NEIN zu CETA! EU-Parlament darf CETA nicht zustimmen. Wir brauchen eine andere Handelspolitik!

Fair-liebt am Valentinstag VERBRAUCHER INITIATIVE e. V. informiert über faire Geschenke


13.02.2017
Den Energiebedarf einer Gemeinde einsparen Kärcher erhält Zertifikat für erfolgreiches Energiemanagement


  neue Partner
 
GGEW, Gruppen-Gas- und Elektrizitätswerk
Bergstraße Aktiengesellschaft